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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
836084659
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-28892
Document type:
Monograph
Author:
Ricardo, David
Title:
Oeuvres complètes
Place of publication:
Paris
Publisher:
Guillaumin
Year of publication:
1847
Scope:
1 Online-Ressource (XLVIII, 752 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II. Adam Smith. 
65 
' Er zieht zugleich die Folgerungen aus diesem Gedanken. Da es 
im allgemeinen die Arbeit, und nicht allein der Boden ist, der den 
Reichtum erzeugt, so ist es auch nicht die Arbeit einer einzigen 
Klasse, die der Landleute, sondern die Arbeit aller Klassen, die 
Arbeit des ganzen Volkes, die produktiv ist. Die in einem Lande 
jährlich erzeugten Güter sind das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit 
aller, die dort arbeiten. Sie entstehen aus^ ihrem Zusammenarbeiten, 
ihrer „Kooperation“, wie er selbst schreibt. So gibt es keinen Unter 
schied mehr zwischen sterilen — nur die Müßiggänger sind steril — 
und produktiven Klassen, sondern eine große W erkstatt, wo alle 
verschiedenen Tätigkeiten zusammen an dem Reichtum der Gesamt 
heit arbeiten. Die Stelle, in der A. Smith diesen Gedanken ausführt, 
ist wohlbekannt und verdient hier ausführlich angeführt zu werden: 
‘ „Welch mannigfaltige Arbeit ist ferner nötig, um die Werkzeuge 
des geringsten unter diesen Arbeitern hervorzubringen! Von so 
komplizierten Maschinen, wie es ein Schiff, eine Walkmühle, oder 
selbst ein Webstuhl ist, gar nicht zu reden, wollen wir nur betrachten, 
welch mannigfaltige Arbeit dazu erforderlich ist, jene höchst einfache 
Maschine, die Schafschere, mit welcher der Schäfer die V olle ab- 
schert, zu verfertigen. Der Bergmann, der Erbauer des Hochofens, 
der Holzfäller, der Köhler, welcher Kohlen für die Schmelzhüttte be 
lltet, der Ziegelstreicher, der Maurer, die Arbeiter, welche den Ofen 
zu besorgen haben, der Mühlenbauer, der Grobschmied, der Schmied: 
sie alle müssen ihre verschiedenen Arbeiten vereinigen, um sie zu 
erzeugen. ' Wollten wir auf dieselbe Weise alle verschiedenen Teile 
seines Anzuges und Hausrates untersuchen, das grobe, leinene Hemd, 
welches er auf dem Leibe trägt, die Schuhe, die seine Füße bedecken, 
daß Bett, worauf er liegt, und all die verschiedenen Teile, woraus es 
besteht, den Rost in der Küche, auf dem er sein Speisen zubereitet, 
die Kohlen, die er dazu braucht und die dem Erdinnere entgraben 
Un d ihm vielleicht durch eine lange Land- und Seefahrt zugeführt 
Worden sind, alle anderen Gerätschaften seiner Küche, alles iisch- 
geschirr, die Messer und Gabeln, die irdenen oder zinnernen Teller, 
denen er seine Gerichte aufträgt und schneidet, die verschiedenen 
ände, die mit Bereitung seines Brotes und Bieres beschäftigt sind, 
dle Glasfenster, die Wärme und Licht hereinlassen, Wind und Regen 
abhalten, samt aller Kenntnis und Kunst, welche erforderlich war, 
dlese schöne, glückliche Erfindung vorzubereiten, ohne welche diese 
n °rdlichen Teile der Erde kaum eine sonderlich behagliche Wohnung 
^halten konnten, dazu endlich die Werkzeuge all der verschiedenen 
Arbeiter, die mit Hervorbringung der verschiedenen Genußmittel be 
schäftigt sind — wenn wir, sage ich, alle diese Dinge betrachten und 
erwägen, 
Oid 
welche Mannigfaltigkeit der Arbeit an jedes derselben ver- 
e Eist, Gesch. d. Volkswirtschaft!. Lehrmeinungen.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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