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Grundzüge der Sozialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
876559135
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1676
Document type:
Monograph
Author:
Borght, Richard van der http://d-nb.info/gnd/11625274X
Title:
Grundzüge der Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C. L. Hirschfeld
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 566 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents
  • I.Teil. Allegeines
  • II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
  • III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
  • IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung

Full text

11. Kapitel. Beeinflussung der Arbeitsbedingungen durch Koalitionen. 269 
59 691, Baugewerbe 58 779 entfielen usw. Von den Vereinen unter 
hielten viele besondere Stellenvermittelungsbureaus. Fachbibliotheken, 
Streik- und andere Unterstützungskassen sind im übrigen die Haupt 
arten der Betätigung, nur selten finden sich Pensions-, Darlehns-, 
Unfallversicherungskassen. 
An Verbänden (Unionen) von gewerblichen Arbeitersyndikaten 
waren Anfang 1903 vorhanden: 
Vereine 
Mitglieder 
39 
Lokal- und Bezirksverbände 
368 
55 501 je desselben Berufs 
49 
71 77 17 
753 
211898 „ verschiedener Berufe 
45 Landesverbände 
1071 
252770 „ desselben Berufs 
1 
Landesverband 
32 
164 598 „ verschiedener Berufe. 
Auch von den Verbänden unterhält eine ansehnliche Zahl Ar 
beitsvermittlungsstellen, wobei zu beachten ist, daß in Frankreich 
über Mißbräuche der zu Erwerbszwecken betriebenen privaten Arbeits 
vermittlungsstellen seit Jahren lebhafte Klagen geführt worden sind. 
In Italien sind Anfang 1903 von sozialistischer Seite — die Be 
rufsvereine stehen dort überwiegend unter dem Einfluß der sozia 
listischen Partei— festgestellt 27 Zentralorganisationen mit 2768 Zweig 
vereinen und 480 689 Mitgliedern. 
Noch geringer ist die Zahl der in Berufsvereinen organisierten 
Arbeiter in anderen Ländern. In Österreich waren 1902 der Gewerk 
schaftskommission angeschlossen 47 Zentralorganisationen mit 302 
Landes-oder Lokalverbänden, 1397 Ortsgruppen und 135 178 Mitgliedern; 
dazu treten noch „allgemeine“, d. h. nicht beruflich gegliederte Ge 
werkschaften mit 91 Landes- oder Lokal vereinen, 43 Ortsgruppen und 
4450 Mitgliedern. Das Newyorker Arbeitsamt schätzt für 1902 die 
Zahl der in Berufsvereinen organisierten Arbeiter auf: 
in Dänemark . 96000 in der Schweiz . . . 54000 
„ Belgien . . 89000 „ den Niederlanden . 12 000 
„ Schweden . 67 000 
In Spanien waren der 1888 begründeten Union general de Tra- 
bajadores Anfang 1903 angeschlossen 29 Zentralberufsvereine mit 282 
Zahlstellen und 46896 Mitgliedern. In Kanada schätzt die Soziale 
Praxis die Zahl der in Berufsvereinen organisierten Arbeiter Anfang 
1903 auf 100 000; in Australien beträgt die entsprechende Zahl für 
1902 nach dem Newyorker Arbeitsamt 250 000. 
Das sind alles bescheidene Ziffern, und selbst in England, dem 
Vorbilde für diese ganze Entwicklung, ist — wie erwähnt — nur ein 
kleiner Teil der Arbeiterschaft zu Gewerkschaften zusammengeschlossen. 
Daß auch die Arbeitgeber sich vielfach in Vereinen und Ver 
bänden organisiert haben, ist selbstverständlich. In diesem Zusammen 
hänge kommen nur solche Arbeitgebervereine in Betracht, die als
	        

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Grundzüge Der Sozialpolitik. Verlag von C. L. Hirschfeld, 1904.
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