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Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten

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Bibliographic data

fullscreen: Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten

Monograph

Identifikator:
844102423
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50140
Document type:
Monograph
Author:
Engel, Ernst http://d-nb.info/gnd/116486856
Title:
Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Königliche Geheime Ober-Hofbuchdruckere
Year of publication:
1861
Scope:
1 Online-Ressource (64 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten
  • Title page
  • Contents

Full text

6 
43 
Motive und Erläuterungen zu den Fragen, die Gewerbe, den Handel und Verkehr betreffend. 
1. Im Allgemeinen. Ueber den grössten Theil der durch die obigen Fragen berührten Gegenstände sind im preussischen Staate 
schon seit einer langen Reihe von Jahren gelegentlich der Volkszählung Nachrichten eingezogen worden. Es sind aber mannig 
fache Gründe vorhanden, nicht blos an der Richtigkeit vieler dieser Nachrichten, sondern noch mehr an der Vollständigkeit der 
selben zu zweifeln. Da sie keinerlei Finanzzwecken, sondern nur volkswirtschaftlichen zu dienen bestimmt sind, glaubt man den 
Weg der directen Befragung der einzelnen Industriellen und Kaufleute, Künstler und Handwerker etc. selbst beschreiten und sich 
überzeugt halten zu dürfen, dass diese Nachrichten von den Befragten in ihrem wohlverstandenen eigenen Interesse auch überall 
mit Wahrheit und Bestimmtheit werden gegeben werden. Es sind im Ganzen nur sehr wenige Fragen, die gestellt wurden. Auch 
mussten sie so allgemein wie möglich gefasst werden, damit sie für jeden Gewerbe- oder Handelsbetrieb, von welcher Art und 
Ausdehnung er auch sei, mehr oder weniger passend erscheinen. Dies bittet man bei einer etwaigen Kritik der Fragen zu be 
rücksichtigen. 
Zu 1. Die Antwort auf die 1. Frage soll dazu dienen, zunächst die Gattung des Geschäftsbetriebs in Erfahrung zu bringen. Es soll 
daraus erkannt werden, ob man es mit einer Fabrik oder mit einem Handwerk, mit einem sogenannten geschlossenen Etablisse 
ment oder mit einem sogenannten Hausindustriegeschäft, mit einem Gross- oder mit einem Kleinhandel zu thun habe. Wenn ein 
Unternehmer mehrere für sich bestehende Gewerbe- oder Handelsetablissements gleicher oder verschiedener Art besitzt, so sind 
für jedes solcher Art selbstständige Geschäft die vorgelegten Fragen zu beantworten. Arbeiten sich auch dergleichen selbstständige 
Geschäfte, wie es sehr häufig der Fall sein dürfte, einander in die Hände, so wie z. B. die Spinnerei der Weberei, die Weberei 
der Kattundruckerei, Färberei oder Appretur, die Roheisenerzeugung der Stabeisenerzeugung etc., so thut das der Sache keinen 
Eintrag. Es ist dann in der Antwort auf Frage 7 nur einfach die Werthsumme dieser Zwischenproducte, als nach Preussen und 
dem Zollverein abgesetzt, aufzuführen, (s. Erläuterungen zu 7.) 
Z u 2. Grössere Geschäfte pflegen, auch wenn sie industrielle sind, zugleich kaufmännische insofern zu sein, als sie eine kaufmännische 
Firma mit kaufmännischen Rechten führen. Unter übrigens gleichen Umständen gewinnt die Firma an Ansehen, je länger sie be 
steht. Und von dem Staate, dessen Industrie und Handel von einem gewissen und wohlberechtigten Firmenstolz beseelt ist, ist von 
vornherein zu behaupten, dass die socialen Verhältnisse zwischen Arbeitgeber undArbeitnehmer daselbst günstigere für beide Theile sind, 
als da, wo die Firmen und die Geschäfte wie die Pilze aus der Erde schiessen, aber auch eben so schnell wieder verschwinden, 
wie sie gekommen sind. Die Frage nach dem Alter der Firma hat daher eine hohe sittliche Bedeutung, weil sie namentlich in . 
ihrer regelmässigen Wiederholung zu den interessantesten Ergebnissen führt. Die Antwort darauf ist ja auch ungemein leicht. 
Zu 3. In den meisten, doch nicht in allen Fällen wird die Antwort auf die Frage nach der Gattung der Waaren schon aus der Ant 
wort auf die erste abgeleitet werden können, indess sicher nicht immer so genau, als wenn sie von den Befragten selbst gegeben 
wird. 
Zu 4, Persönliche Kräfte. Es handelt sich hier vornehmlich um die Angabe der in gewerblichen oder Handelsgeschäften unmittel 
bar, d. h. im Hause oder in dem Etablissement beschäftigten Personen. Bei Hausindustriegewerben, wie z. B. bei der Web- 
waarenfabrication, bei der Stahlwaarenfabrication, wo ein Fabrikant oder Fabrikkaufmann zwar Hunderte oder Tausende von 
Arbeitern, aber nicht (oder doch z. B. nur höchst selten) in geschlossenem Etablissement beschäftigt, wissen die Arbeitgeber selbst 
nicht genau, und können es auch nur selten genau wissen, wieviel Arbeitnehmer sie beschäftigen. Deshalb ist die Frage nach 
dieser Zahl auch nur ganz allgemein gehalten, während jene specieller ist. Es sind nun zwar mannigfache Bedenken gegen eine 
