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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

XXV 1. 
119 
der einzigen Macht, welche sonst die Fähigkeit dazu besessen 
hätte, waren die Hände gebunden. Schon am 22. März 1794 
war ein dem englischen Gesetz vom 23. Mai 1806 entsprechen 
des Verbot des von amerikanischen Untertanen, Schiffen oder 
Kapitalien in die fremdländischen Kolonien geführten Sklaven 
handels ergangen (Blake, S. 421), und im Jahre 1787 hatte 
der Kongrefs beschlossen, den gesamten Sklavenhandel vom 
1. Januar 1808 an zu verbieten (ibid., S. 401 ff.). Die Einzel 
staaten hatten ihn für sich bereits sämtlich in den 1780er und 
1790er Jahren, zuletzt Georgia 1798, aufgegeben. Wennschon 
es ein offenes Geheimnis war, dafs die Verbote oft übertreten 
wurden (Burghardt, S. 85), wennschon Südkarolina den 
Handel 1804 plötzlich wieder erlaubte (Blake, S. 432) und er 
noch einmal kurz vor Toresschlufs von 1804—08 einen Um 
fang von etwa jährlich 10000 Negern (ibid., S. 445) annahm, 
so war ihm doch vom Jahre 1808 ab gesetzlich ein Ende ge 
setzt. Die britische Regierung hatte die Gewifsheit, dafs auch 
von dieser Seite nichts mehr zu fürchten war. „Der Sklaven 
handel ist ausschliefslich ein britischer, kein anderer“ (Fox, 
H. o. C., 6. Juni 1804). „Keine andere Nation könnte ihn 
jetzt aufnehmen ; daher ist die Gelegenheit zur Abolition 
günstig!“ (Chancellor of the Exchequer, ibid.) „Dafs wir 9 /io 
des Sklavenhandels besäfsen, sei schon möglich usw “ 
(Brooke, ibid.). Dafs aber England, selbst wenn dem nicht 
so gewesen wäre, keinen Augenblick vor Gewaltmafsregeln 
zurückgeschreckt hätte, bezeugen die Worte des späteren 
Ministers Lord Grenville im Oberhause am 16. Mai 1806: 
„Did not the noble and learned Lord (Eldon) see, that if we 
gave up the trade, it was not possible for any state without 
our permission to take it up? Did we not ride everywhere 
unrivalled on the ocean ! Could any power pretend to engross 
this trade, while we commanded from the shores of Africa to 
the western extremities of the Atlantic?“ — „Hätte Napoleon 
es dennoch gewagt, den Sklavenhandel wieder zu beleben, so 
hätte England, nach der Meinung der damaligen Zeit zu ur 
teilen, nicht gezögert, Mafsregeln zu ergreifen, um zu ver 
hindern , dafs Frankreich auf Kosten seiner Nachbarn aus 
diesem allgemein verurteilten Handel Vorteile zog!“ (Renny, 
S 313 ) 
Es ergibt sich also, dafs es falsch ist, England als einen 
der ersten Abolitionsstaaten zu bezeichnen. Faktisch ist es einer 
der letzten gewesen. Mit alleiniger Ausnahme Portugals waien 
ihm alle übrigen Staaten auf dieser Bahn vorangeschritten. 
England hat seinen Anteil am Menschenhandel erst aufgegeben, 
nachdem die anderen Länder den ihrigen sei es durch frei 
willigen Entschlufs oder durch den Zwang der Umstände 
verloren hatten. Nur indem Frankreich, Holland und Spanien 
versäumten, ihrer tatsächlichen Abolition durch ein Gesetz die
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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