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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

72 
XXV 1. 
Tote angemeldet wurden. Acht bis neun Mann verlor durch 
schnittlich jedes aus England absegelnde Sklavenschiff, bei 
einer mittleren Besatzung von 30—40 Mann (Clarkson S. 57). 
1786 waren rund 5000 Seeleute im Sklavenhandel beschäftigt. 
Davon kehrten heim 2320; auf den Totenlisten standen 1130; 
in Westindien entlassen oder desertiert waren 1470, daselbst 
neuangeworben 610, so dafs etwa 860 als Vermifste in West 
indien verblieben sein müssen, von denen nur wenige auf 
Kriegsschiffen oder sonstwie nach England zurückgekehrt sein 
können. Die Mehrzahl von ihnen, vielleicht 500, trieb sich 
elend aus Krankheit, Hunger und Not als Proletarier auf den 
Strafsen Jamaikas herum. Zusammen mit den 1130 Ver 
storbenen sind mithin im Jahre 1786 im ganzen 1630 Matrosen 
dem Vaterlande verloren gegangen. Ebenso war es früher 
und später (ibid. S. 63). Bei je 900 verschifften Sklaven setzte 
Grofsbritannien 60 Seeleute zu! Alle übrigen Handelszweige 
zusammengenommen hatten nicht mehr Verluste (Impol. S. 136). 
Also nicht als eine Pflanzschule, sondern als das Grab für 
unsere Marine mufs der Sklavenhandel bezeichnet werden. In 
seiner Verurteilung geht Clarkson so weit, zu wünschen, dafs 
man Frankreich Englands Anteil daran ruhig überlassen sollte, 
weil auf diese Weise die französische Flotte am sichersten 
zugrunde gerichtet würde (Impol., S. 134)! 
Über so schwere Anschuldigungen konnten die amtlichen 
Untersuchungen nicht mit Stillschweigen hinweggehen. Der 
Report von 1791 (siehe „Abstract of the Report of the H. o. C. 
on the Slave Trade in 1790 und 1791) enthält sehr eingehende, 
unanfechtbare Ergebnisse über die Sterblichkeitsverhältnisse 
der Matrosen an Bord der Afrikafahrer. Sie bestätigen den 
von Clarkson mitgeteilten Bericht (siehe Wilberforce, II. o. C., 
18. April 1791). „Während der Zeit vom September 1784 bis 
Januar 1790 waren nach dem Ausweis der dem königl. Kom- 
mitee vorgelegten Musterungsrollen auf 350 Sklavenschiffen 
12 263 Matrosen beschäftigt. Nur 5760 von ihnen kehrten 
heim. Von den übrigen 6503 waren vor ihrer Ankunft in 
Westindien 2643, d. h. mehr als Ve des ursprünglichen Mann 
schaftsbestandes, gestorben.“ Das Schicksal der übrigen 3860, 
das in den Musterungsrollen nicht erwähnt ist, erfährt man 
aus folgenden Zeugnissen (siehe auch Blake, S. 136 ff.) : Kapitän 
Hall: Die Matrosen befinden sich, wenn sie in Westindien an 
kommen, gewöhnlich in einem kranken, entkräfteten Zustande. 
„They are the most miserable objects he ever met with in 
any country in his life.“ Oft waren ihnen die Zehen abgefault, 
ihre Beine bis zum Umfang ihrer Schenkel angeschwollen und 
in gänzlicher Verschwärung begriffen. So sah man sie auf 
den Werften von Barbadoes, Antigua, Jamaika. „Von 70 Mann, 
die auf Sklavenschiffen gedient hatten, waren nur 30 zum 
Dienst auf einem Kriegsschiff tauglich, und das soll nicht
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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