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Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878

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Bibliographic data

fullscreen: Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878

Monograph

Identifikator:
84518458X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-94409
Document type:
Monograph
Title:
Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Böhlau
Year of publication:
1880
Scope:
1 Online-Ressource (88 S., [54] Bl.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878
  • Title page

Full text

II. Theil. Statistik der Sterbeialle. 
25 
Die Vertheil un g der Sterbefälle auf die einzelnen Monate ist in den fünf Jahrzehnten nicht durchweg und nicht 
consequent dieselbe, wie in dem ganzen fünfzigjährigen Zeitraum. Es rangiren die Monate hinsichtlich der Sterblichkeit 
folgendermaasen : 
im I. Jahrzehnt. 
Monate mit % aller Fälle. 
Mai mit 10,70 °/o. 
März » 
Octbr. » 
Novbr. » 
F ehr. » 
Juni » 
Septbr. » 
Juli » 
Januar » 
April » 
Aug. » 
Decbr. » 
10,10 » 
8,Q2» 
8,77» 
8,62 » 
8,62 » 
8,32» 
7,88» 
7,13» 
6,98 » 
6,98» 
6,98» 
im 2. Jahrzehnt. 
Monate mit °/ 0 aller Fälle. 
März mit 10,40%. 
im 3. Jahrzehnt. im 4. Jahrzehnt. im 5. Jahrzehnt. 
Monate mit % aller Fälle. Monate mit % aller Fälle. Monate mit % aller Fälle. 
Novbr. 
Decbr. » 
April » 
Mai » 
F ebr. » 
Septbr. » 
Januar » 
Octbr. » 
Juli » 
Juni » 
Aug. » 
9,74» 
9,56» 
8,81 » 
8,57» 
8,15» 
8,15» 
7,87» 
7,68» 
7,49» 
6,89 » 
6,65 » 
Mai 
April 
März 
Septbr. 
Decbr. 
Januar 
Juli 
Juni 
Aug. 
Febr. 
Octbr. 
Novbr. 
mit 9,69 %. 
» 9,16 » 
8,83» 
8,53» 
8,33» 
8,23» 
8,21» 
8,16 » 
8,08» 
8,05 » 
7,58» 
7,12» 
Mai 
März 
Januar 
Decbr. 
April 
Febr. 
Septbr. 
Novbr. 
Juli 
Octbr. 
'Aug. 
Juni 
mit 9,47 %. 
» 9,39» 
» 8,94 » 
» 8,92» 
» 8,59 » 
» 8,40 » 
» 8,19 » 
» 8,12» 
7,85» 
7,64» 
7,47» 
7,02» 
April 
März 
Januar 
Mai 
Decbr. 
Juni 
Novbr. 
Febr. 
Juli 
Octbr. 
Aug. 
Septbr. 
mit 9,63 
» 9,43 
» 9,01 
8,91» 
8,45» 
8,38» 
8,32» 
8,26 » 
7,68» 
7,59» 
7,16» 
7,16» 
Vergleichen wir die Mortalität nach Jahreszeiten im ganzen fünfzigjährigen Zeiträume mit derjenigen der einzelnen fünf 
Jahrzehnte, so ergiebt sich Folgendes: 
Es kamen 
im ganzen fünfzig- im 1. Jahrzehnt im II. Jahrzehnt im III. Jahrzehnt im IV. Jahrzehnt im V. Jahrzehnt 
jährigen Zeitraum. 
0 0 aller Sterbefälle des betreffenden Zeitraums 
auf den 
Winter 
Frühling 
Sommer 
Herbst 
überhaupt pr. Woche überhaupt pr. Woche überhaupt pr. Woche überhaupt pr. Woche überhaupt pr. Woche überhaupt pr. Woche 
29,66 
27,76 
23,00 
19,57 
1,98 
2,14 
077 
1,78 
27,12 
27,78 
23,48 
21,62 
I,8l 
2,14 
I,8l 
D97 
30,45 
27,78 
21,03 
20,70 
2,03 
2,14 
1,62 
1,88 
28,17 
27,68 
24,45 
19,67 
1,88 
2,13 
1,88 
079 
30,32 
27,45 
22,34 
19,89 
2,02 
2,11 
1,72 
1,81 
29,88 
27,97 
23,22 
18,91 
099 
2,15 
i,79 
1,72 
Uebereinstimmung herrscht hier nur insofern, als die 
Wochensterblichkeit im Ganzen wie in den einzelnen Jahrzehnten 
stets im Frühling die stärkste war. Den nächsten Rang 
nehmen wenigstens im Ganzen und in drei Jahrzehnten die 
Winterwochen ein. Den dritten Rang haben im Ganzen und 
in drei Jahrzehnten die Herbstwochen ; den vierten im Ganzen 
und in zwei Jahrzehnten die Sommerwochen. 
