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Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes

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Bibliographic data

fullscreen: Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes

Monograph

Identifikator:
844100943
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-94613
Document type:
Monograph
Title:
Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes
Place of publication:
Wien
Publisher:
Selbstverl.
Year of publication:
1881
Scope:
1 Online-Ressource (95 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes
  • Title page

Full text

—» 6 % *— 
kommnung entgegenzuführen. Nichtsdestoweniger fand die Gesellschaftsverwaltung bei der 
Regierung nur geringes Entgegenkommen. Verhandlungen darüber wurden zwar nicht ollen 
abgelehnt, sie zogen sich aber in die Länge. 
1805 öffneten sich noch einmal alle Schleussen des Missgeschicks, um behindernd und 
lähmend auf die Schiffahrt einzuwirken. Störenden Hochfluthen im Spätfrühling folgte alsbald 
ein seit Menschengedenken nicht dagewesener Wassermangel, welcher alle Quellen und Ströme 
des südöstlichen Europas versiegen zu machen drohte. Vom Monate Juli angefangen konnten die 
Schiffe auf 390% Meilen, also auf dem grösseren Theile des 715% Meilen umfassenden Schiff 
fahrtsgebietes, nur mit einem Drittel ihrer Ladungsfähigkeit befrachtet werden, auf anderen 
Linien geraume Zeit gar nicht verkehren, während gegen Ende des Monates November die 
Thätigkeit auf mehreren Strecken gänzlich eingestellt werden musste. Dazu kam im Monate 
August der Ausbruch der Cholera an der untersten Donau, wodurch die Reisenden von der 
Benützung der Donauroute nicht minder abgeschreckt wurden, als durch die auf beiden Ufern 
eingeführte Quarantaine. 
Also wieder ein unvermeidlicher Erträgnissausfall, zu dessen Deckung ein Staats 
zuschuss erforderlich war ; aber doch nur ein Rückgang der Passagierfrequenz um 4000 Per 
sonen und sogar eine Frachtenzunahme um 4-75% ! — 
Mit 1866 begannen endlich die Jahre aufsteigender Linie. Obwohl die Drangsale eines den 
grössten Theil unseres Vaterlandes verheerenden Krieges, die Fortdauer der allgemeinen 
Unsicherheit und Entmuthigung nicht geeignet waren, Hoffnungen auf ein günstiges Erträgniss 
zu erregen, so erreichten doch die Einnahmeziffern in Folge der energischen Ausnützung des 
B'etriebsmateriales und der unablässigen Unterstützung des Exportes durch ein rationelles Tarif 
system eine Höhe, welche nicht allein gestattete, jeglichen Zuschusses von Seite des Staates 
zu entrathen, sondern überdies einen Ueberschuss von 546.892 ff. ergab. Es hätte eine 
9* 82 %ige Dividende vertheilt werden können, wenn dies nicht die Bestimmungen des Garantie 
vertrages verwehrt hätten. 
Dabei hatte sich der Schiffspark blos um 4 aus dem Bestände der k. k. Kriegsmarine 
erworbene Dampfboote von 400 Pferdekräften vermehrt. 
Die Frage war nunmehr die, ob die Leistungsfähigkeit der gesellschaftlichen Unter 
nehmung mit dem Entwicklungsgänge des Verkehres vollkommen gleichen Schritt werde zu 
halten vermögen. Leider konnte diese Frage nicht unbedingt bejaht werden. Die Bestimmungen 
der Garantieverträge standen hindernd im Wege; denn auch das neue Additionalüberein 
kommen, welches zwischen der Gesellschaft und der Regierung vereinbart worden war, aber noch 
der kaiserlichen Genehmigung harrte, gewährte nur eine unzureichende Aushilfe. Das in dem 
Zusatzverträge von 1861 für Schiffsreparaturen und Nachschaffungen, sowie zur Rücklösung 
von 12.000 Actien, ausgeworfene Jahrespauschale wurde von 2,000.000 ff. auf 2,300.000 fl. 
erhöht. Der Termin für die Einlösung der noch restlichen 6000 Actien wurde eventuell auf 
12 Jahre ausgedehnt, die Einstellung der Zinsen von zwei Millionen Gulden der ehemaligen 
schwebenden Schuld in die Betriebsrechnung gestattet, die in letztere einzurechnende Quote 
der Einkommen- und Erwerbsteuer sammt Zuschlägen von 73.687 fl. auf 101.000 fl. erhöht, 
und endlich der an den Staat rückzuzahlende Gewinnüberschuss des Jahres 1866 im 
vorerwähnten Betrage von 546.892 fl. der Gesellschaft als unverzinsliches Darlehen zur 
theilweisen Tilgung der von ihr für Nachschaffungen und Reparaturen mehr verausgabten
	        

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