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Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878

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Bibliographic data

fullscreen: Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878

Monograph

Identifikator:
84518458X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-94409
Document type:
Monograph
Title:
Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Böhlau
Year of publication:
1880
Scope:
1 Online-Ressource (88 S., [54] Bl.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878
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Full text

IV. Theil. Statistik der Finanz-Verwaltung. 
43 
Ueberschuss 
aus den Prämien- 
Zuschlägen 
in Sa. 
Ueberschuss 
aus der Sterblichkeit 
in Sa. 
Ueberschuss 
aus der Zinsen- 
Einnahme 
in Sa. 
im ersten Jahrzehnt 
„ zweiten „ 
n dritten „ 
„ vierten „ 
- fünften 
im Ganzen 
JL 
i 3 11 475 
3 682 342 
6 162 638 
8 1*4 489 
13 778 306 
12,37 
14,23 
15,29 
12,64 
I 1,39 
33 059250 
12,59 
.Æ 
277 5*2 
616 782 
(—215 022) 
2 180 79O 
6 586 714 
2,62 
2,38 
(—0,53) 
3)37 
5,45 
jH. 
266 366 
I 055 123 
3 071 215 
6 690955 
*3 357 294 
9 446 776 
3,60 
24 440953 
2,51 
4,08 
7,62 
10,33 
I 1,0* 
9,31 
Aus dieser Berechnung, derzufolge freilich nicht ganz mit 
Recht sämmtliche Unkosten — und zwar auch die durch die 
Ausleihung der Bankfonds und durch die Zinsen-Einnahme er 
wachsenen — den Prämien-Zuschlägen allein zur Last fallen, 
erhellt deutlich, dass die allmähliche Steigerung des Ueberschusses 
im Verhältniss zur Einnahme in der That hauptsächlich auf 
die allmähliche Erhöhung des erzielten Zinsfusses zurückzuführen 
ist, dessen Einfluss um so mehr in’s Gewicht fällt, je höher 
mit der Zeit die Fonds der Bank im Verhältnis zur jährlichen 
Prämien - Einnahme angewachsen sind. Aber auch die nun 
seit einer längeren Reihe von Jahren bemerklich gewesene 
dauernd günstige Sterblichkeit unter den Versicherten hat, wie 
unsere Berechnung erkennen lässt, in neuerer Zeit sehr wesent 
lich zur Erhöhung der Ueberschüsse beigetragen. Dass da 
gegen die Prämien-Zuschläge in neuerer Zeit verhältnissmäsig 
einen etwas geringeren Beitrag zu den Ueberschüssen geliefert 
haben, als früher, erklärt sich theils aus der im vierten Jahr 
zehnt eingetretenen zweimaligen Erhöhung der Abschluss- 
Provisionen, theils jedoch auch daraus, dass die Prämien- 
Einnahme mit ihren Zuschlägen naturgemäs nach und nach einen 
immer kleineren Theil der Gesammt - Einnahme, mit welcher 
oben die Ueberschuss-Beiträge verglichen sind, ausgemacht hat. 
Bei der Art und Weise, wie sich nach der obigen Dar 
legung die Ueberschüsse bilden, können vorübergehende 
Schwankungen in der Höhe der Ueberschüsse offenbar nur 
durch die Sterblichkeitsergebnisse hervorgerufen werden, da die 
aus den Prämien - Zuschlägen und aus der Zinsen-Einnahme 
fliessenden Ueberschuss-Beiträge einen so regelmäsigen Ertrag 
liefern, dass bei ihnen wohl ein allmähliches Steigen oder 
Fallen möglich ist, aber plötzliche Schwankungen so gut wie 
ausgeschlossen sind. In der That sind denn auch die in den 
einzelnen Jahren vorgekommenen Schwankungen in der Höhe 
der Ueberschüsse ausnahmslos auf die Sterblichkeits-Ergebnisse 
zurückzuführen. In den Jahren, in welchen Uebersterblichkeit 
stattfand und eine überrechnungsmäsige Sterbefall-Ausgabe zu 
leisten war, wie z. B. 1832, 1835 —1837, 1847—1850, 1853, 
1855, 1858, 1863 und 1866, macht sich ein Sinken des 
