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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
866692347
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-93845
Document type:
Monograph
Author:
Raeder, Anton Henrik http://d-nb.info/gnd/115767741X
Title:
L' arbitrage international chez les Hellenes
Place of publication:
Kristiania
Publisher:
Aschehoug [u.a.]
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (322 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
    Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

542 
Moderne Seehäfen: Odessa, Triest, Genua, Marseille. 
molo gegen die Wogen des Schwarzen Meeres geschützt. Hier in Odessa, dem wichtigsten 
Hafen Rußlands am Schwarzen Meer, ist der Stapelplatz des russischen Getreidehandels. 
Bereits im Jahre 1886 gingen 20% des enormen von Rußland ausgeführten Quantums 
Getreide über Odessa. Die günstige Lage der Stadt, speziell für den Getreidehandel, 
ergibt sich aus der Nähe der bedeutendsten Getreide-Gouvernements Rußlands, nämlich: 
Bessarabien, Cherson, Taurien, Poltawa, Kiew und Charkow. Große Anlagen (Silos) 
sind hier, in ähnlicher Weise wie in den amerikanischen Häfen erbaut worden, um das 
Getreide aufspeichern und rasch verladen zu können. 
Triest, das antike Tergeste, eine Schöpfung der Römer, kann auf eine lange 
Geschichte zurückblicken. Erst viele Jahrhunderte nachdem Aquileja, Ravenna und 
Venedig nacheinander von ihrer hohen Stellung herabgesunken waren, kam Triest und 
zwar im 18. Jahrhundert zur Bedeutung. Namentlich der Kaiserin Maria Theresia 
verdankt der Ort eine Ausgestaltung seiner Hafenanlagen, und eine der Molen führt 
noch jetzt den Namen der Herrscherin, unter deren Regierung sie entstand. Die mo 
dernen Hafeubauten nahmen 1867 ihren Anfang. Die stattlichen Kais wurden hier 
wie an anderen Seehafenplätzen mit Schuppen und Magazinen ausgestattet, die mit 
ihrem direkten Eisenbahnanschluß den Anforderungen der Neuzeit Rechnung tragen 
und ein rasches, selbst durch die Nacht nicht unterbrochenes Löschen und Laden 
der Schiffe gestatten. Ein höchst malerisches Bild ist es, welches das schön gelegene 
Triest gewährt, das zwar durch die Semmeringbahn mit dem österreichischen Hinter 
lande in Verbindung gesetzt worden ist, aber schwer unter der Konkurrenz anderer 
Hafenstädte, so namentlich auch Hamburgs, zu leiden hat, welchem Orte auf der 
Elbe ein nicht unwesentlicher Teil der Produkte der österreichischen Industriegebiete zu 
geführt werden. 
Genua blickt auf eine ruhmreiche Geschichte zurück. Während der Zeit der Kreuz 
züge rüstete es große Transportflotten aus, und die im Orient angeknüpften Handels 
beziehungen ließen es rasch zu Glanz und Reichtum gelangen. In der Folgezeit spielten 
die heftigen Kämpfe mit Venedig um die Herrschaft im Mittelmeer keine geringe Rolle. 
Durch die Seeschlacht bei Chioggia im Jahre 1380 wurde dieser Streit zu gunsten 
Venedigs entschieden, und die zahlreichen griechischen Besitzungen, auf welchen die 
thätigen Genuesen manche Spur ihrer Schaffenskraft zurückgelassen haben, gingen in 
den Besitz der glücklichen Rivalin über. Ein wechselvolles Geschick ward Genua zu teil, 
in dem leider die Parteikämpfe nicht wenig zur Schwächung beitrugen, bis es in unserem 
Jahrhundert sich wieder zu einer bedeutenden Seestadt erhob und zu dem wichtigsten 
Hafen des geeinigten Italien wurde. Die Eröffnung des Suezkanals und die Inbetrieb 
nahme der Bahnen durch den Mont Cenis und den Gotthard erwiesen sich für Genua 
von weittragender Bedeutung und ließen neues kräftiges Leben in der alten Stadt 
erblühen. Die Fertigstellung des jetzt in Angriff genommenen Simplontunnels wird 
diesem Seehafen weitere Handelsbeziehungen zuführen. 
Um den bereits in Genua konzentrierten Handel bewältigen und um sich für die 
Zukunft vorbereiten zu können, sind in den letzten Jahrzehnten ausgedehnte Hafenbauten 
hergestellt worden, deren Kosten zu einem nicht unbedeutenden Teile von dem Herzoge 
von Galliers bestritten wurden. Große Landnngsdämme und Molen sind entstanden, 
welche in kunstvoller Weise pneumatisch fundiert wurden und an welchen sich, wie in 
anderen modernen-Seehäfen, Schuppen erheben, in welche die Waren aus den Schiffen 
mittels hydraulisch betriebener Kräne befördert werden. Genua ist der Haupthafen für 
die italienischen Auswanderer, die sich vorwiegend Südamerika zuwenden. 
Marseille, wahrscheinlich eine Gründung der Phönizier, ist die einzige antike 
Handelsmetropole, die sich bis zum heutigen Tage ihre Bedeutung bewahrt hat. 
Während Tyrus, Sidon, Karthago, die Häfen an dem Tiber und Seleucia Pieria 
in Trümmer liegen und auch Alexandria und der Piräus ihre einstige Bedeutung 
eingebüßt haben, hat Massilia zwar den Namen gewechselt, aber seine vorteilhafte 
natürliche Lage hat es gegen ein Verschwinden oder Zugrundegchen geschützt. Einen 
der großartigsten Kunsthäfen hat hier die moderne Technik, die an solchen Erzeug-
	        

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L’ Arbitrage International Chez Les Hellenes. Aschehoug [u.a.], 1912.
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