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Grundzüge der Sozialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
876559135
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1676
Document type:
Monograph
Author:
Borght, Richard van der http://d-nb.info/gnd/11625274X
Title:
Grundzüge der Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C. L. Hirschfeld
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 566 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents
  • I.Teil. Allegeines
  • II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
  • III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
  • IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung

Full text

504 IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in bezug auf sonstige Personen usw. 
nügendes bietet. Es wird sich kaum umgehen lassen, für diese die Er 
gänzung der normalen Leistungen der Zwangsversicherung durch private 
Versicherung Ader organisierte Selbsthilfe von vornherein mit ins Auge zu 
fassen; das bedingt aber wieder Vorkehrungen gegen Überversicherung, 
und in solchen Vorkehrungen wird ein Teil der Privatbeamten leicht einen 
unerwünschten Eingriff in sein Selbstbestimmungsrecht erblicken. Da 
sich — wie erwähnt — eine organisierte Selbsthilfe in beachtens 
wertem Umfange entwickelt hat, wird Sorge getragen werden müssen, 
daß die betreffenden Organe nicht in ihrer Entwicklung unterbunden 
werden. Ob es möglich ist, sie an der Durchführung der eventuellen 
reichsgesetzlichen Zwangsversicherung selbst zu beteiligen — etwa in 
ähnlicher Weise wie die Hilfskassen bei der Krankenversicherung — 
läßt sich noch nicht entscheiden. Die Überwindung aller solcher 
Schwierigkeiten ist viel schwerer, als sich manche der Wortführer der 
Bewegung vorzustellen scheinen. Die Schwierigkeiten zeigen sich 
nicht, solange man das Ziel nur ganz allgemein bezeichnet oder nur 
gewisse grundsätzliche Forderungen aufstellt. Erst bei der mühevollen 
Kleinarbeit, die nötig ist, um solche Grundsätze in eine praktisch ver 
wertbare gesetzgeberische Form zu kleiden, wird es klar, welche 
Hindernisse und Widerstände aus dem Wege zu räumen sind. 
19. Kapitel. Die Dienstboten. 
§ 1. Allgemeine Gesichtspunkte. Die „häuslichen Dienstboten“, 
d. h. die im Haushalt ihres Arbeitgebers lebenden Dienstboten, um die 
es sich hier allein handelt, stellen eine keineswegs kleine Bevölkerungs 
schicht dar, die freilich in den einzelnen Ländern und Bezirken eine 
sehr verschiedene relative Bedeutung hat. In Deutschland hat die 
Berufszählung von 1895: 1339 316 häusliche Dienstboten oder 6,1 % der 
erwerbstätigen Bevölkerung (darunter 1313957 weibliche) ergeben 
gegen 1324 924 (darunter 1282414 weibliche) im Jahre 1882. Bei der 
deutschen Volkszählung vom 1. Dezember 1900 wurden 1337 721 Dienst 
boten für häusliche Dienste ermittelt (2,5 °/o der Gesamtbevölkerung). 
Davon lebten in Haushaltungen mit: 
2 Personen 
5 
6 
7 und 8 
9 und 10 
11 und mehr 
72 576 = 2,0 % 
145 544 = 2,4 °/o 
182 884 =- 2,2 °/o 
199 926 = 2,3 °/o 
185 496 = 2,3 > 
264 229 = 2,3 °/o 
137 856 = 2,8 °/o 
148 810 = 5,9% • 
der ganzen in der Haushal- 
tungsgruppe lebenden Be 
völkerung 
Das Bedürfnis, Dienstboten heranzuziehen, ist hiernach in kleinen 
wie in großen Haushaltungen vorhanden. Aus dem Umstande, daß 
erst bei den größten Haushaltungen der Prozentsatz größer wird, darf
	        

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Grundzüge Der Sozialpolitik. Verlag von C. L. Hirschfeld, 1904.
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