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Grundzüge der Sozialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
876559135
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1676
Document type:
Monograph
Author:
Borght, Richard van der http://d-nb.info/gnd/11625274X
Title:
Grundzüge der Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C. L. Hirschfeld
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 566 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents
  • I.Teil. Allegeines
  • II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
  • III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
  • IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung

Full text

474 III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper usw. 
1896:869, an nicht anerkannten 1865 : 80, 1885:65, 1890:105, 1895:176. 
Die Mitgliederzahl dürfte 100000 wenig übersteigen. Die Beiträge 
der Mitglieder, ohne Ehrenmitglieder, waren bei den anerkannten 
Kassen 1896 : 1 054083, 1895 :1 012439 Frs., bei den nicht anerkannten 
1895:354057 Frs., die Aufwendungen für Arbeitsunfähigkeit usw. bei 
jenen 1896:675 925 Frs., 1895:688 036 Frs., bei diesen 1895:248379 Frs. 
Außerdem bestanden 1896: 8 anerkannte Sterbekassen mit 61 926 Frs. 
Mitgliederbeiträgen. Hilfsvereine, welche den; Anschluß ihrer Mit 
glieder an die unter Staatsgarantie bestehende staatliche Spar- und 
Altersrentenkasse bewirken, erhalten vom Staat Ermutigungsprämien. 
An solchen Prämien nahmen 1894 :107 und 1898: 933 Hilfsvereine teil. 
Die Summe der Einzahlungen belief sich 1898 für 66079 Einlagebücher 
auf 957 265 Frs., die vom Staat bewilligten Prämien auf 281 935 Frs. 
Auch hierbei handelt es sich im ganzen, so anerkennenswert im 
einzelnen die Leistungen sein mögen, um verhältnismäßig geringe 
Ziffern. Dasselbe zeigt sich in anderen Ländern. Hiernach erscheint 
die praktische Bedeutung der Versicherungsgenossenschaften nicht als 
besonders groß. Dasselbe hatte sich früher auch in Deutschland er 
wiesen, und gerade diese Erkenntnis hat hier den Übergang zur um 
fassenden Zwangsversicherung der Arbeiter befördern helfen. 
§ 3. Produktivgenossenachaften. An dieser Stelle kommen nur 
gewerbliche Produktivgenossenschaften in Betracht. Die zahlreichen 
landwirtschaftlichen Produktivgenossenschaften sind nicht Genossen 
schaften von Arbeitern, sondern von selbstständigen Landwirten. 
Die gewerblichen Produktivgenossenschaften sind zum Teil genossen 
schaftliche Arbeitervereinigungen zum Zwecke der gemeinsamen 
Durchführung der Produktion. Dem Grundgedanken derartiger Ge 
nossenschaften hat man früher eine sehr hohe Bedeutung beigelegt. 
Schtjlze-Delitzsch, der sich um die Entwicklung der deutschen 
Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften besondere Verdienste er- 
Avorben hat, sah in den gewerblichen Produktivgenossenschaften die 
höchste Stufe des genossenschaftlichen Systems, und Ferdinand 
Lassalle, der sozialistische Agitator, schätzte sie so hoch, daß er für 
ihre umfangreiche Unterstützung aus Staatsmitteln eintrat. 
Was an den Produktivgenossenschaften der Arbeiter besonders 
gefangen nahm, Avar die hier vollzogene Erhebung der ausführenden 
Arbeiter zu Unternehmern. Damit schien der Weg gerviesen, auf 
dem der Gegensatz zwischen Unternehmer- und Arbeiterinteresse 
überhaupt aus der Welt geschafft werden könne. Gleichwohl ist 
gerade diese Gruppe der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften 
nirgends zu großer Bedeutung gelangt. Eine große Reihe der er 
richteten gewerblichen Produktivgenossenschaften hat nur kurzen 
Bestand gehabt, und von jener umgestaltenden Wirkung auf die ganze
	        

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Grundzüge Der Sozialpolitik. Verlag von C. L. Hirschfeld, 1904.
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