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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

zu erleichtern (siehe S. 25). Bis 1770 gelang es ihm; dann 
wendete sich das Blättchen. Die in ihrer Wirtschaftspolitik 
freigewordenen, aus den britischen Häfen vertriebenen Yankees 
wandten sich jetzt in steigendem Mafse den französischen und 
spanischen Kolonien zu und wurden seitdem unbesiegliche 
Konkurrenten der britischen Zuckerrohrbauer. —] 
3. Der Absentismus auf den britischen Inseln. 
Noch in einer dritten Beziehung waren die britischen 
Kolonien den ausländischen unterlegen: in dem vielgerügten 
Absentismus. Die Mehrzahl der Besitzer britischer Pflanzungen 
hielt sich gar nicht in Westindien auf, sondern lebte in Eng 
land, wo sie ihre Renten verzehrte. Ihr Geld hatten sie nicht 
um mäfsiger, dauernder Verzinsung willen in den Plantagen 
angelegt, sondern hauptsächlich in der Absicht, sofortige, 
überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen. Sie waren nur 
solange sich in Westindien aufzuhalten gesonnen, bis sie ihr 
Geschäft gemacht hatten; dann kehrten sie schnell wieder 
nach England zurück (Carey, S. 80 ff., auch Edwards, Penny, 
S. 311, Ramsay bei Sprengel, S. 5 ff. u. a.). Der Arbeit 
waren sie nicht gewohnt; sie verschmähten es auch, ihre 
Plantagen selbst zu leiten, sondern hielten sich dazu einen 
ganzen Stab von Aufsehern. Deren Interesse lief höchstens 
darauf hinaus, durch Raubbau und Überanstrengung der 
ihnen anvertrauten Sklaven einen hohen, aber unnachhal 
tigen Profit herauszuschlagen, um sich bei einem Stellungs 
wechsel den Anschein von tüchtigen Wirtschaftern zu ver 
schaffen. 
Ganz anders dagegen die spanischen oder französischen 
Pflanzer. Sie leiteten ihre Wirtschaft persönlich, höchstens 
mit ein oder zwei Gehilfen, und legten oft selbst mit Hand 
an. In den britischen Kolonien also eine grofskapitalistische, 
in den spanischen und französischen eine kleinkapitalistisch 
bäuerliche Verfassung. Die Lebensweise der dortigen Pflanzer 
war einfach, ihre Bedürfnisse gering. Sie warfen sich auch 
nicht einseitig auf den Zuckerrohrbau, sondern pflanzten 
noch andere Kolonialwaren und waren dadurch unabhängiger 
von den Preisschwankungen jedes einzelnen Gewächses. Ihre 
Gerätschaften waren im Gegensatz zu den britischen roh und 
billig. Der Siedekessel wurde hier mit einem hölzernen, auf 
Jamaika mit einem kupfernen Schaumlöffel abgerahmt. Hier 
filtrierte man durch ein Korbgeflecht, dort durch ein wert 
volleres Drahtsieb. Die englischen Maulesel, welche die 
Zuckermühlen in Gang setzten, wurden mit Hafer und Korn, 
die französischen mit dem in den Siedekesseln zurückgebliebenen 
Abschaum gefüttert (siehe Rep. 1789, V, Mr. Laing). Die 
Betriebsunterschiede zwischen der ausländischen und britischen
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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