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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

10 
XXV 1. 
jedem Seekriege um ebensoviele ausgebildete und seetüchtige 
Mannschaften. Überhaupt fügte er sich trefflich in das mer- 
kantilistische Handelssystem ein. Für jeden in das Ausland 
verkauften Sklaven flofs, da meist bar für ihn bezahlt wurde, 
eine entsprechende Menge Edelmetall nach England und hob 
dessen „aktive Handelsbilanz“. Seit 1793 mehrten sich freilich 
anderseits die Bedenken, ob nicht der Handel nur noch in 
privatwirtschaftlichem Sinne, aber nicht mehr in volkswirt 
schaftlichem , als vorteilhaft bezeichnet werden könnte. Er 
führte nämlich den ausländischen Kolonien billige Arbeitskräfte 
zu und verstärkte deren Konkurrenzkraft. Aufserdem soll er 
wegen der hohen Sterblichkeit der Matrosen auf der Fahrt 
von Afrika nach Amerika wieder äufserst schädlich für die 
britische Marine gewesen sei. Hierüber wird später im fünften 
Kapitel berichtet werden. 
Für die englische Manufakturindustrie hatte der afrika 
nische Handel insofern eine Bedeutung, als er allerlei Erzeug 
nissen des Gewerbefleifses Absatzgelegenheit gab. Über den 
Wert dieser Exporte lassen sich runde Angaben schlechter 
dings nicht machen. Der Exportwert hing gänzlich von den 
Konjunkturen in Westindien, insbesondere von der Lage des 
britischen Zuckermarktes, der die Nachfrage nach Sklaven 
beherrschte, ab. Auch schwankten die Angaben, je nachdem 
sie von Freunden oder Gegnern des Handels herrührten. 
400000 und 900 000 j£' scheinen die untere und obere 
Grenze gewesen zu sein. Blake (S. 108) veranschlagt ihn im 
Jahre 1790 wohl ziemlich richtig auf 800 000 j£, Clarkson 
(Impolicy II, S. 112 ff.) auf ebensoviel, und selbst Mr. Tarleton, 
sein heftiger Gegner, nennt keine gröfsere Zahl (18. I. 1791, 
H. o. C.). Edwards (I, c. II) schätzt ihn um 1787 auf 
0—700000 g, Wilberforce (18. IV. 1791) auf 4—500 000 #, 
Ramsay auf 500000, Mr. Smith (19. IV. 1791) auf durch 
schnittlich ebensoviel, wovon aber 140000 & auf den Ein 
tausch anderer Waren als Neger abzuziehen sein. Der Report 
1789 (IV, Tab. 1) gibt den Wert der aus England nach Afrika 
verschifften Güter an für das Jahr 
1783 auf £ 214318 
1784 „ „ 103973 
1785 „ 174540 
1780 „ „ 305080 
1787 ,, „ 200002, 
wozu noch ostindische, venetianische u. a. Güter kommen. 
Diese Exportwaren stammten zumeist aus Manchester, das 
1788 für 180000 £ ausführte (Report 1789, IV, Tab. 3, 
Mr. Taylor). Birmingham und die übrigen Städte kamen dem 
gegenüber kaum in Betracht (Clarkson, Impolicy, S. 121). 
Es wurden Eisen waren, Messer, Flinten, Schiefspulver, Töpfe 
und sonstige Gefäfse aus Kupfer, Zinn, Blei und Messing an
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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