Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
  • enterFullscreen
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Contents: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Monograph

Identifikator:
890236992
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15675
Document type:
Monograph
Author:
Wehberg, Heinrich http://d-nb.info/gnd/1054450218
Title:
Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XIII,170 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 1891
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

70 Zweiter Teil. Landet. III. Zur Geschichte von Landet und Industrie. 
Empfang ein. Wie Ritterbürtige damals Kaufmann wurden, — jener Wimar in 
Laon „war aus Ritterblut geboren" — so konnten Kaufleute auch zu Rittern ge 
schlagen werden. So empfängt im guten Gerhard der Sohn des Alten die Ritter 
weihe. Immerhin war ihm aber doch damit eine besondere Ehre erwiesen: 
„Din sun der ist ein koufman 
Und noch ein harte stolzer kneht 
Der sol dienstmannes reht 
Emphähen unde leiten swert, 
In nterschefte werden wert. 
Der weide höchste werdekeit 
Bejagt ein man, der wäpen treit 
Alsus wil ich dich stiuren 
Und dtne saelde tiuren“. 
Es war also in dieser Zeit noch der Landet durchaus mit der Ritterwürde ver 
einbar, und erst die unfreiwillige Auswanderung vieler alter Geschlechter aus der Stadt, 
das Leraufkommen der reichen Zünftler und ihre Versippung mit der kaufmännischen 
Stadtaristokratte brachten eine Spaltung zwischen dieser und dem nunmehrigen Land 
adel hervor. Eine Ausgleichung der Standesunterschiede darf man jedoch nicht an 
nehmen. Eine Ehe zwischen Ritter und nicht ritterbürtiger Kaufmannstochter blieb 
Mesalliance. — Die ritterliche Lebenshaltung war für den Großkaufmann übrigens 
noch lange ein Muster, auch als der Glanz des Rittertums immer mehr erblaßte. 
Er geizte nach dem Ritterschild, und seine Lausfrau suchte bunte rittermäßige Kleidung 
und Ringe zu tragen. Ritterliche Spuren tragen die kaufmännischen Genossenschaften 
wie die des Artushofes in Danzig noch lange. Es klingt wie das Testament eines 
Ritters, wenn lUmcm Stromer im 14. Jahrhundert lehtwillig bestimmt, daß all' sein 
Larnisch und Waffen, sowie seine Lehngüter — Landgüter sind damals ein regelmäßiger 
Besitz reicher Bürger — den Söhnen anheimfallen sollen, daneben kommt freilich die 
Papierfabrik. 
Es führen uns diese Fragen auf das soziale Ansehen, das der kaufmännische 
Beruf als solcher damals hatte. Im klassischen Altertum hat derselbe eigentlich vor 
wiegend in Mißachtung gestanden: auch der Großhandel der späteren Zeit hat nur 
praküsch, aber nicht theoretisch darin etwas geändert. Dem feudalen System des Mittel 
alters konnte jene Anschauung auch nur entsprechen. Schärfer aber noch wirkte in 
bezug auf die theoretische Beurteilung jene Macht, in der sich das gesantte geistige 
Leben konzentrierte, die Kirche. Praktisch hat die Kirche wie die gesamte materielle 
Kultur so auch den Lande! in richtiger Erkenntnis der Bedürfnisse der Bevölkerung 
außerordentlich gefördert, theoretisch hat sie ihn aufs schärfste verurteilt. In bezug 
auf das weltliche Leben war das kirchliche Ideal ja überhaupt schlechthin negativ: es 
hieß Askese und Weltverneinung; ein Ideal, das sich aber nur in gewissen Zeiten 
stärker in den Gemütern der Menschen festsetzen konnte und festgesetzt hat. So war 
auch schon der Reichtum als solcher, den das klassische Altertum sehr hoch geschäht hatte, 
der Kirche in der Theorie verhaßt. Da kann die Verurteilung des Landels nicht 
wundernehmen. Freilich hatten die wirklichen Verhältnisse schon früh dazu geführt, 
daß sogar die Geistlichen selbst Lande! trieben. And die wiederholten Verbote lassen 
auf Beibehaltung dieser Gewohnheit noch lange schließen. Verboten wurde aber den 
Geistlichen die Betreibung eines kaufmännischen Geschäfts wie die Beteiligung an einem 
solchen fortwährend, so von den Synoden zu Köln 1260, zu Magdeburg 1261 usw. 
Die ganz strengen Beurteiler hätten aber am liebsten den Lande! überhaupt verboten; 
so Duns Scotus, weil derselbe zur Gewinnsucht führe. Thomas von Aquino wünschte 
weitgehendste Einschränkung: nur der Befriedigung notwendigster Lebensbedürfnisse
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.