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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

lo2 DEUTSCHLAND — Bayern (I’inanzen). 
wohl auch Vieles veruntreut ward, 
gehäuft : 
1801 3 Mill, zu 6% (Lit. A) 
Va • - ^‘/i 
1802 1 - - 5 
1804 V2 • - 5 
* 1 - - 5 
1806 450,000 fl. zu 5 
1808 4 Mül. zu 6 (Lit. B) 
Anlehen wurden auf Anlehen 
1809 8760,900 zu (Zwangsanlehen) 
D600,000 Liv. tourn. Cassenbons 
1810 25 Mill. Fr. für die Dotationen 
Napoleons in Bayern. 
- 1’300,000 fl. 
- 1’000,000 Fr. 
Vngeachtet dieser Schuldanhätifung hatte inan Millionen von Zins 
rückständen; die Zahlungsrückstände für den laufenden Dienst be- 
tiugen sogar über 19 Mill. Man gab 6 Vo Cassenanweisungen aus, 
an denen aber sogleich 20% verloren wurden. In der Folge sank 
der Cours der 6% Papiere auf 50. — 1812 Versuch der Kinissiou 
eines Lotterieanlehens von 12 Mill, zu 4% verzinslich und von (i 
Mill, unverzinslieh. Da dieser Versuch misslang, 1815 abermals 
Zwangsanlehen, unter Beibehaltung des Lotterieanlehens von 5 Mill, 
zu 5 %. Am 1. October 1811 betrugen die anerkannten Schulden 
118^230,605 fl.; es sollten nun jährlich 3'050,000 11. für Verzinsung, 
1'550,000 für Tilgung verwendet werden. Wirklich ward selbst wäh 
rend des russischen Krieges etwas abbezahlt. Ungemeine Ausgaben 
eifolgten 1815, da Bayern gleichsam als Grossmacht aufzutreten suchte. 
Nach den Pariser Friedensverträgen erhielt der Bayerische Staat (l’état) 
von den franz. Deiensionsgeldern lo, von den Contributionsgeldern 25V2 
Mill. Fr. Allein die Verwendung ist nur theilweise bekannt, da die 
Regierung auch in der b olge jeden Rechnungsnachweis aus der vor- 
constitutionellen Periode verweigerte. (Der bekannte Rudhart erklärte, 
laut Protokolls der Abgeordnetensitzung vom 4. Oct. 1831, König 
Max I. habe u. a. durch Urkunde vom 24. .Januar 1816 hievon 
2 00,000 fl. an die Königin und seine Töchter verschenkt. Dagegen 
übernahmen die Kammern noch 1822 955,000 fl. Privatschulden des 
nämlichen Königs auf die Staatscasse, welche er von Ludwig dem XVI. 
geliehen hatte.) Die Verwendung von Staatsgeldern für das s g 
„griechische Aiilehen« erschien vor 1849 niemals auch nur mit dem 
geiingsten Betrage in den veröffentlichten Staatsrechnungeii. Der Ver 
fasser dieses Buches brachte als Abgeordneter, in seinem Vortrage 
Namens des Finanzausschusses vom 5. März 1849, das ganze Ver 
hältniss zum ersten Male an die Oeffentlichkeit. Er wies eine Forderung 
des Staates au den von der Regierung zurückgetretenen König Ludwig 
nach, im Betrage von 1'529,333 fl. (Siehe die amtlich bekannt g^ 
machten „Verhandlungen der Kammer der Abgeordneten des Landtags 
von 1849“, Beilagenband I. S. 205 f.) Der genannte Fürst fand sich 
unter den damaligen Verhältnissen veranlasst, der Staatscasse diese 
umme zu ersetzen, so dass also eine Forderung dafür nicht mehr 
besteht. 
Beim Beginne der constitutioneilen Periode, 1818, ward die 
Staatsschuld auf 105 Milk, mit den Zinsrückständen auf 107’722,658 fl. 
berechnet. Alljährlich sollten, ausser den Zinsen, V3 Proz. getilgt 
werden. Indessen kamen nun fortwährend „Einweisungen aus älteren
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Meyer & Zeller, 1857.
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