Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die sociale Lage der Handlungsgehülfen und ihre Verbesserung durch die kaufmännischen Vereine

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die sociale Lage der Handlungsgehülfen und ihre Verbesserung durch die kaufmännischen Vereine

Monograph

Identifikator:
834656833
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-87979
Document type:
Monograph
Author:
Dietrich, Bernhard
Title:
Die sociale Lage der Handlungsgehülfen und ihre Verbesserung durch die kaufmännischen Vereine
Place of publication:
Frankfurt a.M.
Publisher:
Mahlau & Waldschmidt
Year of publication:
1891
Scope:
1 Online-Ressource (49 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Die sociale Lage der Handlungsgehülfen und ihre Verbesserung durch die kaufmännischen Vereine
  • Title page
  • Contents

Full text

Als Grund dieser Erscheinung wird hauptsächlich die „Konkurrenz" 
angegeben. Fast alle Geschäftsinhaber versichern, sie würden den Verkauf 
gern unterlassen, wenn nicht die Rücksicht ans die Konkurrenz sie zwinge. 
Stichhaltiger scheint die vorgeschützte Rücksichtnahme ans die Bedürfnisse 
der Landleule in kleinen Marktstädten. 
Als nachteilige Folgen für die Arbeitnehmer wird Verkürzung des 
Gehalts genannt, die Angaben schwanken über die Höhe der Kürzungen 
von M. 20—300.— jährlich. Auch bezüglich der moralischen Entwicklung 
der Gehülfen werden Besorgnisse ausgesprochen. Man fürchte, daß, wenn 
den, zunächst nicht ortsansässigen, jungen Leuten der ganze Tag frei ge 
geben werde, dieselben dem Hange zum Leichtsinn nachgeben, in schlechte 
Gesellschaft geraten, ihre persönlichen Bedürfnisse für Vergnügungen, Aus 
flüge rc. steigern, größere Ausgaben machen und vielleicht auch in einzelnen 
Fällen der Verführung ausgesetzt werden würden, sich aus Kosten des 
Prinzipals schadlos zu halten. Namentlich das weibliche Personal sei bei 
größerer Freiheit nur dem Leichtsinn und der Verführung preisgegeben, 
wenn dasselbe sich beschäftigungslos herumtreiben werde. In allen Fällen 
würde die Disziplin, besonders in großen Städten, sich sehr bald 511m 
Schaden der Kaufherrn und der jungen Leute lockern. 
Man muß sich darüber wundern, daß dieser Standpunkt zum Teil 
von kaufmännischen Vereinen geteilt wird. Die Handlungsgehülfen in der 
Stadt Königsberg haben sich für eine möglichst weitgehende Einschränkung 
der Sonntagsarbeit ausgesprochen. In anderen, sowohl in großen wie 
in kleinen Städten haben sie dies nicht in gleichem Maße gethan. Viele 
fürchten einen mehr oder minder erheblichen Lohnausfall und meinen, wenn 
sie mehr freie Tage hätten, würden sie nur mehr Geld aus 
geben. Die meisten erklärten, sie wären zufrieden, wenn sie alle 14 Tage 
einen freien Nachmittag hätten.*) 
Die Frage der Regelung der Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe ist 
inzwischen durch die in zweiter Lesung gefaßten Beschlüsse des Reichstags zur 
Gewerbenovelle zu einem, man darf wohl sagen, im allgemeinen befriedigenden 
Abschluß gelangt. Es werden sich demnach voraussichtlich die Resorm- 
bestrebungen im Handelsstande in der nächsten Zukunft mehr der Abstellung 
von Mißständen in der täglichen Arbeitszeit zuwenden. 
Aus den Angaben über die Sonntagsarbeit diirfte aber wohl der 
Rückschluß nicht ungerechtfertigt sein, daß auch die tägliche Arbeitszeit, 
hauptsächlich im Kleinhandel, manche Härten mit sich bringt. Ob aber im 
Handelsgewerbe eine neunstündige Arbeitszeit durchführbar ist, wie sie in 
den „Kaufmännischen Blättern" (81,3) gesorden wird, erscheint fraglich. Die 
„Kaufmännischen Blätter" machen auch selbst aus die Schwierigkeit der 
Durchführung aufmerksam, wenn sie schreiben: „Die Arbeit des Hand 
lungsgehülfen ist eine zu verschiedenartige, als daß sich dieselbe in eine 
Norm der Zeit zwingen ließe. Der Kassierer im Bankgeschäft, der Reisende, 
der Verkäufer im Materialwarengeschäft, der Waterclerk, alle müssen zu so 
*) Dieser Eindruck wird wohl nur durch den nichts weniger als objektiv ge 
haltenen Gesamtbericht über die fragt. Enquête hervorgerufen. 
Der Herausgeber.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Sociale Lage Der Handlungsgehülfen Und Ihre Verbesserung Durch Die Kaufmännischen Vereine. Mahlau & Waldschmidt, 1891.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.