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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

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70 
XXV 1. 
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r 
von 40 Schiffen auf 15 im Jahre 1789 zurückgegangen war. 
Die holländischen Kolonien brauchten jährlich etwa 7000 frische 
Neger, von denen das Mutterland nur 4000 zu liefern im 
stande war. Den fehlenden Rest — 3000 Stück — impor 
tierten englische Händler heimlich (Brougham I, 8. 533). Ein 
Notgesuch der Pflanzer aus Holländisch-Guyana an die Amster 
damer Regierung, britische Importe zu gestatten, wurde kurz 
weg abgeschlagen. 
Was England sonst noch an Sklaven für fremde Kolonien 
lieferte, ging über die dänisch-westindischen Freihäfen St. Thomas, 
St. Croix und St. John. Letztere boten bis zum Ausbruch 
des Krieges im Jahre 1793 einen Absatzmarkt für schätzungs 
weise 6—8000 englische Sklaven, die von dort wiedeP in den 
Schiffen aller möglichen Nationen in die Länder Mittel- und 
Südamerikas weitergeführt wurden. Dieser Handel war für 
Grofsbritannien recht günstig; doch seine Stunde hatte ge 
schlagen, als 1792 eine königl. dänische Verordnung seine 
Dauer auf 10 Jahre einschränkte und ihn vom 1. Januar 1803 
ab verbot. Den abolitionistischen Neigungen in England wurde 
dadurch ein neuer Anstofs gegeben. Wir kommen auf diesen 
Punkt in einem späteren Kapitel zurück. 
Sechster Teil. 
Seine Schädlichkeit für die britische Marine. 
Nicht nur unrentabel, sondern obendrein verheerend für 
die britische Marine ist der Sklavenhandel gewesen. „The 
slave trade is not the nursery but the grave of the British 
marine!“ (Clarkson, Impol., ch. V.). 
Dies Argument ist von den Abolitionisten mit gutem Er 
folge gegen den Handel ins Feld geführt worden. Pitt, Fox 
und Lord Grenville sollen durch Clarksons unwiderlegliche 
Beweise für diese Tatsache aus Zweiflern zu Anhängern der 
Abolition bekehrt worden sein (Clarkson, History I, S. 474). 
J. Ramsay scheint einer der ersten gewesen zu sein, die sich 
dieses Argumentes bedienten. „Jeder weifs,“ schrieb er bereits 
1784, „dafs der Sklavenhandel für unsere Seeleute vernichtend 
ist, zur Freude der Kapitäne, die durch die starken Verluste 
an Mannschaften auf der middle passage an Löhnen sparen.“ 
Zum Sklavenfang an der Küste, den die Matrosen häufig selbst 
besorgten, gehörten nämlich mehr Leute als nachher zur Über 
fahrt nach Westindien. Darum behandelten die Kapitäne ihre 
Mannschaften unterwegs so barbarisch, um alle überflüssigen 
Matrosen zur Desertion zu treiben und möglichst wenig Lohn 
zu zahlen. Clarksons Enthüllungen über die furchtbaren Leiden 
der englischen Matrosen, die nach Afrika fuhren, machten 
grofses Aufsehen. Seine Informationsreisen nach Liverpool,
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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