solche Frage nach der Zahl der Arbeiter geäusscrt worden. Allein abgesehen davon, dass dies am Orte des Etablissements gar 
kein Geheinmiss ist, sind solche Bedenken auch noch deshalb völlig ungerechtfertigt, weil die Zahl der Arbeiter über ein Geschäft 
ja nichts weiter sagt, als Das, was mehr oder weniger zutreffend jeder mit Localkenntniss Ausgerüstete schon weiss. Uebrigens ist 
es nicht blos die geschäftliche, sondern die sociale Wichtigkeit des Gegenstandes, welche diese Frage stellen liess. In unserer 
industriellen Zeit streitet die grosse Indutrie mehr und mehr mit dem grossen Grundbesitz um ihre Stellung und ihren Einfluss. 
Der Umfang und die Bedeutung des grossen Grundbesitzes kennt man genau, den Umfang und die Bedeutung der grossen In 
dustrie, die sich am Besten an der Zahl der durch sie beschäftigten Hände misst, kennt man aber nur sehr ungenau. 
Zu 5 und .6. Todte Kräfte. Aehnliche Bemerkungen gelten auch für die Fragen 5 und 6. Bei der Frage nach der Zahl und Gattung 
der in einem Geschäft vorhandenen Apparate, Arbeitsmaschinen etc. ist man sich dessen vollkommen bewusst, dass, angesichts 
ihrer bei gleichem Namen dennoch statthabenden grossen Verschiedenheit, die Antworten immer an Unsicherheit leiden werden. 
Allein dieser Mangel kann ohne eine ungebührliche Ausdehnung der Fragen überhaupt nicht auf dem Wege der allgemeinen statisti 
schen Befragung behoben werden. Hier muss die monographische Schilderung ergänzend eintreten. Aber die wirklich lehrreiche 
Monographie ganzer Industriezweige ist nur möglich, wenn ihr die allgemeine Statistik vorarbeitet. 
Z u 7. Die Frage nach dem Umsatz und Absatz erscheint sehr indiscret. Sie würde mit Rücksicht darauf nicht gestellt worden sein, 
wenn nicht noch höhere Rücksichten eine Bedenklichkeit in dieser Beziehung ausschlössen. Keinem Gewerb- und Handeltreibenden, 
der ein offenes Auge und Ohr für die Zeitereignisse hat, ist es unbekannt, dass sich durch den englisch - französischen Handels 
vertrag die Absatzkreise der zollvereinsländischen und also vorzugsweise auch der preussischen Industrie gänzlich zu verschieben 
drohen. Leider ist weder die amtliche Statistik des Zollvereins, noch die Preussens im Stande, mit hinlänglicher Genauigkeit 
anzugeben, wie gross die Interessen sind, welche hierbei auf dem Spiele stehen. Man ergeht sich dabei nur in \ ermuthungen. 
Begründet das nicht aber die industrielle Grösse Englands, dass dieser Staat über seine Ein- und Ausfuhr an M aaren aller Art 
aufs Genaueste Buch und Rechnung führt und dadurch in den Stand gesetzt ist, jede Veränderung sofort wahrzunehmen und ihren 
Ursachen nachzuspüren? Bevor man in Preussen nicht etwas Aehnliches thut, wird man immer im I instern tappen. Ein Glück 
ist es, dass wenigstens einige durch Sach- und Fachkenntniss hervorragende Männer das Dunkel etwas erhellen. 
Die Statistik hat indess die Aufgabe, solche der ganzen Nation nothwendigen Kenntnisse zum Gemeingut der ganzen Nation 
zu machen. Das aber, was so viele Einzelne fast bis an den Lebensnerv berührt, geht auch wieder von ihnen aus. Ohne die 
treue und zuverlässige Mitwirkung der Einzelnen ist in einem Lande, das nach mehreren Seiten hin ganz offene Commerzgrenzen 
hat, die Lösung der Aufgabe nicht möglich. Mit dieser Mitwirkung aber ist sie kinderleicht. Im Vertrauen auf dieselbe wird sie 
unternommen. — Nur der oft zu hörende Ausspruch, dass jeder Geschäftsmann selbst am Besten wisse, was ihm fromme, und er 
dazu der Statistik nicht bedürfe, verdient hier noch eine Beleuchtung und zwar folgende. Niemand behauptet, dass die Statistik 
im Stande sei, dem Einzelnen für jeden bestimmt gegebenen Fall Rathschläge zu ertheilen. Das kann sie nicht. Aber der 
ursächliche Zusammenhang gewisser wirthschaftlicher Erscheinungen, die allgemeinen Gesetze, die sich in den grossen Zahlen 
kundgeben, diese weiss sie aufzusuchen und zu finden, und diese Gesetze werden unwillkürlich bestimmend für die Unternehmungen. 
Wer von diesen Ansichten durchdrungen ist, wird der amtlichen Statistik die Antwort auf die Fragen sub 7 nicht vorenthalten, 
wer anderer Ansicht ist, kann, wie bedauerlich dies auch sein würde, sie verweigern. 
Zu 8. Um die namentlich für den kleineren Gewerbebetrieb auf dem Lande für das leibliche, geistige und sittliche Wohl der Arbeiter 
so wohlthätige Verbindung der Industrie mit der Landwirtschaft in vollem Maasse würdigen und in ihrer Bewegung 
beurtheilen zu können, ist es höchst wichtig, sich darüber Kenntuiss zu verschaffen, in welchem Umfange diese Verbindung 
stattfindet. Die sub 8 gestellte Frage soll diese Kenntniss vermitteln. Die Auskunft darauf ist so leicht zu ertheilen, dass 
hoffentlich Niemand, auf den die Frage Anwendung leidet, ausser Stande sein wird, sie richtig zu beantworten. Die Flächen 
grösse ist, soweit thunlich, in Magdeburger Morgen oder doch in einem anderen verständlichen, gegendüblichen Flächenmaasse 
anzugeben.
	        

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