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Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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Bibliographic data

Full text: Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

Monograph

Identifikator:
1002734533
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15765
Document type:
Monograph
Author:
Schloesser, Robert http://d-nb.info/gnd/117329711
Title:
Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung
Place of publication:
Mannheim
Publisher:
J. Bensheimer
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (217 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Kapitel. Einführung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Einführung
  • Zweites Kapitel. Die Güterbeschaffung der Konsumgenossenschaften
  • Drittes Kapitel. Die Güterverteilung der Konsumgenossenschaften
  • Viertes Kapitel. Entwicklungstendenzen und Entwicklungsmöglichkeiten

Full text

10 
Der Konsumverein ist seinem Wesen nach eine reine Konsumentenge- 
nossenschast, er wird zur Erwerbsgenossenschaft, soweit er Güter zu 
Erwerbszwecken vermittelt. 
Konsumgenossenschaften entstanden zuerst Ende des 18. Jahr 
hunderts. Es hat natürlich schon viel früher die gemeinsame Be 
schaffung von Bedarfsgütern gegeben, doch trug sie nur den Charakter 
der Zufälligkeit, jedenfalls konnte von einer bestimmten Form 
und Organisation keine Rede sein. In der hauswirtschaftlichen 
und ebenso in der stadtwirtschaftlichen Epoche waren Konsumvereine 
überflüssig. In der ersten fielen Produktions- und Konsumtions- 
Wirtschaft zusammen; in der zweiten gingen die Produkte direkt vom 
Hersteller zum Verbraucher über. Es bestand keine Anarchie in der 
Produktion, wie sie in der späteren „W arenproduktio n" auf 
kam. Es gab nur „Kundenproduktivn", wie es Bücher aus 
drückt. Vor allen Dingen waren es die Zünfte, welche auf die Rege 
lung der Produktion bedacht waren. Die Zünfte waren im übrigen 
keine reinen Produzentenkartelle, sondern sie vertraten auch lange Zeit 
Konsumenteninteressen, vielfach allerdings nur, weil sie dazu ge 
zwungen wurden. Bezeichnend dafür sind besonders die Preistaxen. 
Späterhin aber wird das Produzenteninteresse immer mehr vor 
herrschend und ist schließlich allein maßgebend. Wie wenig heute die 
Parität in der Güterversorgung gewahrt bleibt, sehen wir am besten 
bei den Kartellen, die ohne jede Rücksichtnahme auf den Konsumenten 
die Preise einseitig festsetzen und bei dem geringen Widerstand, den 
sie in Konsumentenkreisen finden, vielfach auch aufrecht erhalten. 
Ein anderer Mißst'and in der Bedarfsgüterversorgung ist, daß die 
Zahl der Händler, speziell der Kleinhändler im Kolonialwarenhandel, 
ins Ungeheuerliche gestiegen ist. Der Liberalismus hatte allerdings 
angekündigt, daß die Durchführung des Prinzips der freien Kon 
kurrenz dem Konsumenten nur Vorteile, nicht auch Nachteile bringen 
könne. Im Kleinhandel, besonders in der Lebensmittelbranche be 
merken wir aber oft das gerade Gegenteil: Je mehr Konkurrenten, 
desto höhere Preise. Schär gibt dafür auf Grund seiner Unter 
suchungen folgendes interessante Beispiele) 
Fleisch. 
Stadt Einwohner Schlächterei- Einwohner auf Fleischpreise 
betriebe einen Betrieb (für dieselbe Qualität) 
117 000 85 1400 85 
160 000 193 770 95 
3 ) Schär, Allgemeine Handelsbetriebslehre I. Bd. 2. Ausl. S. 255. 
i "|i 77771 » > ..m //'! 
B. 
Z.
	        

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Die Konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, Ihre Technik Und Wirtschaftliche Bedeutung. J. Bensheimer, 1914.
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