Ueberschusses, in den Jahren, in welchen eine beträchtliche 
Untersterblichkeit stattfand und die Sterbefall-Ausgabe dem 
zufolge hinter der rechnungsmäsigen Erwartung erheblich zu 
rückblieb, wie z. B. 1833 und 1834, 1839, 1846, 1851, 1859 
bis 1862, 1864, 1865 und 1867 bis 1878, dagegen ein Steigen 
desselben bemerklich. 
Die erzielten Ueberschüsse werden, wie bereits erwähnt, 
nachdem sie 5 Jahre im Sicherheitsfonds aufbewahrt gewesen 
sind, ohne irgend welche Kürzung in ihrer vollen Höhe an 
die Versicherten als Dividenden zur Vertheilung gebracht, 
und zwar in der Weise, dass auf jede für eine lebenslängliche, 
abgekürzte oder Ueberlebens-Versicherung eingezahlte Normal- 
prämie nach 5 Jahren die entsprechende Dividende vergütet 
wird. Von dem Dividendengenusse ausgeschlossen sind also 
nur die »kurzen« Versicherungen, deren Zahl stets nur eine 
sehr geringe war und welche, gemäs der Zusatzbestimmung 
vom 27. Mai 1874 zu § 3 der Bankverfassung, seit einigen Jahren 
überhaupt nicht mehr abgeschlossen werden; ausserdem werden 
jedoch auch auf die für Abkürzung der Prämienzahlung oder 
Versicherungsdauer zu entrichtenden Zusatzprämien keine 
Dividenden gewährt. 
Wie eine Vergleichung der einzelnen Jahres-Ueberschüsse 
mit den entsprechenden späteren Dividenden zeigt, erfolgt 
übrigens die Dividenden-Disponirung nicht etwa einfach in der 
Weise, dass der Ueberschuss eines jeden Kalenderjahres im 
fünftnächsten Kalenderjahr zur Vertheilung gebracht wird; viel 
mehr wird die Dividende jedes Mal aus Ueberschusstheilen 
zweier Kalenderjahre gebildet. Da nämlich für alle nach dem 
I. Januar abgeschlossenen Versicherungen das Versicherungs 
jahr, für welches die Prämie je im Voraus zu entrichten ist, 
mit dem Kalenderjahr, in welchem die Prämienzahlung erfolgt, 
nicht zusammenfällt, sondern in das folgende Kalenderjahr 
hinüberläuft, so muss auch ein entsprechender Theil der Prämie 
auf das nächste Kalenderjahr — als diesem angc hörig — 
übertragen werden. Insofern nun, als auch dieser auf das 
nächste Jahr brutto übertragene Theil der Prämien-Einnahme 
an der für das betreffende Jahr, in welchem die Prämien- 
Einzahlung erfolgte, nach 5 Jahren zur Vertheilung kommen 
den Dividende mit participât, macht es sich nöthig, dass auch 
ein entsprechender Theil des nächstjährigen Ueberschusses, zu 
dessen Erzeugung der fragliche Prämien-Uebertrag ja mit bei 
getragen hat, zu dieser Dividende mit herangezogen wird, und 
zwar nach Maasgabe des Verhältnisses, in welchem der in 
Rede stehende Prämien-Uebertrag zu der dem nächsten Jahre 
angehörigen gesammten Prämien-Einnahme steht. Es hat 
sonach jedes Jahr einen Theil seines Ueberschusses an das 
Vorjahr abzugeben und empfängt dafür einen entsprechenden 
Theil des nächstjährigen Ueberschusses, so dass sich also die 
Dividende für jedes Rechnungsjahr aus dem diesem Jahre ver 
bliebenen Ueberschussrest und dem aus dem nächsten Jahre 
herüberzuziehenden Ueberschuss-Antheil zusammensetzt. Diese 
Einrichtung, welche mit Rücksicht auf den verschiedenen Lauf 
des Versicherungs- und des Rechnungsjahres unbedingt geboten 
ist,* hat zugleich den Vortheil, dass die in den einzelnen Jahren 
vorkommenden Schwankungen in der Höhe der Ueberschüsse 
bei der Dividenden-Vertheilung einigermaasen ausgeglichen 
werden. 
Mit dem Steigen der Ueberschüsse mussten natürlich auch 
die Dividenden in die Höhe gehen, und zwar in noch stärkerem 
6*
	        

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