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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

XXY 1. 
115 
befand. Die Vereinigten Staaten drohten mit Vergeltungen, 
mit dem gänzlichen Ausschlufs britischer Schiffe aus ihren 
Häfen. Was dabei für England auf dem Spiele stand, ist in 
der oben (Seite 92) angeführten Bemerkung ausgesprochen, dafs 
dadurch 3 /s des ganzen englischen Handels lahmgelegt worden 
wären. Ein Krieg hätte vor allem Westindien augenblicklich 
dem Hungertode preisgegeben. Grofsbritannien und Irland 
waren mehr denn je unfähig, die Sklaveninseln genügend mit 
Nahrungsmitteln zu versorgen (Lord Petty, 21. April, 1806). Es 
war eine allbekannte Tatsache, dafs die Kolonien ohne die 
Hilfe der Union nicht ernährt werden konnten (Lord Gren 
ville, H. o. L., 31. März, 1806; Lord Auckland; Lord Holland, 
H. o. b., Mr. Yuung, 13. Juni 1806; Lord Chancellor, 6. Mai 1806 
u. viele andere). Ihre wirtschaftliche Abhängigkeit hatte sich, 
obwohl früher schon sehr grofs, im Laufe des Krieges noch 
gesteigert. Die Vereinigten Staaten lieferten von 1804 — 1806 
nach Pitkin (S. 181/2): 
an Mehl mehr als 9 )° des Bedarfes 
„ Mais, Hafer, Bohnen, Erbsen usw. . . 2 /a „ „ 
„ Rind- und Schweinefleisch 1/2 » » 
„ getrockneten Fischen mehr als. . . . 1 !2 „ » 
„ Vieh, Holz und sonstigen Lebensmitteln fast alles 
Wäre also der Krieg mit Nordamerika, der unmittelbar be\ 01 - 
stand (Mr. Percival, H. 0. C. 13. Juni, 1806), ausgebrochen, so 
wäre Westindien auf Gnade oder Ungnade den Amerikanern 
ausgeliefert gewesen. 
Unter dem Druck dieser Verhältnisse und mit Rücksicht 
auf die unerquickliche Lage in Europa hielt es das Kabinett 
von St. James für geraten einzulenken. Welchen Wert es 
auf die amerikanische Freundschaft legte, zeigen die Instruk 
tionen des Kolonialministers Windham an die westindischen 
Gouverneure im April 1806, welche letztere nicht etwa zu spar 
samen Gebrauch ihrer Vollmachten anhielten, sondern sie im 
Gegenteil aufforderten, „die Navigationsakte während des ganzen 
gegenwärtigen Krieges ohne jedwede Prüfung zu suspendieren, 
für Indemnität würde die Regierung schon sorgen . ( Mr. Canning, 
H. o. C. 13. Juni, 1806). Ungefähr gleichzeitig entschlofs es sich 
dazu, die folgenschwere Entscheidung hierüber durch die ei- 
wähnte „American Intercourse Bill“ aus den Händen der Gouver 
neure in die des Londoner Privy Council zu verlegen, und die 
Suspensionen für die Zeit des gegenwärtigen Krieges dauernd 
zu machen. Motiviert wurde dieser Gesetzesvorschlag mit c er 
offenbaren Unmöglichkeit, Westindien ohne die amerikanischen 
Schiffe genügend zu versorgen, und aufserdem mit dem Hin 
weis, dafs nur ein Ministerrat in London die bei den Sus 
pensionen zu berücksichtigende allgemeine politische ^Lage in
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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