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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

108 OEísTERREICII — Handelsverliältnisse (Eigenbahnen etc.) 
Anzahl der erwähnten Beschränkungen aufhohen würde, hat [Mitte 18561 
die kaiser!. Sanction noch nicht erhalten.) — Uebrigens bestehen in 
den verschiedenen Provinzen äusserst abweichende Verordnungen. Ganz 
besonders ist zu erwähnen, dass in den italienischen Gebieten die 
durch die franz. Herrschaft eingeführte Gewerbsfreiheit fordauert 
sonach die obigen Bemerkungen auf sie keine Anwendung finden. 
Die vorerwähnten unnatürlichen Verhältnisse trugen ohne Zweifel 
dazu bei, dass (nicht erst seit 1848, sondern gerade schon früher, 
siehe z. B. „Staatslexicon, 2. Aufl., Art. „Oesterreich“) die uneheliciion 
Geburten, Mordthaten, Tödtungen, Kinderaussetzungen, und Verbrechen 
und Vergehen überhaupt, ungemein sich vermehrten. — In Folge dos 
natürlichen Bedürfnisses und Strebens des Volkes, und der Nothwen- 
digkeit, zu erwerben, um leben zu können, — haben sich, trotz aller 
Hemmungen — Gewerbfleiss und Handel während des Friedens bedeu 
tend entwickelt. In vielen Zweigen finden wir einen entschiedenen 
Aufschwung der Manufacturen und Fabriken. Unmöglich däucht es 
uns indess, ein auch nur annähernd richtiges Bild durch Aufnahme 
der officiellen statistischen Zahlen zu geben. Der Mangel natürlicher 
Grenzen, die Unzuverlässigkeit vieler Zollwächter, und dem entsprechend 
dei ausgedehnte Schleichhandel, lassen hier besonders die amtlichen 
Ziffern als beinahe völlig unzuverlässig erscheinen. Wäre dies nicht 
so müsste man über manche Erscheinung um so mehr erschrecken 
(Bowring machte schon darauf aufmerksam, wie die kleine Schweiz 
eben so viel rohe Baumwolle verbrauche, als der ganze österreichische 
Kaiserstaat etc.). Wir beschränken uns daher auf Mittheilung folgen 
der summarischer Ziffern : 
Werth der officiellen Ein- 
Jahr Einfuhr 
1847 127*927,254 
1850 158*955,431 
1851 150,547,298 
Davon zur See 53*808,544 
und Ausfuhr. 
Ausfuhr 
112*208,285 fl. 
104,847,458 - 
130*023,756 - 
29*539,346 - 
(Auf die Verminderung der Zollerträge haben wir unter der Rubrik Fi 
nanzen“ S. 98 hingewiesen.) ” 
Eisenbahnen. Gegen Ende 1854 berechnete man die Länge der 
vollendeten Bahnen auf 244 Mell., Im Bau 199, zusammen 443. Da.s 
ganze Eisenbahnnetz, wie dasselbe projectirt ist, dehnt sich auf 1240 
Meil. aus. Am 1. Jan. 1856 sollen die deutsch- österreichischen 
Bahnen bereits eine Länge von 369 Meil. gehabt haben. 
Telegraphen. Im Mai 1856 : 964,8 Meilen, mit 1625,9 Meil. 
Drahtlänge. Befördert wurden im Jahre 1851: 21,976 Staats- und 
blos 3045 Privatdepeschen; 1855: 59,021 amtliche und 145,200 
^ivatdepeschen (in der kleinen Schweiz hatte man im letzten .Jahre, 
ei dem billigen Tarifsätze, 162,851 Depeschen !); Ertrag 578,805 fi 
(1853 erst 293,485 H.) 
Post. Briefzahl; 1851 (im ersten Jahre mach der Postreform) 
blos 31 196,000, seitdem, in Folge der Tarifermässigung, 1855 ge- 
stiegen auf 51'388,300. (In Preussen über 98 Milk; verhältnissmässig
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Meyer & Zeller, 1857.
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