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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

-Ol 
mí 
>î“ ‘^: 
292 
GRIECHENLAND 
Sociales 
von TrÖzene (1827) die Ertheilnng von Adelstiteln. — Unter den 
Einwohnern sind nur 25,542 Gewerbtreibende. Die Zahl der Seeleute 
wird zu 26,312, jene der Ackerbauern zu 229,259 angegeben. Die 
Masse der Volkes lebt höchst ärmlich ; Vto gemessen nur zu Ostern 
Fleisch; Vio -können sich nur Maiskneben statt Brodes verschaffen; 
in vielen Gegenden bilden Milch und Kräuter die ausschliessliche 
Nahrung (siehe: la Grèce contemporaine, par Ed, About, Paris, 1854). 
Von den 7700,000 liectaren Laudes sind freilich 2^/g Mill, durch 
Felsen und Berge, 800,000 durch M^aldungen eingenommen ; allein 
auch vom Beste ist kaum Yß wirklich angebaut; und obwohl die Be 
völkerung, mit Ausnahme der Inseln, wesentlich eine ackerbauende 
ist, muss das Land dennoch Getreide cinführen. Der Grund liegt 
wohl hauptsächlich darin, dass es so wenig freies Bodeneigenthum 
gibt. Ungeheure Ländereien befinden sich im Besitze der todten 
Hand, der Kirchen und Klöster; von anderen muss dem Staate der 
Zehnte, ja mitunter ein doppelter und ein dri tth a Ib fach er Zehnt 
entrichtet werden, wodurch der Anbau mancher Producto geradezu 
unmöglich gemacht ist. Dazu eine enorm hohe Grundsteuer. Die 
Regierung hinderte ausserdem die Bodencultur dadurch, dass sie nach 
der Revolution von jedem Bebauer einer Länderei den speciellen 
Nachweis seines rechtlichen Besitzes forderte (in einem Lande, in 
welchem so wenig verbrieft ward, und nach einem solchen Revolu 
tionskriege !) und in dessen Ermanglung sie die Immobilien als 
Staatseigenthum beanspruchte. — Gewerbsin du strie fehlt bei 
nahe gänzlich. Sie und der Handel sind u. a. namentlich dadurch 
gehemmt, dass von allen Prodiicten, welche aus einem in den andern 
griechischen Hafen eingeschifft werden, immer wieder der Zoll entrichtet 
werden muss. — Es mangelt an guten Strassen; höchstens sind 
50 Meilen Chausseen hergestellt; eine Berechnung aus dem Jahre 
1854 nimmt nur 30 Meilen an. Es fehlt ferner an Capitalien; 
trotz der Bank steht der Zinsfuss oft auf 15—20 Proc. 
Handel Einfuhr Ausftihr 
1851 25’819,702 13’851,202 Dr. 
52 24’982,205 10’402,212 
53 20709,960 8788,890 I Ohne Korintheriexport, der durch die Trauben- 
54 21770,182 6 799,211 Í kraukheit fast gänzlich vernichtet ward. 
Der Hauptverkehr war 1854 mit folgenden Ländern: 
F rankreich 
Deutschland u. Oesterreich 
England 
Italien 
Russland 
Türkei 
Einfuhr von Ausfuhr nach 
9718,654 1752,516 
4’448,266 1448,650 
4729,641 908,279 
1740,567 639,494 
34,163 1’443,581 
1’146,176 
■fltmdelsmarine. Diese hat sich bedeutend emporgeschwungen, 
trotzdem es den Rhedern an Geld fehlt, um Dampfschiffe zu bauen, 
und obwohl Griechenland erst einen Leuchthurm besitzt (zu Syra). 
Der Stand der Marine wird so angegeben:
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Meyer & Zeller, 1857.
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