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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

58 
XXV 1. 
every view of expediency, every call of urgent necessity now 
concur in this recommendation“ (= abolition) (Brougham IV, 
S. 469 u. 473). Dafs da, wo den Negern eine gute Behand 
lung zuteil wurde, ihre Zahl sich rasch vermehrte, bewiesen 
die vielen Beispiele, welche Clarkson mitgeteilt hat (Impol. II, 
ch. I). 
Des Zusammenhanges wegen sei hier gleich vorweg 
genommen, dafs die Entbehrlichkeit des Sklavenhandels für 
Britisch-Westindien auch in der folgenden Kriegszeit von 
1793 — 1807 bestehen blieb. Aus den Bevölkerungsangaben, 
welche Moreau de donnés (S. 102 ff.) für die Zeit von 1787 
bis 1805 gibt, geht hervor, dafs sich die Negerbevölke 
rung von Barbadoes, Grenada, Antigua und Montserrat gar 
nicht verändert hat. Es können mithin von den in diese 
Inseln importierten Sklaven nur sehr wenige dort geblieben 
sein, da sie nach dem auf Seite 54 Mitgeteilten ihre Be 
völkerung ohne Zufuhren aufrecht zu erhalten vermochten. 
Die anderen Inseln : St. Christopher, Dominica und St. Vincent 
haben in diesen 19 Jahren zusammen nur um 17 330 Neger 
zugenommen! Also auch hierhin müssen die Sklavenimporte, 
da die Negerbevölkerung ihre Zahl auf dem natürlichen Wege 
mindestens aufrecht erhielt, unerheblich gewesen sein. Für 
die genannten Inseln hatte deshalb Dundas Vorschlag vom 
Jahre 1792 (siehe S. 25), mit der Abolition noch einige Jahre 
zu warten, um den Pflanzern Gelegenheit zu geben, sich ge 
nügend zu versehen, wenig praktischen Wert. Anders stand 
es damals allerdings mit Jamaika. Es hat bis zuletzt vom 
Sklavenhandel ausgiebig Gebrauch gemacht. In den 17 der 
Abolition vorhergehenden Jahren hat es noch fast 150000 Neger, 
d. h. durchschnittlich jährlich gegen 8000 Stück importiert 
(Carey, S. 10 ff., und Wilberforce, H. o. C., 27. Juni 1806). 
Die Ursache hierfür lag teils in der grofsen Menge unange- 
bauten Landes, das zur Anlage neuer Plantagen an reizte, mehr 
aber noch in der grofsen Aufschwungsbewegung des britischen 
Kolonialhandels seit 1793, auf die wir im zweiten Abschnitt 
zu sprechen kommen. Abgesehen von diesen besonderen 
Gründen hatte Wilberforce im allgemeinen wohl recht, wenn 
er (H. o. C., 30. Mai 1804) sagte: „Die Pflanzer würden durch 
die Abolition keinen Schaden erleiden, da die Neger sich fast 
von selbst vermehrten.“ — 
Die französischen und spanischen Kolonien konnten von 
sich nicht dasselbe sagen. Ihr unvergleichlich gröfserer Ge 
bietsumfang, ihre dünnere Bevölkerung und gröfsere Frucht 
barkeit waren schon an sich Gründe genug gewesen, die 
Sklavenimporte noch auf Generationen hinaus weiterzuführen. 
Während z. B. in Britisch-Westindien auf einen Weifsen 
10 Sklaven entfielen, standen auf Kuba, das noch die meisten 
Sklaven von allen spanischen Besitzungen enthielt, 274000
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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