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Lexikon der Handelsgeographie

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Bibliographic data

Full text: Lexikon der Handelsgeographie

Monograph

Identifikator:
834623471
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-30699
Document type:
Monograph
Author:
Holzer, Franz
Title:
General-Zoll-Tarif für die Ein- und Ausfuhr aller Waaren folgender europäischen Staaten: Oesterreich-Ungarn, Deutschland [usw.]
Place of publication:
Wien
Publisher:
Spielhagen & Schurich
Year of publication:
1884
Scope:
Online-Ressource
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lexikon der Handelsgeographie
  • Title page
  • Contents

Full text

466 
Schweiz (Verkehr, Finanzen, Kreditwesen). 
Staaten ; im Durchschnitt der Jahre 1864 
bis 1878 betrug der Export dorthin 45,2 
Mül. Mt. ; 1878 hatte er nicht ganz 48,7 
Mill. Mk. betragen, stieg aber 1879 auf 
55,o Mill. Mk. Die Hauptposten waren 
im letzten Jahr: Seide und Seidenwaren 
29,9 Mill. Mk., Stickereien 15,i Mill. 
Mk., Uhren und Uhrenbestandteile 4,2 
Mill. Mk., nächstdenl Stroh- und Roß- 
haargeflechte, Käse, Baunlwoll- und Woll- 
gewcbe, Leder, Musikdosen re. 
Konsulate unterhält Deutschland in: 
Basel, Genf und Zürich. 
IV. Verkehrswesen. 
Die Alpenstraßen bilden die großen 
Verkehrsadern zwischen Nord- und Süd 
europa schon seit alten Zeiten (vgl. Al 
pe nstr aß en). — Die Flüsse sind für 
den Verkehr von wenig Bedeutung, die 
großen SchweizerSeen werden aber sämt 
lich mit Dampfern befahren. Zuerst be 
gann 1823 die Dampfschiffahrt auf dem 
Genfer See, dann folgte 1824 der Boden 
see, 1826 der Lago Maggiore, 1827 der 
Neuenburger See. Eine neue Periode 
brachte die Dampfschiffahrt dem Züricher, 
Vierwaldstätter, Thuner und Murtensee 
(1835) sowie dem Brienzer See (1839); 
zuletzt kamen der Zuger See (1852), Lu- 
ganerSee (1856), Lac des Brenets(1875) 
uub der Vieler See. Gegenwärtig wer 
den sämtliche Seen von 113 Dampfern 
befahren, darunter 2 Trajektschiffc auf 
dem Bodensee. (Näheres s. unter den ein- 
zelneir Artikeln.) 
Die Eisenbahnen hatten 1. Jan. 
1881 eine Länge von 2542 km, davon 
2479 km Normal- und 63 km Spe 
cialbahnen. 1880 war die Einnahme 
von Reisenden 20,5 Mill., Gütern 23,5 
Mill., zusammen 44 Mill. Mk. — Die 
Post beförderte 1879 in 800 Büreaus 
und 2019 Ablagen: 71,746,881 Brief 
sendungen, 49,324,278 Schweizer Zeitun 
gen im Innern der S., 3,034,859 ans 
Deutschland und Österreich eingegangen, 
21,645,319 Druckschriften, Warenmu 
ster X. und Zeitschriften aus dein übri- 
gen Ausland, 845,117 Reisende. Ein- 
.BWL, 9(u#kn 10,4 
)xa?; "H' ~ elegraphen hatten 
loo ) folgende Längen: Staatstelcgra- 
Phen 6563 km Linien mit 16,058 km 
Drähten. Staatsstationen 1005, Bahnsta 
tionen 103, Zahl der Apparate 1478, Perso 
nale 1583. Befördert wurden 2,842,340 
Telegramme, darunter 1,751,018 interne 
und 753,887 internationale. Die Ein 
nahmen beliefen sich 1880 ans 1,8 Mill., 
die Ausgaben auf 1,5 Mill. Mk. 
Staatshaushalt. Der Bund erhebt 
an indirekten Steuern nur Zölle; andre 
Steuern, beinahe 12 Mill. Mk., werden 
in den einzelnen Kantonen erhoben, wo 
durch sich die Last der indirekten Stenern 
pro Kopf auf 7,8 Mk. (1876 noch 10 Mk.) 
erhöht. Das Budget für 1881 stellte die 
Einnahmen auf 36,390,800 Mk., die Aus 
gaben auf 36,648,400 Mk. Die Haupt- 
posten der Einnahmen waren Zölle 12.4, 
Post 12,3 Mill. Mk.; bei den Ausga 
ben Militär 12,3 Mill. Mk. — Die 
Staatsschuld belief sich Ende 1879 
M bäum 23,5 WM. 
Mk. Staatsanleihen. Dieser Schuld steht 
aber ein Bundesvermögen von 34,g Mill. 
Mk. gegenüber. Neben der BundeS- 
schnld gab eS noch 202,2 Mill. Mk. kanto 
nale Anleihen, denen aber ein Kantonal 
vermögen von 364,9 Mill. Mk. gegenüber 
steht. Der Überschuß der Aktiva bei der 
Bundeöschuld hat sich seit 1860 um mehr 
als 13 Mill. Mk. vermindert. Der Ver- 
mögensstand des Bundes imb der Kan 
tone ist demnach (in Millionen Mark): 
Kantone . . 364,9 202,2 162,7 
Der Bund . 34,9 25,8 9,i 
Zusammen: 399,8 228,0 171,8 
Kreditwesen. 1878 besaß die S. 34 
Zettelbanken mit einem eingezahlten Ka 
pital von 84,6 Mill. Mk., 10 größere Kre 
ditanstalten und 10 Hypothekenbanken, 
zusammen 54 Bank- und Kreditinstitute 
mit einem Aktienkapital von 72 Mill. 
Mk. Das größte Aktienkapital besitzen die 
Eidgenössische Bank in Bern und dieZüri- 
cher Kantonalbank mit je 9,6 Mill. Mk. 
und die Kantonalbank von Bern mit 6,4 
Mill. Mk. Die Notenausgabe aller Ban 
ken belief sich Anfang 1878 auf 84,0 Mill.
	        

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Lexikon Der Handelsgeographie. Verl. des Bibliogr. Inst., 1882.
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