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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

XXV 1. 
87 
der spanischen Besitzungen recht erschwert. Auf Grund des 
erwähnten Abkommens wandten sich auch ihnen nordameri 
kanische Schiffe und nordamerikanisches Kapital seit 1800 
wieder zu. Die reichen Bodenschätze von Kuba, Spanisch- 
Domingo, Mexiko und Südamerika boten dem amerikanischen 
Unternehmungsgeiste ein weites Feld zur Betätigung. Unter 
amerikanischem Einflufs entwickelten sich diese Gebiete uner 
hört rasch (siehe de Sismondi, S. 39). Es waren Länder 
darunter, die bisher kein einziges Stück Zucker exportiert 
hatten und jetzt einen blühenden Exporthandel unterhielten 
(A. V. Humboldt, II, cap. VII, Bd. II, S. 39). Mexiko, 1782 
noch unbekannt als Zucker exportierendes Land, verschickte 
1802 davon allein über Veracruz 120 000 quintals. Kuba 
hatte seine Zuckerproduktion von 1792 bis 1803 von 400 000 
auf 1 Million quintals gesteigert, d. h. es förderte 1803 eben 
soviel wie Spanisch-Domingo zur Zeit seiner gröfsten Produk 
tivität (ibid. IV, cap. X, Bd. 3, S. 185). 
Dazu gesellte sich das Angebot von Zucker und Kaffee 
aus Ostindien, dessen Konkurrenz sich damals fühlbar zu 
machen begann. In Bengalen, Birma, Südchina, Peddapore, 
Zemindar usw. produzierte man auf ertragreicherem Boden und 
mit freien Arbeitern viel billiger als auf den britischen An 
tillen. Die Furcht vor der ostasiatischen Konkurrenz war 
damals unter den westindischen Zuckerpflanzern nicht gering, 
wie die seit 1805 eingeführten Differentialzölle auf ost- und 
westindischen Zucker lehren (Sismondi S. 38). 
Von Wichtigkeit ist die Bemerkung, daß der schnelle 
Bruch des Seefriedens im Sommer 1803 an dieser für Britisch- 
Westindien so mifslichen Lage bis zum Jahre 1807 nichts 
änderte. Großbritannien gewann nicht das Seemonopol zurück, 
wie es die britische Handelswelt gehofft und von 1795—-99 
besessen hatte. England hatte nach 1803 genug mit sich 
selbst zu tun. Die Furcht vor einer Landung Napoleons in 
England oder Ägypten hielt die Hauptmacht der britischen 
Flotte jahrelang in den europäischen Gewässern zurück. Noch 
im März 1806 „lastete der Gedanke, dafs Napoleon an dem 
britischen Gestade plötzlich erscheinen könnte, auf allen Gemütern 
in England“ (Thiers, VI, S. 431). In Westindien und dorthin 
unterwegs waren nach der Schlacht bei Trafalgar nur vier 
Linienschiffe gegen 109 in Europa (Poss. Ann. 1806). Damit 
konnte Grofsbritannien den feindlichen Kolonialhandel nicht 
ernstlich schädigen und mußte sich in Amerika auf die Vei- 
teidigung beschränken. Dazu kam die drohende Haltung c ei 
von England beleidigten Neutralen, Dänemarks, Schwedens, 
Preufsens und namentlich der Vereinigten Staaten. Im rrüh- 
jahr 1806 ließ sich der Präsident von Nordamerika ei- 
mächtigen, britischen Schiffen den Zutritt zu amerikanischen 
Häfen zu verweigern, als Vergeltung für die Gewalttaten, die
	        

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Untersuchungen Über Die Theorie Des Preises. Duncker & Humblot, 1889.
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