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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Monograph

Identifikator:
862226767
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44950
Document type:
Monograph
Author:
Hochstetter, Franz http://d-nb.info/gnd/1018825304
Title:
Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

140 Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Guterumlaufes u. der Einkommensverteilung. —[1898 
zeben. Roscher lehrte, daß deshalb die intensive Landwirtschaft in der Regel nur 
rentiere, wenn die verkäuflichen Ernteprodukte im Geldpreise stärker steigen als die 
Produktionskosten, welche durch sinkenden Zinsfuß, bessere Maschinen und Geräte sich 
ermäßigen können. 
So richtig das Angeführte im allgemeinen ist, so sehr es ausschließt, auf einer 
Quadratmeile die Nahrung für Millionen zu erzeugen, so ist dieses sogenannte Gesetz 
doch häufig von abstrakten, mit der Geschichte der Landwirtschaft unbekannten Doktrinäreu 
in seinen Folgen überschätzt worden. Es hat seine Geltung nur in der bestimmten 
Richtung der Löslichmachung der Nährstoffe in der Ackerkrume; es schließt nicht aus, 
daß eine Summe von Arbeiten, Kapitalverwendungen, technischen Fortschritten nicht 
oder nur beschränkt unter dasselbe falle. So wenn vor 400 Jahren nur 26, 
vor 100 60, heute 86—90 0/0 der Flur jährlich bestellt wird; so wenn durch Drainage 
und andere Wafferabfuhr die reichsten Böden, die bisher nur Sumpfgras gaben, in üppiges 
Ackerland verwandelt werden, wobei das aufgewendete Kapital in 83—53 Jahren sich 
schon ersetzt; so wenn man neuerdings durch Zusammenlegung der Ackerparzellen die 
Produktionskosten auf die Hälfte verminderte. Ein erheblicher Teil der Fortschritte, 
die heute in Geräten, besserer Saatauswahl, besserer Anspannung der Tiere, Verwendung 
von Dampf und Elektrizität, nützlicherer Fruchtfolge, rationellerer Tierzucht gemacht werden, 
fällt nicht unter das Gesetz der abnehmenden Erträge. Es wird noch vielfach so 
irrationell und technisch falsch gewirtschaftet, daß große Ernte- und Reinertragssteigerungen 
bei gleichen Kosten möglich sind. Um zu schweigen von den Wege- und Transport— 
oerbesserungen, die oft jahrzehntelang Preise und Grundrenten senken, und von der 
historischen Thatsache, daß der Anbau oft nicht vom guten zum schlechten Boden, 
sondern umgekehrt vom schlechten zum guten fortschreitet (z4. B. wegen der ursprünglich 
leichteren Bebauung der geringen Höhenbbden). Daher ist praktisch für jede Zeit und 
jedes Land die Vorfrage für die Monopolrentenbildung, ob die teurer oder billiger kommen— 
den Fortschritte überwiegen, was wohl schon Schüz und andere, zumal die praktischen 
vandwirte betonten, die Grundrentengegner aber bis auf die neueste Zeit oft fast 
ganz ignorierten. 
Bei dem großen historischen Material über landwirtschaftliche 
Grundrentenbildung können wir nur einige wenige, besonders sorgfältig vor— 
bereitete Beweisstücke vorlegen. So die durchschnittlichen Kaufpreise und Renten des 
Ackerlandes aus Frankreuch, welche Vicomte D'Avenel uns bietet. Sie stellten sich 
pro Hektar für den Durchschnitt ganz Frankreichs und in heutigen Francs ohne Be— 
rücksichtigung des wechselnden Geldwertes folgendermaßen: 
Kaufpreis Rente 
9. Jahrh. 
3. *5 
1200 - 1225 445 12,9 
226- 1250 239 237509 
.251 - 1275 220 2060 
1276 - 1300 261 26,00 
1301 - 1325 222 22,00 
1326 - 1350 108 1080 
1351 21375 83 8,50 
HKaufpreis 
376 - 4400 
4011425 
426- 1450 
151- 1475 
76-1500 
501 1525 
1526 - 1550. 
1551 -2 1575. 261 
1576-1600 317 
— 
Ronte 
Kaufnreis Reute 
1601- 1625 277 
626- 1650 308 
651- 1675 481 
1676 - 1700 375 
701 - 1725 265 
4726 - 1750 344 
1751-2 1775 515 
14,20 1776 - 1790 764 
19,80 1890 1600 
Wir können nicht versuchen, die Fülle der Ursachen dieser Zahlenreihen zu er— 
schöpfen; das Wichtigste aber ist klar. Vom 9. Jahrhundert bis Anfang des 18. die 
zroße Steigerung, welche Folge der innern Kolonisation, der aufsteigenden wirtschaftlichen 
Blüte, der auf gegen 20 Millionen gewachsenen Bevölkerung (JS. 171) ist; dann 
Stillftand und Rückgang bis 1500; von da wieder ein Steigen, das unter Colbert 
seinen Höhepunkt (166116735) hat, 50 Jahre lang dann wieder abflaut, seit Fleurys 
riedlichem Regiment wieder bis 1790 zunimint; im'19. Jahrhundert Verdoppelung des 
Kaufpreises bei Stabilität der Rente. Lange Epochen des Rückganges und der Stabilität 
der Kaufpreise und Rente kommen vor; ihre Ursachen sind teilweise politisch-kriegerische,
	        

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Budgets and Visible Commercial Balances of European Countries 1922-1925. Reference Service on International Affairs, 1925.
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