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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

NACIITKÆGE. 
387 
Zcitungsnacliricliten) ab mit der Summe vou 63 604,023 Doll., wovon 
28’413,803 auf die Land- und Seemacht kommen. 
Zu den allgemeinen Bemerkungen. 
S. 338. Goldwährung. Soetbeers Behauptung, dass die über 
seeischen Producto im Preise herabgegangen seien, ungeachtet der 
Goldausbeute, widerlegt sich ebenfalls täglich mehr, sammt dem gan 
zen darauf gebauten Raisonnement. Schon sind namentlich die I reise 
von Kaffe und Häuten etc. äusserst bedeutend in die Höhe gegangen, 
und man wird ein fortwährendes ferneres Steigen bei Zulassung der 
Goldwährung nicht abzuwenden vermögen. Zulassung dieser Gold 
währung heisst überhaupt jetzt: Selbdherhdfiihren einer constanten 
Vertheuerung aller Bedürfnisse. Wenn von der Silberausfuhr nach 
Asien mitunter in der unverständigsten Weise geredet wird, so muss 
man fragen: ob denn irgend ein Mensch das Silber dorthin ver 
schenkt? Der stärkere Silberbedarf in Ostindien ist übrigens da 
durch erklärt, dass dort sogar die englischen Behörden (obwohl 
in ihrer Heimath an Goldwährung gewöhnt) diese bisher in Hindostán 
geduldete Goldwährung zu verdrängen und als eine Calami- 
tät für die Zukunft abzuwenden suchen. Kann darin für Deutsch 
land und die Schweiz ein Motiv zur Annahme jener nämlichen Wäh 
rung liegen? ist es nicht vielmehr eine Warnung? Man redet zwar 
nur von einer billigen Tarifirimg des Goldes im Verhältnisse zum 
Silber. Allein jede dessfallsige Tarifirimg würde sich alsbald als 
trügerisch erweisen, weil Gold überhaupt jetzt ebensowenig zum 
Maassstabe dienen kann, als Gummi elasticum zur Anfertigung von 
Metermaassen. Auch die niedrigste Goldtarifirimg würde in Kurzem 
viel zu hoch sein, und man würde die Nachtheile der Geldcrise 
verewigen, statt dieselben abzuschneiden, wie man voigibt. 
Es ist sehr wahrscheinlich, dass man dem Drängen der Zu- 
nächstbetheiligten nachgeben, und meistens die Goldwährung zulasse, 
d. h. mittelbar die Silberwährung aufgeben wird. Ganz gewiss ist es 
aber, dass man die Abwendung des jetzigen kleinen und momentanen 
Nachtheils, nur durch die Aufopferung jedes festen MaassSta 
bes für den Preis der Werthe, erkaufen kann; d, h. dass man einen 
Zustand dauernd herstellt, ähnlich demjenigen, unter welchem Oes 
terreich (in Folge der Schwankungen seiner Valuta) so viel und so 
schwer litt, alle Preisverhältnisse umstürzend, hazardspielmässig 
Gewinn und Verlust bringend.
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Meyer & Zeller, 1857.
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