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Die Zollgesetze der österreichisch-ungarischen Monarchie nach dem gegenwärtigen Stande der Gesetzgebung nebst allen auf die Einhebung und Verwaltung der Zölle Bezug habenden Vorschriften und Erlässen

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Bibliographic data

fullscreen: Die Zollgesetze der österreichisch-ungarischen Monarchie nach dem gegenwärtigen Stande der Gesetzgebung nebst allen auf die Einhebung und Verwaltung der Zölle Bezug habenden Vorschriften und Erlässen

Monograph

Identifikator:
834699508
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-88487
Document type:
Monograph
Author:
Zauschner, E.
Title:
Die Zollgesetze der österreichisch-ungarischen Monarchie nach dem gegenwärtigen Stande der Gesetzgebung nebst allen auf die Einhebung und Verwaltung der Zölle Bezug habenden Vorschriften und Erlässen
Place of publication:
Wien
Publisher:
Beck
Year of publication:
1871
Scope:
1 Online-Ressource (LVII, 525 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Marron 
268 
Marzipan 
Grunde dunkle Zeichnungen gleich zerfallenen 
Bauten zeigt, ferner der Brocatello mit sehr 
kleinen Bruchstücken, die Breccia Paonazza mit 
weißen Flecken in schwarzer Grundmasse, die 
violett und weiße violetta antica u. a. — Die 
dritte Art, der zusammengesetzte Marmor, 
hat sedimentären Ursprung und zeigt infolge 
dessen nicht nur Flecken und Adern, die durch 
fremde Mineralien (Chlorit, Serpentin) hervor 
gerufen werden, sondern auch zahlreiche Ein 
schlüsse organischer Reste, wie Muscheln, Schnek- 
ken, Kopffüßler, die im Schliff oft schön hervor 
treten. Der bekannteste dieser sog. Muschel- 
marmore ist der Lumachell-M. von Bleiberg 
in Kärnten, der wegen der Anwesenheit von 
Ammonitenschalen im schönsten Regenbogen 
glanze schimmert. Andere Vorkommnisse linden 
sich in Italien, Belgien (St.-Annen-M.), Thürin 
gen, bei Altdorf in Bayern, bei Ischl usw. Die 
Breccien- und zusammengesetzten Marmore wer 
den in der Regel nur als Ornamentsteine (Ar 
chitekturmarmor) benutzt. — Außer den vor 
genannten gibt es noch eine große Reihe anderer 
Marmorlagerstätten, vor allem Portugal, mit fei 
nem weißen und schwarzen M., Savoyen mit 
grauem M., Sardinien, Korsika und Algier, wo in 
wieder aufgefundenen alten Römerbrüchen rein 
weißer, rötlicher, gelber und schön schwarzer, 
weiß geaderter M. gefunden wird. Auch Spanien 
ist reich an schönem M., der aber noch wenig 
abgebaut wird. Frankreich hat farbige Marmor 
sorten in den Pyrenäen und Vogesen, Belgien, 
eines der an M. reichsten Länder, besonders in 
der Gegend von Narnur und Gent, schönen 
schwarzen M. Deutscher M., der meist in 
grauen und braunen Tönen sowie schwarz und 
weiß gemustert, selten in lebhaften Farben vor 
kommt, wird vor allem zu Grabsteinen, Platten 
und ähnlichen Bildhauerarbeiten benutzt. Aus 
Thüringen kommen die Kinderspielkugeln 
(Schusser, Märbein, Murmeln, Knippei) in gro 
ßen Mengen in den Handel. Blankenburg am 
Harz, Habelschwerdt in Schlesien, Bayreuth in 
Bayern, Böhmen, Salzburg (rötlicher M. vom 
Untersberg), Recklinghausen, Nassau sind als 
weitere Fundorte zu nennen. — Die feinsten 
Marmorsorten werden zu den Arbeiten der Bild 
hauerkunst, kleinere Stücke zu kunstgewerblichen 
Gebrauchsgegenständen wie Urnen, Uhren und 
dergleichen, die übrigen M. zu architektonischen 
Verzierungen, Säulen, Tischplatten, Wandbeklei 
dungen verarbeitet, doch nimmt man zu letzteren 
Zwecken vielfach nur in dünne Tafeln zersägte 
Furniere. Die Färbung wird oft durch künst 
liche Mittel, Behandlung mit Silbernitratlösung 
(dunkelrot), Goldlösung (purpur), Grünspan 'grün), 
Drachenblut, Gummigutti aufgebessert. Sonst 
nicht verwendbare Stücke wandern in den Kalk 
