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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

Gleichwohl konnte man 1787 auch schon für 10 einen 
minderwertigen oder für 22 £ einen besonders brauchbaren 
Sklaven erhandeln. Seil gibt (S. 109) den Preis für einen 
jungen, erwachsenen Neger in der Zeit von 1783—1780 auf 
160 Reichstaler an, während er 1749 nur 96 Reichstaler be 
tragen hätte (S. 107). Umgekehrt wie die Nachfrage der 
Europäer war das Angebot von seiten der Neger gefallen. 
Alle Berichte aus jener Zeit stimmen darin überein, dafs die 
ewigen Sklavenjagden und Kriege der Negerstämme unter 
einander, dazu die Branntweinpest, meilenweite Landstriche, 
die früher als reichlich besiedelt galten, gegen Ende des 
18. Jahrhunderts geradezu entvölkert hatten (Sell, S. 86, 87 ; 
Römer usw.). Weit aus dem Innern des Landes heraus 
mufsten die Sklaven herangeholt werden. Die Küstenbewohner 
waren blofs noch Zwischenhändler, welche die europäischen 
Waren in das Hinterland führten und ihre unglücklichen 
Opfer nach monatelangen, höchst beschwerlichen und verlust 
reichen Landreisen an die See heranschleppten. „Das sei der 
Grund, warum sich der Wert der Sklaven seit 25 Jahren um 
den vierten Teil vermehrt hätte,“ schreibt Sell, S. 87. „Der 
Sklavenhandel wäre längst verschwunden, wenn nicht die 
Küstenbewohner ihren Luxus den Völkern des inneren Afrika 
mitgeteilt hätten, von denen sie Sklaven empfangen“ (Sell, S. 86). 
Als für einen Sklaven durchschnittlicher Güte hingegebene 
Waren gibt Seil folgendes an : 
5 Flinten à 6 Reichstaler . . 
80 Pf. Pulver 
1 Anker Branntwein .... 
2 Stangen Eisen 
4 Dutzend kleine Messer . . 
1 Stück Kattun zu 24 Ellen 
2 Becken von Zinn .... 
Ostindische Waren 
1 Stück ostindisches Tuch . . 
1 Becken von Messing . . . 
3 Stangen Kupfer ..... 
2 Stangen Blei 
An die Wache 
Summa 
30 
40 
16 
6 
4 
10 
2 
30 
Reichstaler 
12 
4 
3 
2 
» 
M 
V 
160 Reichstaler. 
Eine der gröfsten Schwierigkeiten soll die gewesen sein, 
dafs ein Sklavenschiff die allerverschiedensten Artikel mit 
bringen mufste, da man nie wissen konnte, welche Ware auf 
der Bedürfnisskala der Eingeborenen gerade obenansteheu 
würde. Daraus erwuchs oft erheblicher Schaden, weil die 
Güter bald hoch, bald niedrig im Werte standen, je nachdem 
kurz vorher ein anderes Schiff dieselben Waren feilgeboten 
hatte oder nicht. So standen die Einkaufspreise in Europa
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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