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Russlands Bankerott

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Bibliographic data

fullscreen: Russlands Bankerott

Monograph

Identifikator:
869807978
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-400
Document type:
Monograph
Title:
Russlands Bankerott
Place of publication:
Berlin-Charlottenburg
Publisher:
Plutus Verlag
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource ([5] Blatt, 125 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Polemilches.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Russlands Bankerott
  • Title page
  • Contents
  • I. Zur Warnung.
  • II. Beiträge zur Zeitgeschichte.
  • III. Polemilches.

Full text

123 
Zum Schluß scheint es mir notwendig, noch eins der Mittelchen auf- Die Lüge vom 
zudecken, mit denen für die Glorie der russischen Finanzen gearbeitet wird. Gold- 
Schon der Artikelschreiber der Vossischen Zeitung fabelt von einem enormen guthaben, 
russtschen Goldguthaben im Ausland. Seine Fabel wurde unterstützt durch 
die mehr als auffallende Meldung des Petersburger Korresspondenten der 
Frankfurter Zeitung, das Rußland ein Guthaben von über eine Milliarde 
Francs, d. h. also von etwa 400 Millionen Rubel im Auslande habe. Die 
Vossische Zeitung greift diese Meldung triumphierend auf, verrät aber in 
ihrer Freude leichtsinnigerweise, daß diese 400 Millionen Rubel sich aus 
125 Millionen Rubel wirklichen Staatsguthaben und aus 275 Millionen 
Rubel Guthaben der russischen Reichsbank zusammensetzt. Dadurch wird der 
ganze Humbug entschleiert. Denn während der Eindruck erweckt werden soll, 
daß(es sich um ein zur Disposition stehendes Guthaben handelt, ist es 
doch ganz klar, daß die 275 Millionen der russischen Staatsbank kein freies 
Guthaben darstellen, sondern vielmehr einen integrierenden Bestandteil des 
-Gesamt-Goldschatzes der Reichsbank ausmachen, der zur Deckung der um 
laufenden Noten dient. 
Ich denke, es ist genug des grausamen Spiels. Man kann diese Pro 
pheten der Lüge sich selbst überlaffen. Aber wie schlecht muß es um eine 
Sache bestellt sein, die nur noch solche Ritter der Geistlosigkeit zu Landes 
beschützern zu werben vermag? 
* 
* 
* 
Nachwort. 
(14. April 1906.) 
Die deutsche Regierung hat es also endlich aufgegeben, den Russen 
kurs zu stützen, sie hat das deutsche Publikum — wenn auch sehr spät 
— gewarnt, und gemäßigte, den Regierungskreisen nicht fern stehende 
Blätter, wie die Magdeburgische Zeitung, raten den Kapitalisten, ihren 
Russenbesitz über die französische Grenze abzuschieben. Das ist natür 
lich dem Russenkonsortium und dem Hause Mendelssohn höchst unbequem, 
und diese Interessenten sammeln einen Teil der Berliner Presse um 
sich, der ihren Einflüsterungen gläubig Gehör schenkt. Aber nicht nur, 
daß diese Blätter unausgesetzt an dem trüben Bilde, das die russische 
Finanzlage bietet, herumretouchieren, sogar über ihren Inseratenteil 
ist eine scharfe Zensur verhängt, damit auch nicht von fremder Hand 
etwa die Aufklärung in die Reihen ihrer Leser getragen werden könnte. 
Meine Leser wissen, daß im letzten Heft des Plutus eine Artikel 
serie über den russischen Staatsbankerott zu erscheinen begonnen hat.Z 
Diese Aussätze enthalten eine Reihe neuer Gesichtspunkte für die Beur 
teilung der Situation, und ich hatte deshalb den Wunsch, von ihrem 
Erscheinen auch denjenigen Interessenten, die nicht zu den ständigen 
Die Deutsche 
Regierung ver 
läßt das 
sinkende 
Russenschiff. 
Zurückweisung 
von Annoncen. 
9 Tr sind das die erste» drei Aussätze dieser Sammlung.
	        

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Taxämter Oder Private Schätzungen? Verlag von W.F. Schulte, 1913.
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