ofen. 
Marron (Kastanienbraun, Chatin) nennt 
man verschiedene braune bis braunrote Teer 
farbstoffe, welche bei der Darstellung des 
Fuchsins als Nebenprodukte gewonnen werden. 
Marron NI ist ein phosphorhaltiges Fuchsin 
(s. d.), Marron S ein unreines Säurefuchsin. 
Marsala, der bekannteste und beliebteste der 
süßen Likörweine Sizi iens, ist stark und feurig, 
dem Madeira etwas ähnlich, aber süßer. Die 
Farbe ist dunkelgelb, doch gibt es auch roten M. 
Der Alkoholgehalt beträgt n,6g, der Extrakt 
gehalt 6,4 g, der Zuckergehalt 3,3 g. 
Martiusgelb, ein im Jahre 1864 von Martins 
entdeckter Nitrofarbstoff, besteht aus dem Na 
trium- oder Kalksalze des 2,4-Dinitroalpha- 
naphtols, C 10 H 5 (NO 2 ) 2 OH, das durch Einwir 
kung von Salpetersäure auf a-Naphtoldisulfosäure 
oder Nitrosonaphtolsulfosäure dargestellt wird. 
Der auch als Naphtolgelb, Naphtalingelb, 
Manchestergelb, Naphtylamingelb, Cha- 
nahlgelb, Jaune d’or bezeichnete Farbstoff 
erscheint als orangegelbes Pulver oder in'Form 
gelbroter Kristalle und ist. in Wasser, Alkohol 
und Spritlacken löslich. M. färbt Wolle und 
Seide ohne Beizen gelb in den verschieden 
sten Tönen und ist außerordentlich ergiebig, so 
daß 1 kg des Farbstoffs für 200 kg Wolle aus 
reicht. Die früher geübte Benutzung des M. 
zur Färbung von Nahrungsmitteln (Nudeln) ist 
unzulässig, weil der Farbstoff giftig ist. 
Marunken nennt man sowohl eine Art kleiner 
gelber Aprikosen, wie auch große gelbe Eier 
pflaumen, die entweder frisch oder auch ge 
trocknet und in Zucker eingemacht in den Han 
del kommen. 
Marzipan (frz. Massepain, engl. Marchpain) ist 
ein seit uralten Zeiten bekanntes Erzeugnis der 
Zuckerbäcker oder Konditoreien, dessen Name 
sich von dem lateinischen „marci panis“ (Mar 
kusbrot) ableiten soll, wennschon nicht feststeht, 
ob er dem Heiligen Markus oder einem sagen 
haften Klosterkoch, dem angeblichen Erfinder 
des M. zu Ehren gewählt wurde. Zuerst findet 
sich die Bezeichnung in den Lübeckischen Zunft 
rollen um 1530. Als Ausgangsmaterialien haben 
jederzeit nur Mandeln und Zucker gedient, und 
zwar erfolgt die Herstellung, die von den Apo 
theken an die Zuckerbäcker und von diesen auch 
an einige Großbetriebe übergegangen ist, in der 
Weise, daß die gebrühten und geschälten süßen 
Mandeln fein zerrieben und mit dem Staubzucker 
vermischt werden, worauf kurzes Erhitzen (Rö 
sten) in offenen Kesseln die Bildung einer gleich 
mäßigen formbaren Masse bewirkt. Bei der 
neuerdings von Oetker in Altona eingeführtem 
Verarbeitung der billigeren bitteren Mandeln 
wird zunächst durch längere Einwirkung von 
Wasser und dem in den Mandeln enthaltenen, 
■ Emulsin eine Spaltung des bitter schmeckenden 
Amygdalins in Bittermandelöl und Blausäure be 
wirkt, die dann bei dem anschließenden Röst 
prozeß in flüchtiger Form entweichen. 'Das nach 
dem einen oder anderen Verfahren erhaltene 
Rohmarzipan (Marzipanmasse), das nor 
malerweise aus 2 /s Mandeln und Vs Zucker be 
stehen und nicht mehr als 17% Wässer enthalten 
soll, bildet das Ausgangsmaterial für die Be 
reitung des angewirkten M- und der ge 
formten M.-Waren (Tiere, Früchte, Figuren, 
Torten), die, abgesehen von Aromastolfen wie 
Orangenblüten- und Roseonwasser, lediglich einen 
Zusatz von höchstens der doppelten Menge 
Zucker und, zur Vermeidung des Rissigwerdens, 
von geringen Mengen Stärkesirup (bis zu 3,5 0 jo) 
erhalten. Zusätze von mehr Stärkesirup sowie 
von Mehl und den Samen anderer Früchte (Apri 
kosen-, Pfirsich-, Pflaumenkerne, Pistazien, Erd 
nüsse u. dgl.) sind als Verfälschung anzusehen. 
Gänzlich aus derartigen Mandelersatzstoffeh
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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