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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Monograph

Identifikator:
844773522
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50582
Document type:
Monograph
Author:
Tissot, Victor http://d-nb.info/gnd/117628085
Title:
La Hongrie de l'Adriatique au Danube
Place of publication:
Paris
Publisher:
Plon
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (412 S., [12] Bl.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapitre XXI
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

Deutschland unter den polit. Nachwirkungen des Dreißigjähr. Krieges. 493 
in seinen gewaltigen Konzeptionen gegen das neue, dem 
politischen Freiheitgedanken und dem Protestantismus feind— 
liche Frankreich in den Niederlanden nicht verstanden oder 
wenigstens nicht unterstützt, erwarb in der glorreichen Re— 
volution des Jahres 1688 und den ihr folgenden Ereignissen 
die englische Königskrone und damit die Operationsbasis, von 
deren sicherem, durch nationale Begeisterung getragenem Boden 
aus er mehr noch und vor allem grundsätzlicher als Hsterreich die 
geschichtliche Welt West- und Mitteleuropas, so wie sie in den 
Vorstellungen Ludwigs XIV. lebte, aus den Angeln gehoben hat. 
Aber während sich dieser große Umschwung vorbereitete 
und eines Jahrfünfts etwa bedurfte, um voll hervorzutreten, 
hatten ihm immerhin schon leisere und kleinere Veränderungen 
im Reiche sekundiert. 
Die Entwicklung knüpfte sich hier beinahe selbstverständlich 
an die Person und den Staat des Großen Kurfürsten: und 
sein Übertritt auf die kaiserliche, die deutsche Seite bezeichnet 
die eigentliche Wendung. 
Viele Vorteile hatte der Brandenburger von der Ver— 
bindung mit Frankreich im Grunde nicht gehabt. Im Reiche 
den meisten Fürsten verdächtig hatte er zwar ein verhältnis— 
mäßig großes Heer aufstellen und gut halten können; auch 
war Zeit gegeben gewesen zu friedlichem inneren Fortschritte 
und kolonialen Experimenten!. Aber darüber hinaus, etwa 
zu der noch immer sehnlichst erstrebten Erwerbung Pommerns, 
hatte der Bund nicht geführt. Und so begann Friedrich 
Wilhelm seiner um so mehr müde zu werden, je mehr sich die 
politische Unersättlichkeit Ludwigs XIV. und noch mehr seine 
dem Protestantismus feindlichen Endziele enthüllten. Aus 
diesem Zusammenhange her begreift es sich denn auch, wenn 
der Kurfürst die Schwenkung, die er anfangs unter streugster 
Schonung seiner französischen Verpflichtungen und Beziehungen 
vollzog, zunächst durch eine Annäherung an die Niederlande, 
noch immer den Hort des freien Gedankens in Europa, ein— 
— — — 
VBgl,. dazu Band VI- S. 444 ff. 
Lamprecht, Deutsche Geschichte vIIT.2
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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