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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

44 
FRANKREICH — Finanzen (Budgetpositionen). 
unmittelbare Vermögen des Staates (aus welchem unmittelbaren Ver 
mögen vor Allem die öffentlichen Bedürfnisse gedeckt werden sollten) 
verschleudert ward. Der Ertrag erscheint um so geringer, wenn man 
die Einziehung der vielen Geistlichen- und Adclsgüter während der 
Revolution erwägt. Während der ganzen Neuzeit verschleuderte man 
namentlich Staatswaldungen. Uebrigens beträgt der Werth der Do 
mänen, nach einer Schätzung vom Jahre 1856, noch immer über 1293 
Mill, (1,293’!73,804 Fr.); allein cs finden eben noch alljährlich neue 
Veräusserungen statt. 
Was die dir ec ten Steuern anbelangt, so wurden die nach der 
Februarrevolution neu aufgelegten 45 Beischlagprozente zur Grund 
steuer, im Jahre 1853 um 17 Proz. (so viel Beischlag-Centimen) wieder 
herabgesetzt, was für die Staatscasse eine Einnahmeminderung von 
26 Mill, zur Folge hatte. 
Ganz enorm finden wir die indirectcn Auflagen emporgo- 
schraubt. Besonders lästig ist die Getränkesteuer (die verhassten ehe 
maligen droits réunis)'^ äusserst fiscalisch das Enregistrement. So müssen 
bei jedem Imraobiliarverkaufe volle 4 Proz. vom Preise bezahlt wer 
den; dazu kam schon unter dem alten Napoleon eine besondere „Kriegs 
steuer“ , wodurch diese Auflage noch um 0™ 10 Proz.) erhöht 
wurde, und diesem ersten décinir de guerre hat man, wie schon oben 
erwähnt,# 1855 einen zweiten beigefügt, die A ullage also bei Immo- 
biliarveräusserungen auf 4%^ Proz., bei blosen Mobiliarversteigerungen 
auf 2Vio Proz. erhöht u. s. f. Erst mit Neujahr 1858 soll wenigstens 
die zweite Kriegssteuer aufhören. — Die in Folge der Februarrevo 
lution auf 10 Cent, für das Kilogr. (Doppelpfund) herabgesetzte Salz 
steuer erträgt dessen ungeachtet noch 35 Mill. 
Ausgaben. Ziehen wir von der Gesammtsumme des Budgets die 
blos auf dem Papiere durchlaufenden Posten (die sog. „Nichtwerthe“, 
d. h. uneinbringbare Steuern, und die Reclmungsübortragungen, mit 94 
Mill.) ab; ferner die Kosten der Steuererhebung (nach der ministeriellen 
Angabe über 164^2 Mill.), so verbleiben als Nettosumme des Gesammt- 
staatsbedarfs gegen 1340 Mill. Hievon verschlingen nun: 
Die Staatsschuld, sammt Dotationen u. Finanzverwaltung 513 Mill. = 38,28 % 
Das Militär (Land- und Seemacht) .... dßS'/j ■ = 34,59 - 
Diese beiden unproductiven Posten allein 9760^ - = 72,87 - 
Und dieses ohne die Kriegskosten. 
Der Kaiser bezieht eine Civilliste von 25 Milk Dazu kommt 
aber noch weiter der Genuss äusserst bedeutender und werthvollcr 
Domänen; und überdies erscheinen viele Ausgaben in den Staatsrech 
nungen, welche eigentlich auf den Etat der Civilliste gehörten. In 
Wirklichkeit kostet die kaiserl. Hofhaltung den Staat wohl mindestens 
40 Milk des .Jahres. (Dessen ungeachtet ist die Civilliste mit Schulden 
belastet, und engl. Blätter vom Mai 1856 geben die Grösse dieser 
Schulden zu mehr als 2 Milk Pf, St,, also über 50 Milk Fr. an.) 
Budget für 1 85 7. Obwohl der Friedensschluss erfolgt, ist 
doch das neue Budget um die enorme Summe von mehr als 100 Milk 
grösser, als das laufende, Ursprünglieh mit der Ziffer von 1695 Milk
	        

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Das Kommunale Wahlrecht. Buchh. Vorwärts, 1911.
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