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Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

Monograph

Identifikator:
83457490X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77841
Document type:
Monograph
Author:
Dühring, Eugen http://d-nb.info/gnd/118527797
Title:
Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus
Edition:
2., theilw. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Grieben
Year of publication:
1875
Scope:
1 Online-Ressource (XII, [1] Bl., 595 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus
  • Title page
  • Contents

Full text

83 
eines Irrthums, den bald darauf John Law im grossen Sti e 
^usbilden und durch seine Experimente unabsichtlich widerlegen 
sollte. Ueberdies war es aber sicherlich eine befremdliche Art, 
die mercantilen Vorstellungen vom Gelde durch eine Wendung 
kritisiren zu wollen, die schon eine neue Gestalt des Mercan- 
tilismus in sich barg. Es kam nur darauf an, dem „einfachen 
Papierstückchen” dieselbe Rolle zuzuweisen, welche bisher die 
edlen Metalle hatten spielen sollen, und es war hiemit sofort 
die Metamorphose des Mercantilismus vollzogen. Allerdings 
hatte Boisguillebert nicht eine solche Absicht; ja es fehlte ihm 
sogar das deutlichere Bewusstsein über die Grenze seiner eignen 
Idee. Während er in dem einen Satze den edlen Metallen den 
Abschied geben wollte, bemerkte er dann wieder in dem andern, 
dass sie zu Zahlungen für die Consumtion nöthig wären, und 
gesteht ihnen so einen Spielraum zu, dessen Bedeutung im 
Verhältniss zum Gebrauch von papiernen Ausgleichungen eine 
strenge Erörterung erfordert hätte. Doch mag immerhin zu 
gestanden werden, dass unserm Autor hier und da eine wirklich 
treffende Bemerkung gelungen ist, wie z. B. in dem Fall, wo 
er den vermeintlichen Mangel des Geldes als blosse Zurück 
haltung desselben erklärt. Eben dahin gehört auch seine Vor 
stellungsart, derzufolge das Geld nur die Garantie der künftigen 
Uebergabe eines Gegenstandes (gage de la tradition future) sein 
soll. Obwohl nämlich dieser Gedanke an sich weder ganz 
genau, noch ausreichend ist, und übrigens ohne erhebliche Oon 
Sequenzen gelassen wird, so dient er doch ein wenig dazu, le 
Beschränktheiten in den gröberen Gestaltungen des mercanti- 
8tischen Denkens sichtbar zu machen. 
14. Rufen wir uns nun nach diesen Anführungen den wirth- 
3haftlich leitenden Gedanken, nämlich die Nothwendigkeit an- 
omessen hoher Getraidepreiso zurück, so können wir jetzt über- 
3hen, wie mit dieser Idee die übrige Richtung der Vorstellungen 
asammenhing. Das mercantile Streben nach den edlen Metallen 
urde von Boisguillebert bekämpft, weil die zugehörige Poliük 
ach die Verhinderung der Getraideausfuhr eingeschlossen hatte, 
ene Tendenz und diejenige des Golbertismus wurde aber auch 
:rner angegriffen, weil sie oder vielmehr das mit ihr verbun- 
ene Finanzsystem die gedrückte Lage des Ackerbaus verse u 
en sollte. In der Kritik der Steuerwirkunpn lag daher der 
Schwerpunkt der Boisguillebertschen Bestrebungen, und grade
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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