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Der Safranhandel im Mittelalter

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Bibliographic data

fullscreen: Der Safranhandel im Mittelalter

Monograph

Identifikator:
865635560
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-96645
Document type:
Monograph
Author:
Sarraut, Maurice
Title:
Le problème de la marine marchande
Place of publication:
Paris
Publisher:
Berger-Levrault & Cie.
Year of publication:
1901
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 411 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapitre IV - Les chantiers francais
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Safranhandel im Mittelalter
  • Title page
  • I. Produktion und Herkunft
  • II. Die für den mittelalterlichen Safranhandel wichtigen Anbaubezirke. Der von ihnen ausgehende Handel mit Ausschluß der Handelstätigkeit der Deutschen
  • III. Der Safranhandel der Deutschen im Auslande
  • IV. Safranhandel und Safrananbau in Deutschland
  • V. Wertung, Preise, Anwendung

Full text

40 
für den Bellegier sein l ). Auch die letzten Verkäufe auf den 
Märkten stehen schon im Zeichen der Ernteaussichten. 
Schiebt in Frankfurt den Safran von der Hand, schreibt man, 
doch haltet ihn fest, wenn ihr hört, daß der Regen der neuen 
Ernte Schaden getan hat 2 ). 
Zu den Obliegenheiten der Faktoren gehört endlich 
auch, einen Überblick zu gewinnen über die Mengen des 
produzierten Safrans überhaupt, über die Firmen, die einge 
kauft, die Preise, die sie gezahlt haben. Dabei ertönen 
Klagen, daß die eine oder die andere Firma zu teuer ein 
gekauft und die Preise verdorben habe ’). 
Die Einkäufe selbst finden hauptsächlich im Winter statt. 
Wir sahen, wie Steinhüsler von Dezember bis Februar in die 
Abruzzen reist und im Januar in Aquila und Foligno kauft. 
Im März sind auch die Einkäufe in Spanien in der Haupt 
sache beendigt. Doch ist damit der ganze Safranvorrat der 
Bauern noch nicht aufgekauft. Durch den ganzen Sommer 
bis August finden Einkäufe statt, die sogenannte Sommer 
anlegung. Klarer als aus den Ravensburger Papieren geht 
die zeitliche Verteilung der Einkäufe aus dem Zollbuch von 
Barcelona hervor. Die Durchschnittsausfuhr der einzelnen 
Monate beträgt in den 16 Jahren in runden Zahlen: 
April 228 Pfd. August 37 Pfd. Dezember 1176 Pfd. 
Mai 195 „ September 94 „ Januar 1195 „ 
Juni 287 „ Oktober 299 „ Februar 990 „ 
Juli 127 „ November 707 „ März 326 „ 
Schon vor der eigentlichen Ernte beziehen sich indeß 
einzelne Geschäftsabschlüsse auf den neuen Safran in einer 
Form, die als Käufe von „ersta balla“, „ersta flors", „pri 
meras flors" bezeichnet wird. In Saragossa sind solche 1480 
schon vor Mitte Oktober abgeschlossen worden, zu einer 
Zeit, als der meiste Safran noch auf dem Felde steht : ). 
Diese Käufe gelten als besonders spekulativ. Es heißt von 
ihnen, sie seien ein blindes Ding 5 ). Man unterscheidet aus 
drücklich ersta flor von dem neuen Safran"). Auch fällt 
die Tatsache auf, daß man ersta flor einkauft, ohne den 
1) Rav. Pap. 66. 
4) Rav. Pap. 11. 
2) Rav. Pap. 72. 
5) Rav. Pap. 10. 
3) Rav. Pap. 7, 9. 
6) Rav. Pap. 9.
	        

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Die Theorie Der Volkswirtschaft. Verlag von Arthur Kade, 1912.
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