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Grundzüge der Sozialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
876559135
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1676
Document type:
Monograph
Author:
Borght, Richard van der http://d-nb.info/gnd/11625274X
Title:
Grundzüge der Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C. L. Hirschfeld
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 566 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I.Teil. Allegeines
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents
  • I.Teil. Allegeines
  • II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
  • III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
  • IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung

Full text

2. Kapitel. Voraussetzungen der Sozialpolitik. 
17 
Unternehmern und Arbeitern. Der gebundene, aber gegen Wechsel 
fälle des Lebens einigermaßen gesicherte Arbeiterstand wurde ersetzt 
durch die freie Lohnarbeiterklasse in landwirtschaftlichen und nichtland 
wirtschaftlichen Berufen. In beiden wurde der freie Arbeitsvertrag die 
Grundlage des Arbeitsverhältnisses. Dies und die allmählich notwendig 
gewordene rechtliche Anerkennung der Bewegungsfreiheit des Arbeiters 
ließen das Arbeitsverhältnis mehr von rein geschäftlichen Gesichts 
punkten beherrscht werden. Mit dem familienhaften Zusammenhang 
verlor sich die persönliche Fürsorge des Arbeitgebers für den Arbeiter. 
Durch den Untergang der Zünfte schwand auch der Rückhalt, den 
deren Unterstützungskassen sonst geboten hatten. Nur beim Bergbau 
wurde dieser Ausfall vermieden, weil die Knappschaftskassen bestehen 
blieben. Die Hauptmasse der Lohnarbeiter wurde frei, aber auch im 
wesentlichen auf sich selbst angewiesen und gleichzeitig als eine in 
der Hauptsache dauernd unselbständige Klasse den Unternehmern 
gegenübergestellt, weil die wachsende Bedeutung des Kapitals und 
des technischen und kaufmännischen Wissens für den modernen Betrieb 
dem Aufsteigen zur wirtschaftlichen Selbständigkeit Hindernisse ent 
gegenstellt, die der vermögenslose und einfach gebildete Arbeiter nur 
in sehr seltenen Fällen überwinden kann. Unternehmer und Arbeiter 
sind zwar im letzten Grunde auch heute noch an dem Fortbestand und 
an dem Gedeihen des Betriebes gemeinsam interessiert; aber sie sind 
doch weit auseinander gerückt. Der Arbeiter entstammt jetzt einer 
ganz anderen Volksschicht, macht einen anderen Bildungsgang durch, 
bewegt sich dauernd in anderen Gesellscliaftsschiehten und Lebens 
verhältnissen, als der Unternehmer. In den zahllosen Interessen 
des täglichen Lebens gehen die Wege beider auseinander. Nicht mit 
derselben Schärfe, aber doch in ähnlicher Richtung haben sich die 
Verhältnisse der Angestellten verschoben; nur darf nicht übersehen 
werden, daß die geringeren Stufen der Angestellten von diesen Ver 
schiebungen mehr berührt werden, als die höheren, ein Unterschied, 
der in abgeschwächtem Maße auch innerhalb der Lohnarbeiterklasse 
zu Tage tritt. 
Die große Umivälzung der gesamten Lebensverhältnisse der Lohn 
arbeiterklasse hat sich in verhältnismäßig kurzer Zeit vollzogen. Ge 
rade deshalb aber ist es nicht möglich gewesen, den besonderen Be 
dürfnissen, die sich aus den neuen Verhältnissen ergeben haben, in 
ausreichendem Maße gerecht zu werden. Es hat sich ein Abstand 
zwischen berechtigten Bedürfnissen der wirtschaftlich unselbständigen 
Klassen, insbesondere der Lohnarbeiterklasse, und ihren Lebensverhält 
nissen entwickelt. Die Frage, wie er zu vermindern oder zu beseitigen 
sei, ist der Inhalt der „sozialen Frage“, als deren wichtigste Einzel 
form die Lohnarbeiterfrage erscheint. Die nach Lage der Verhältnisse 
van der Borght, Grundz. d.. Sozialpolitik. 2
	        

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Grundzüge Der Sozialpolitik. Verlag von C. L. Hirschfeld, 1904.
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