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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

GROSSBRITANIEN — Finanzen (Budget). 
5 
Also bei einer Gesammtbevölkeriing von 21 Millionen, 27 Städte 
von mehr als 50,000, und darunter 11 von mehr als 100,000 Ein 
wohner. lieber 20,000 haben nicht weniger als 70 Städte. 
Gebietsausdehnung. Die grösste Länge der britischen Hauptinsel 
beträgt 118, die grösste Breite 70 deutsche Meilen. Die geringste 
Entfernung derselben von Frankreich ist 4, von Irland 2, von Nor 
wegen 61 deutsche Meilen. Die Küstenentwicklung berechnet Reden 
zu 576, bei Irland zu 310 Meilen. Die Entfernung der Hauptstadt 
vom entlegensten Punkte der Hauptinsel beträgt 140, von der ent 
ferntesten Besitzung in Europa (Zante) 295, in Afrika (Kap) 1270, 
in Asien (Hong-Kong) 1420, in Amerika (Astoria) 1850, und in 
Australien (Neu-Seeland) 3050 Meilen. 
Gebietsveränderungen. Grossbritanien ist der einzige grössere 
Staat in Europa, der seit dem Beginne der ersten französischen Revo 
lution in seinem Hauptlande ohne alle Gebietsveränderung geblieben 
ist. Dagegen traten allerdings sehr bedeutende Wechsel, im Wesent 
lichen ganz zu Gunsten Britaniens, in dessen Colonialbesitz ein. 
Nach dem Verluste der Vereinigten Staaten Nordamerikas war der 
Colonialbesitz des Staates sehr gemindert. Allein während der Re 
volutions- und der Napoleonischen Kriege eroberten die Briten fast 
alle auswärtigen Besitzungen der Franzosen, Holländer und Dänen, und 
viele der Spanier und Portugiesen. Die verschiedenen Friedensver- 
träge beliessen sie im Besitze eines sehr bedeutenden Theiles dieser 
Eroberungen, So verblieben ihnen schon zufolge des Friedensschlusses 
von Amiens, 1802, Ceylon und Trinidad (erstes bis dahin Holländisch, 
letztes Spanisch). Jener von Paris, 1814, sicherte ihnen aber Malta 
(früher dem Malteser Orden gehörend) ; Tabago, St. Lucia, Isle de France 
(Mauritius) und die Sechelen (franz. Colonien); Demeraiy, Essequebo, 
Berbice und das Kap (holländisch); Helgoland (bisher dänisch), und 
die Oberherrlichkeit über die Jonischen Inseln (s. diese). In Folge 
der abweichenden Thronfolgebestimmungen in England und Hannover 
ward zwar das letzte 1837 aus der bisherigen Personalunion befreit. 
Dagegen breitete sich die britische Herrschaft in Asien, besonders 
Ostindien, ungemein aus (siehe Rubrik : „Auswärtige Besitzungen“). 
Finanzen« 
Das Budget. 
Dieses wird immer nur auf ein Jahr vom Parlamente (in Wirk 
lichkeit bloss vom Unterhause) festgestellt. — Die Finanzverhältnisse 
Grossbritaniens haben in Folge des kolossalen Aufwandes für den 
orientalischen Krieg eine so gewaltige Aenderung erfahren, dass es ge 
eignet sein wird, die Umgestaltung selbst etwas in das Auge zu fassen, 
um einen richtigen Ueberblick des jetzigen Verhältnisses zu erlangen. 
Die Ausgaben für das am 4. April 1854 zu Ende gegangene Rechnungsjahr 
(das letzte Jahr des Friedens) waren im Budget veranschlagt zuPf.St. 52T83,000 
sie betrugen aber nur ....... * 51471,000 
Blieb Pf. St. 1’012,000
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Meyer & Zeller, 1857.
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