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Grundzüge der Sozialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
876559135
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1676
Document type:
Monograph
Author:
Borght, Richard van der http://d-nb.info/gnd/11625274X
Title:
Grundzüge der Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C. L. Hirschfeld
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 566 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents
  • I.Teil. Allegeines
  • II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
  • III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
  • IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung

Full text

11. Kapitel. Beeinflussung der Arbeitsbedingungen durch Koalitionen. 285 
teiligten Personen spielten in den letzten Jahren die Arbeitsstreitig 
keiten die größte Rolle im Bergbau und Steinbruchsbetrieb, in welchem 
1902: 208526 und 1903: 61460 Personen in Ausstand traten bezw. aus 
gesperrt wurden, auf die Textilindustrie kamen 1902: 16 706 und 
1903: 9270, auf die Metall-, Maschinen- und Schiffbauindustrie 1902: 
15 914 und 1903: 32110, auf Baugewerbe 1902: 5356 und 1903: 3649 usw. 
Das Jahr 1893, das nach den vorstehenden Zahlen in Großbritan 
nien besonders reich an Arbeitsstreitigkeiten größerer Ausdehnung 
war — über 31,2 Mill. Arbeitstage gingen dadurch verloren — zeigt 
auch in Frankreich sehr hohe Ziffern. Dort wurden 1893: 634 Aus 
stände gezählt, woran 4286 Betriebe und 170123 Personen beteiligt 
waren. In den unmittelbar vorhergehenden und nachfolgenden Jahren 
war die Ausstandsbewegung bei weitem nicht so ausgedehnt. In den letzten 
Jahren ist eine starke Zunahme zu verzeichnen. 1901 wurden 523 
Streiks mit 111414 Ausständigen und 1902: 512 Streiks mit 212704 
Ausständigen gezählt. Der Verlust an Arbeitstagen war 1901 für die 
Streikenden selbst 1687 895 Tage und 1902: 4442477, wozu 1902 noch 
202604 Arbeitstage von gezwungen Feiernden hinzutreten. 
Die Zahlen anderer Länder können übergangen werden. Schon 
die angeführten lassen erkennen, daß es sich hier in der Tat um eine 
Erscheinung handelt, die einen tiefgreifenden Einfluß auf die wirt 
schaftlichen und sozialen Verhältnisse haben muß. 
Die Anlässe zu Arbeitsstreitigkeiten sind sehr mannigfaltig. In 
erster Linie kommen hierbei Lohnfragen in Betracht. Diese Tatsache 
wird allenthalben durch die Statistik bestätigt. Im Vordergründe 
steht bei den Lohnfragen die eigentliche Lohnhöhe, die entweder 
gegen Herabsetzung — bei den Aussperrungen gegen Heraufsetzung — 
gesichert oder in ihrem Ausmaß zugunsten der Ausständigen oder der 
Aussperrenden verändert werden soll. Demnächst sind auch Fragen 
der Lohnberechnung, Bezahlung für Überstunden und Nebenarbeiten 
u. dgl. von Bedeutung. Bei den deutschen — in den betr. Berichts 
jahren beendeten — Ausständen betrafen die Forderungen der Arbeiter: 
Aufrechterhaltung der bisherigen 
1902 
1901 
1900 
1899 
Zeit- und Stücklöhne . . . 
Erhöhung der bisherigen Zeit- und 
131 Mal 
170 Mal 
99 Mal 
67 Mal 
Stücklöhne 
532 „ 
499 „ 
956 „ 
820 „ 
Bezahlung für Überstunden . . 
33 „ 
72 „ 
203 „ 
1 
Bezahlung für Nebenarbeiten . . 
34 „ 
42 „ 
71 „ 
\ 239 „ 
Sonstige Lohnfragen 
66 „ 
85 „ 
107 „ 
J 
Zusammen 
796 Mal 
868 Mal 
1436 Mal 
1126 Mal. 
Da bei den Ausständen vielfach mehrere Forderungen zugleich 
in Betracht kommen, so sind bei den vorstehenden Zahlen Doppel 
zählungen vorhanden.
	        

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Grundzüge Der Sozialpolitik. Verlag von C. L. Hirschfeld, 1904.
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