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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

88 
XXV 1. 
sich England fortgesetzt gegen amerikanische Schiffe heraus 
nahm (Mr. Percival, H. o. C. 13, VI, 1806). Der Krieg zwischen 
beiden Staaten hing an einem Haar; England vermied ihn 
nur durch Widerrufung der Navigationsakte in Westindien 
(siehe S. 114). Jedenfalls schwebte England in den ersten 
3—4 Jahren des wieder ausgebrochenen Krieges selbst in zu 
grofser Gefahr, als dafs es seinen westindischen Pflanzern durch 
Vernichtung der feindlichen Kolonialflotten Entsatz bringen 
konnte. Die französischen Kolonien blieben seit 1803 vom 
Kriege verschont; im ganzen kann man bei ihnen sogar von 
einem bescheidenen Aufschwung sprechen. Auf Guadeloupe 
z. B. „vermehrte sich seit 1803 der Handelsverkehr bedeutend“ 
(Roloff, S. 158); „Guayana machte unter seinem energischen 
Gouverneur Hugues im Plantagenbau schnellere Fortschritte 
als je zuvor“ (ebendort). „Die ersten Kriegs) ah re brachten 
für die Antillen weder grofse wirtschaftliche noch militärische 
Nachteile“ (Roloff, S. 160ff.). „Auch für Spanisch-Domingo 
hatte der Seekrieg keine üblen Folgen.“ „So wenig wie 
Martinique oder Guadeloupe blockierten die Engländer die 
Küste, und die Kolonie konnte ihren Bedarf an Lebensmitteln 
und sonstigen Waren ungestört mit Hilfe der Amerikaner und 
anderer Neutraler decken“ (ebendort, S. 166ff.). Auch das 
übrige Mittel- und Südamerika wurde durch den Krieg in 
seiner Entwicklung nicht gestört. — 
2. Die Durchbrechung des britischen Kolonialmonopols durch den 
Handel der Neutralen. 
Mit der Erstarkung der nichtbritischen Plantagenwirt 
schaft ging Hand in Hand ein rapides Wachstum des Kolonial 
handels der neutralen Staaten, welcher den britischen Kolonial 
waren in Europa schwere Konkurrenz bereitete und zu einer 
weiteren Ursache der Krisis wurde. Die neutralen Seemächte — 
in erster Linie die Vereinigten Staaten und Dänemark, aber 
auch die Hansestädte u. a. — hatten sich in dem allgemeinen 
Völkerkriege zu Zwischenhändlern zwischen Europa und den 
nichtenglischen Kolonien emporgeschwungen. „Die Leichtigkeit 
des Verkehrs zwischen den englandfeindlichen Kolonien und 
Europa unter neutraler nordamerikanischer Flagge ist ein 
Hauptgrund der westindischen Krisis“ und dadurch der Abo 
lition geworden (Egerton, S. 276). 
Der Zwischenhandel der Nordamerikaner mit Europa und 
Westindien hatte in kurzer Zeit einen erstaunlichen Umfang an 
genommen und ihren Küstenhandel, dem bis 1793 diegröfsere Be 
deutung zugekommen war, mehrfach überflügelt (Pitkin, S. 136). 
Er vollzog sich entweder in der Weise, dafs er die französischen, 
spanischen und holländischen Kolonialwaren direkt in die ent 
sprechenden Mutterländer führte, oder indem er sie über nord-
	        

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The Socialism of To-Day. Field & Tuer, 1884.
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