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Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

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Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
876559135
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1676
Document type:
Monograph
Author:
Borght, Richard van der http://d-nb.info/gnd/11625274X
Title:
Grundzüge der Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C. L. Hirschfeld
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 566 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I.Teil. Allegeines
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

82 
und Mutigerer erschienen, als in unserer Newaburg: auf seinem Antlitz, 
in seiner Gebärde und Rede, in Schritt und Tritt schien er wie von 
rischer Jugendkraft neu durchschossen und mit einem Glanze des Mutes 
und der Hoffnung durchleuchtet und umleuchtet, daß ich alle seine kleinen 
nitspielenden Zufälligkeiten, sein schon ergrautes Haar, seine durch Po— 
dagra zuweilen gehemmten und gekürzten Schritte darüber vergaß. Mit 
olchem Glanz und solcher Frische durchschritt er die Säle der Fürsten 
und die Paläste der Knesen, jetzt schon gleich einem glücklichen trium— 
phierenden Sieger. Ich habe ihn freilich mit dem Kaiser nicht gesehen 
— so hoch reichte in Petersburg meine Kleinheit nicht — aber ich kann 
doch zeichnen, wie er in der Gesellschaft von Prinzen und Bojaren sich trug, 
wo er oft fröhliche Abende beim Teetisch zubrachte, und wo ich unter andern 
mitsitzen durfte. Man kann sich kaum vorstellen, und wenn man ihn in 
päteren Jahren wiedersah, konnte man seiner eignen Erinnerung kaum 
trauen, mit welcher Leichtigkeit und Witzigkeit dieser ernste, strenge Mann 
durch seine Gespräche und Einfälle auch die Freude schöner Frauen sein 
konnte, oder vielmehr, wie schöne Frauen —DOD— 
Endlich war eine große Entscheidung gekommen, die Mordschlacht 
bei Borodino an der Wiäsma war geschlagen; obgleich als ein Sieg 
verkündigt und mit Pauken und Trompeten und mit Geläut von gllen 
Türmen gefeiert, von den Russen verloren, und bald von Jedermaͤnnig⸗ 
lich als eine verlorne Schlacht erkannt worden. Und nicht lange — so 
erklang die Botschaft, Rostopschin hat Moskau in Flammen aufgehen 
lassen, und Napoleon ist in den Kreml eingezogen. 
Wenn aber die Borodiner Schlacht und der alten Hauptstadt Brand 
die Herzen erschütterte und Millionen Beine und Zungen in Bewegung 
setzte, stand mein Ritter fest und unerschütterlich da. Nie habe ich ihn 
frischer und rüstiger gesehen als in diesen entscheidenden Wochen. Auch 
daiser Alexander stand und hielt fest, wieviel auch an solcher Stellung 
zezupft und gerüttelt werden mochte. Ich habe nicht mitgesessen im 
innern Rat und weiß nicht, wieviel er sich auf Steins Mut und Tugend 
gestützt hat; genug, trotz aller Neigungen und Senkungen nach der 
andern Seite hin und trotz Napoleons Sendungen, Friede ward nicht 
geschlossen, und endlich kam eine Freudenbotschaft nach der andern, daß 
der große Überzieher der Völker und Durchzieher der Länder mit seinen 
Heerhaufen durch Eis und Schnee einige hundert Meilen von Osten 
gegen Westen die Rückreise angetreten habe. Hier stehe nun eine Er— 
zählung, welche mir der Minister Graf Uwaroff nach dem Erlebnis eines 
kaiserlichen Freudengastmahls gemacht hat, bei welchem Steins Mut und 
Kühnheit alle Russen zum Erschrecken und zur Bewunderung hin— 
gerissen hat. 
Die alte Herrin und Kaiserin, die sonst so stattliche Württembergerin, 
hatte sich dort auch erhoben, jetzt bei der Nachricht von dem Rückzuge
	        

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Entstehung Und Bedeutung Der Preußischen Städteordnung. Dürr, 1908.
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