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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

14 
XXV 1. 
teurer als frisch importierte), einen Wert von rund 20 Mill. £ 
dar. Die Menge und der Wert des durch sie gewonnenen 
Zuckers (meist brauner) betrugen fast 2 Mill. Cwt. im Preise 
von 2 1 /2 — 3 Mill. Daneben produzierten sie noch in viel 
geringeren Mengen Rum, Kaffee, Pfeffer und andere Kolonial 
waren. Der Wert der gesamten Exporte aus den britischen 
Zuckerinseln nach Grofsbritannien betrug 1787 3 a U Mill. £ 
(Report 1789, IV, Tab. Nr. 7). Dazu kommen noch für 
127 585 Exporte nach Irland, für 190 400 nach den Ver 
einigten Staaten, für 100500 nach Britisch-Nordamerika usw., 
so dafs man insgesamt von einem Export von 5—0 Mill. 
sprechen konnte, den die britischen Sklaveninseln über die 
ganze Welt verschickten. (So auch Brougham I, 539; Edwards 
rechnet viel mehr heraus.) Auf den Kopf der britischen Be 
völkerung in Westindien (Sklaven und Weifse) entfiel nach 
Edwards Berechnung ein Exportwert von über 13 Ramsay 
(S. 54) 1 meint, dafs in der Zeit unmittelbar vor dem Ausbruch 
der nordamerikanischen Unruhen die westindische Sklaven 
bevölkerung dem britischen Reiche fast 1 /e seines gesamten 
Nationaleinkommens erarbeitet hätte, obwohl sie noch nicht 1 Ao 
der Gesamtbevölkerung ausmachte. 1787 würde sich, wenn dies 
richtig war, nicht viel an diesem Verhältnis geändert haben. 
Diese starke Ausfuhr ermöglichte es den Zuckerinseln, 
dem Mutterlande einen Teil seiner Fabrikate abzunehmen. 
Was die britischen Pflanzer an Gegenständen des täglichen 
Gebrauches, an Gerätschaften ihres Haushaltes und ihrer 
Kleidung gebrauchten, kam, mit Ausnahme der Lebensmittel, 
aus Grofsbritannien. Die Nachfrage darnach hing von ihrer 
Zahlungsfähigkeit, und diese wieder von der Zuckerernte und 
von den Preisverhältnissen auf den europäischen Zuckermärkten 
ab. Nach Westindien lieferten die Manufakturen von Bir 
mingham und Manchester, die Tuchmacher von Yorkshire, 
Gloucestershire und Wilts, die Töpfer von Staffordshire, die 
Besitzer der Blei-, Kupfer- und Eisenwerke, sowie die Farmer 
und Brauer des ganzen Königreiches. Selbst raffinierter Zucker 
ging aus England dorthin zurück, da den Pflanzern durch 
einen hohen Exportzoll die Raffinade ihres eigenen Produktes 
so gut wie verwehrt war. Alle genannten Erwerbszweige 
waren mithin an dem Wohlstand der Westindier interessiert. 
Die direkte Ausfuhr aus Grofsbritannien nach Britisch-West- 
indicn betrug 1787 zwar nur 1038703 doch mufste dazu 
noch der Export nach Afrika gerechnet werden, da doch im 
letzten Grunde die Westindier die dort erhandelten Neger be 
zahlten. Auch die von englischen Kaufleuten aus Irland 
nach Westindien geführten Manufakturen und Lebensmittel 
(= 277 218 j£), ebenso die aus Madeira und den Azoren aus- 
1 In „Behandlung der Negersklaven etc.“ bei Sprengel V.
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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