Man wird mit einiger Sicherheit annehmen können, dass 
in grösseren Zeiträumen auch künftig der Frühling — nach 
der hier unterstellten Annahme also die Zeit von Anfang März 
bis Ende Mai — die stärkste, der Winter — Mitte November 
bis Ende Februar — die nächststärkste Wochensterblichkeit 
aufzuweisen haben werde. Auf den Sterblichkeitsrang der beiden 
anderen Jahreszeiten wird immer der Umstand von Einfluss 
sein, ob die besonders verheerenden Sommer-Epidemien — 
Cholera, Ruhr u. s. w. — wohl in ursächlichem Zusammen 
hänge mit der herrschenden Witterung, insbesondere Tempe 
ratur, früher oder später im Jahre auftreten. 
Unsere Tabelle zeigt, waagerecht gelesen, wie sich die 
sämmtlichen je durch eine Todesursache hervorgerufenen Sterbe 
fälle über die verschiedenen Jahreszeiten vertheilen, senkrecht 
gelesen, wie sich die sämmtlichen Sterbefälle je einer Jahres 
zeit nach den verschiedenen Todesursachen rubriciren. 
Die Gruppen 1 — 3 (Typhus, asiat. Cholera, andere 
Infectionskrankheiten) treten am verheerendsten im Herbst, am 
wenigsten verheerend im Frühjahr auf. Von allen Sterbefällen 
dieser Gesammtklasse kommen in dem fünfzigjährigen Zeit 
räume von 1829—1878 je auf 
eine Herbstwoche 2,32 %• 
» Winterwoche 1,95 » 
» Sommerwoche 1,76 » 
» Frühlingswoche 1,71 » 
Gerade umgekehrt ist das Verhältniss bei den chronischen und 
acuten Lungenkrankheiten (Klasse 4, 11 u. 12). Von den 
sämmtlichen Sterbefällen dieser Klassen kommen auf 
eine Frühlingswoche 2,48 %. 
» Winterwoche 2,09 » 
» Sommerwoche 1,54 » 
» Herbstwoche 1,48 » 
Auch Gehirn-Entzündungen sind im Frühling am meisten, 
im Herbst am wenigsten verheerend; ebenso chron. Gehirn- 
und Rückenmarkskrankheiten; bei chron. Herzkrankheiten tritt 
der Winter an die Stelle des Herbstes. Unterleibsentzündungen 
ergeben im Sommer die grösste, im Herbst die kleinste Zahl 
von Sterbefällen; Gehirnschlagfluss im Frühling die grösste, im 
Sommer die kleinste; Selbstentleibung im Frühling die grösste, 
im Herbst die kleinste u. s. w. Die nachstehende kleine Ta 
belle enthält derartige Nachweise für alle Klassen von Todes 
ursachen. 
(Die betreffende Tabelle siehe Seite 26.) 
Auf die Frage dagegen, welchen Rang untereinander in 
jeder der vier Jahreszeiten, hingesehen auf die Zahl der Sterbe 
fälle, die verschiedenen Todesursachen einnehmen, giebt die nach 
stehende, ebenfalls auf der Basis der Tab. XIV bearbeitete Ueber- 
sichtstabelle Auskunft. Hieraus ersieht man beispielsweise, dass 
unter sämmtlichen Sterbefällen des Winters diejenigen, welche 
von entzündlichen Krankheiten der Organe der Brusthöhle her 
rühren, den zweiten Rang einnehmen, dass dieselben im Früh 
ling zum ersten Rang heraufrücken, im Sommer zum viertel) 
und im Herbst zum fünften Rang herabsinken. Altersschwäche 
finden wir im Winter und Herbst auf dem sechsten, im Früh 
ling und Sommer auf dem fünften Rang; Lungenschwindsucht 
im Winter auf dem vierten, in den anderen Jahreszeiten immer 
auf dem dritten Range u. s. w. 
(Die betreffende Tabelle siehe Seite 27.)
	        

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Mittheilungen Aus Der Geschäfts- Und Sterblichkeits-Statistik Der Lebensversicherungsbank Für Deutschland Zu Gotha Für Die Fünfzig Jahre von 1829 - 1878. Böhlau, 1880.
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