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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

20 
XXV 1. 
land führte. Viele dieser Sklaven entsprangen, sobald sie den 
englischen Boden betreten hatten, ihrem Herrn, liefsen sich 
eiligst taufen und galten von nun ab nach einem alten Gesetze 
für frei. Im Jahre 1729 verfügte eine oberrichterliche Ent 
scheidung, dafs die Taufe oder der Aufenthalt in England hin 
fort keine Änderung in dem Verhältnis zwischen Herren und 
Sklaven zur Folge haben sollte. Seitdem wimmelten die eng 
lischen Zeitungen von Anzeigen über entlaufene, herrenlose, 
wiedereingefangene und öffentlich meistbietend zu verkaufende 
Sklaven. Das muiste alle edleren Gemüter empören und neue 
Streiter für die unterdrückten Neger erwecken. Ein solcher 
entstand in Granville Sharp, einem scharfsinnigen Juristen, 
der auf den Widerspruch des 1729 gefällten Rechtsspruches 
mit dem Verfassungsgrundsatz hinwies: „That every man in 
England was free to sue and defend his rights, and that force 
could not be used without a legal process.“ In einem glänzen- * 
den, grofses Aufsehen erregenden Prozefs (dem sogenannten 
„Sommersett“ -Fall: ein nach England mitgebrachter Sklave 
sollte entlaufen, wieder eingefangen und war nach Westindien 
transportiert werden) stiefs Sharp den Rechtsspruch von 
1729 um und setzte 1772 die wichtige Entscheidung durch, 
welche lautete: „Ein Sklave ist frei, sobald er seinen Fufs 
auf englischen Boden setzt.“ 
Es läfst sich denken, welche Erregung dieses Urteil in 
jener unruhigen Zeit bei Freunden wie Feinden der Sklaverei 
entfachen muiste. Zugleich mehrten sich die Berichte, welche 
die Roheiten und Schrecknisse der Negersklaverei in aller 
Anschaulichkeit schilderten. Damals trat auch Ramsay, ein 
Vikar aus Kent, mit seinen Erlebnissen in Westindien an die 
Öffentlichkeit. Allenthalben wurde die Frage diskutiert, ob 
die Sklaverei und der Negerhandel weiter geduldet werden 
sollte. Der Ausbruch der nordamerikanischen Revolution, die 
Erklärung der Menschenrechte, die amerikanischen Import 
verbote, sowie die Freilassung grofser Sklavenscharen daselbst 
führten dem Publikum die Frage immer dringlicher vor die 
Seele. Schon 1770 hatten sich in Amerika Mitglieder der 
bischöflichen, der römischen, der methodistischen und der 
presbytérianischen Konfessionen zum Kampf gegen die Sklaverei 
verbündet. 1774 bildete sich in Pensylvanien die erste inter 
konfessionelle Abolitionsgesellschaft, an deren Spitze später 
Franklin trat. 
Diese interkonfessionellen Gesellschaften versuchten von 
1770/80 ab in steigendem Mafse die Parlamente für ihre Pläne 
zu gewinnen und die Gesetzgebung zu beeinflussen. Damit trat 
die Abolitionsgeschichte in ihr viertes, letztes Stadium. 
1776 beantragte D. Hartley, ein Quäker und Parlaments 
mitglied für Hull, im Unterhause die Abolition, mit der Be 
gründung: „The slave trade was contrary to the laws of God
	        

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Régime Des Chambres de Commerce. Libr.-impr. réunies, 1894.
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