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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

18 
GROSSBRITANIEN — Militär (Landmacht). 
am Bosporus und zu Scutari 660. In der Folge ward allerdings für 
Verpflegung der Mannschaft ausgezeichnet gesorgt, so dass ihr Zustand 
besser als der der Franzosen wurde. 
In allen Kriegen gelangte das engl. Heerwesen erst nach längerer 
Zeit zu seiner Entwicklung. Eine gewisse Schwerfälligkeit hindert die 
Entfernung des Schlendrians. Je länger der Krieg dauert, desto ent 
schiedener gestaltet sich die Armeeverfassung zum Bessern. 
Beim Beginne des grossen Krieges, 1792, bestand die britische 
Militärmacht aus 60 — 70,000 M. ; 20,000 davon wurden nach den 
Niederlanden gesendet. 1794 erfolgte eine Vermehrung von 30,000 M. 
1807 war der Gesammtstand 182,876, wovon 60,000 für eine Expe 
dition nach dem Auslände disponibel. — 1811 stellte Grossbritanien 
(damals [ohne Irland] mit einer Bevölkerung von nur 12’096,803 
Menschen) : 
140,000 Matrosen und Seeleute , 288,000 M. Gemeindemiliz, 
287,000 M. Linientruppen, 65,000 « Reiter von der Yeomanry. 
83,000 5 regelmässige Miliz, 818,000 Krieger zu Land u. zur See. 
Auch im russischen Feldzuge erfolgte die Entwicklung langsam. 
— 18^^/aj hatte das Heer 102,283 M., ohne die europ. Truppen in 
Indien, 18'^%.,; 112,977, 18’'*V56 178,645. Nach dem ersten Budget- 
entwurfc für 18®V57 sollte die Ijaudmacht auf 246,716 M. gebracht 
werden (die Beendigung des Krieges führte natürlich zu einer Reduktion). 
Eine Notiz von Anfang 1856 berechnete die gesammte Kriegsmacht: 
Stehendes Heer (mit den Truppen in Indien) 275,000 Mann 
Einberufene Miliz ..... 127,000 * 
Freiwillige ....... 14,500 » 
Indische Armee ...... 250,000 » 
Zus. gegen 670,000 Mann. 
Den Menschenverlust im ganzen Kriege gab das Ministerium im 
Mai 1856 im Parlamente zu 22,450 Mann an. 
Sterblichkeit der Truppen, in Grossbritanien selbst kommen durch 
schnittlich auf 1000 M. 15 Sterbefälle jährl. (H. Marshall, on the en 
listing of soldiers, Edinburgh 1839). In den auswärtigen Besitzungen 
ist die ' Sterblichkeit meist furchtbar. Man suchte durch langes Be 
lassen derselben Regimenter — das „Acclimatisiren“ — dem Hebel 
zu begegnen, vermehrte dasselbe aber damit. Den Bemühungen des 
engl. Obristen 4’ulloch und besonders den wissenschaftlichen Nach 
weisungen des franz. Oberarztes Dr. Boudin gelang cs, das entgegen 
gesetzte System, das des häufigen Wechsels, wonach kein Corps über 
3 Jahre in einer Colonie verbleiben soll, sur Geltung zu bringen, 
weil, je länger der Mensch in ungesundem Clima verbleibe, desto 
hinfälliger sein Körper werde. Und nun erlangte man folgende Re 
sultate : Sterbefälle auf je 1000 M. 
des 
Wechsels 
12,2 
Colonien: 
Gibraltar 
Malta 
Ionische Inseln 
Bermudas 
Cap 
St. Helena 
des Accli- 
matisirens 
22 
18,7 
2^3 
52,1 
15,5 
33 
bei dem Systeme 
des Accli- 
18 
13,4 
11,6 
12,7 
8,8 
Colonien: 
Mauritius 
Jamaika 
Kleine Antillen 
Ceylon . 
Durchschnitt 
matisirens 
30,1 
128,6 
82,6 
75 
des 
Wechsels 
2^3 
39,7 
59.1 
44.2 
48,58 24,2
	        

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