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Die sociale Lage der Handlungsgehülfen und ihre Verbesserung durch die kaufmännischen Vereine

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Bibliographic data

fullscreen: Die sociale Lage der Handlungsgehülfen und ihre Verbesserung durch die kaufmännischen Vereine

Monograph

Identifikator:
834656833
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-87979
Document type:
Monograph
Author:
Dietrich, Bernhard
Title:
Die sociale Lage der Handlungsgehülfen und ihre Verbesserung durch die kaufmännischen Vereine
Place of publication:
Frankfurt a.M.
Publisher:
Mahlau & Waldschmidt
Year of publication:
1891
Scope:
1 Online-Ressource (49 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die sociale Lage der Handlungsgehülfen und ihre Verbesserung durch die kaufmännischen Vereine
  • Title page
  • Contents

Full text

wieder zum Kleinhändler zu kommen, wenn es borgen muß. Dieser Kamps 
zwischen Groß- und Kleinbetrieb spielt sich übrigens oft nicht so offen ab, 
als er eben geschildert wurde, weshalb er von vielen noch nicht genügend 
beachtet wird. Große Warenhäuser in Hamburg z. B. gewinnen Geschäfte 
im ganzen Reiche als Filialen, lassen denselben aber ihre eigne Firma, 
trotzdem alle Waren von der Centrale aus besorgt werden und den Filialen 
nur eine Provision bleibt. Im Rheinland centralisieren Angehörige einer 
Familie mit scheinbar selbständigen Geschäften an verschiedenen Orten ihren 
Warenbezug ebenso. Das sind lauter versteckte Anfänge zur Zusammen 
legung mehrerer kleiner Geschäfte in ein großes. 
Hier waren diese Erscheinungen und ihr immer häufigeres Vorkommen 
so eingehend zu erörtern, weil gerade sie schließlich als eine der speziellen 
Hauptursachen der verbesserungsbedürftigen Lage der Handlungsgehülfen 
bezeichnet werden müssen. 
Der ins Gedränge geratene Kleinhändler mit geringen Mitteln kann 
nämlich sein kleines Personal beim besten Willen nicht gut bezahlen, und 
wird durch die Macht der Umstände zur Lehrlingszüchterei und zur über 
mäßigen, meist mechanischen Ausnutzung seiner Hülsskräfte gedrängt, wes 
halb aus solcher Schule gar keine richtig vorgebildeten Gehülfen hervor 
gehen können. Die großen und größten Geschäfte aber haben einen oben 
noch nicht erwähnten, außerordentlich wichtigen Betriebsvorteil in weit 
gehender Arbeitsteilung. Im Warengeschäft bilden sie Specialitäten aus, 
z. B. Anslagenarrangeure, Kassierer, Verkäufer, Lageristen. Im Comptoir 
wird das Personal vorteilhaft nach englischem Muster in zwei Klassen 
getrennt. Die größere Anzahl der Cvmptoiristen sind bloße Schreibkräfte, 
welche registrieren, kopieren n. s. w. Daneben sind nur einige wenige 
leitende und gut geschulte Kräfte (in England Clercs genannt) für den 
Buchhalter-, Korrespondenten- u. s. w. Posten nötig. Das Ganze arbeitet, 
ähnlich wie in einer Fabrik mit Direktor, Aufseher und Arbeitern, exakt,, 
schnell und relativ billig. Es ist klar, daß auch aus dieser Mehrzahl mehr- 
mechanisch thätiger Kräfte keine allseitig gebildeten Commis hervorgehen- 
können, und die körperlich anstrengende Beschäftigung im Kleingeschäft, sowie 
die teilweise Entbehrlichkeit großer Kenntnisse für die Spezial- und Schreib 
posten im Großbetriebe bewirken es, daß das eifrige Wirken für kauf 
männische Fortbildungsschulen, das man an vielen Orten nur mit der 
größten Anerkennung verzeichnen kann, fruchtlos bleibt. Die Lehrlinge und 
Gehülfen sind einesteils am Abend zu müde, um sich noch fortbilden zu 
lassen oder selbst fortzubilden, und es wird anderenteils manchmal gar nicht 
viel mehr von ihnen verlangt, als ein gewandter Schreibdienst. Ans diesen 
Gründen fehlt der tüchtige gebildete Nachwuchs, aus diesem Grunde reißen 
die kurzen Kündigungsfristen und die Prvbeangagemeuts, sowie das Volon 
tärwesen ein, aus diesen Gründen kann in größeren Geschäften mit Arbeits 
teilung auch die billigere weibliche Arbeitskraft herangezogen werden, und 
deshalb sind die Gehalte vielfach so niedrig, was beim Handlungsgehülfen 
noch mißlicher ist. als beim Arbeiter, weil der letztere gesellschaftlich gar 
nicht zu repräsentieren braucht, während der Handlungsgehülfe in Kleidung,
	        

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Leben Und Lehre Des Buddha. Druck und Verlag von B.G. Teubner, 1910.
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