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Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

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Bibliographic data

fullscreen: Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

Monograph

Identifikator:
876560443
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-2470
Document type:
Monograph
Author:
Bosenick, Alfred http://d-nb.info/gnd/116266589
Title:
Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 114 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Ueber den Grubenausbau und die Schächte
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Ueber die Technik und die Ökonomie der Förderung
  • Zweites Kapitel. Ueber den Grubenausbau und die Schächte
  • Drittes Kapitel. Die Ursachen und die Wirkungen des Gesetzes des abnehmenden Ertrages

Full text

3i 
Sie waren in ihrer Form 4eckig; zu dem runden Schachte griff 
man erst Anfang der 1870 er Jahre. Wie es in unseren Tagen 
mit diesen Verhältnissen bestellt ' ist, zeige folgendes: Um die 
Wende des letzten Jahrhunderts betrug der Gesamtflächeninhalt 
aller Schächte Westfalens 5770 qm, d. i. 13,67 qm als Durch 
schnitt pro Schacht = 4,18 m durchschnittlicher Durchmesser, 
auf Rundschacht berechnet. Die grösste Schachttiefe aber war 
774 m (Monopol, Schachtanlage Grünberg). 
Ehe ich zu einer Schilderung der Kosten, die solche Schacht 
anlagen verursachen, übergehe, muss ich der Technik des Schacht 
abteufens noch einige Worte widmen, und zwar soll die Methode 
der Herstellung der Schächte und die Methode ihres Ausbaues *) 
wegen des engen Zusammenhanges ungetrennt dargestellt werden. 
Unter normalen Verhältnissen, also bei festem wasserlosen 
Gebirge findet das »Schachtabteufen von Hand« statt. Die mehr 
oder minder unterstützte Hand der Menschen, der Schachthauer, 
teuft den Schacht ab. Der Ausbau bei dieser Methode kann 
sein aus Holz, Eisen oder aus Ziegelsteinen. Bei der Zimmerung 
findet der Ausbau mit der uns bereits bekannten ganzen Schrot 
oder Bolzenschrotzimmerung statt; dieser ähnlich, nur statt Holz 
Eisen, ist der Eisenausbau. Bei diesen Methoden haben die 
Schächte meist ein 4 eckiges Profil. Bei der Mauerung dagegen 
ist es leicht rund zu gestalten. Die Mauerung ist dauerhaft und 
fest, aber bei grossen Schachttiefen erfordert sie eine grosse 
Weite des Schachtdurchschnittes. Diese Methoden bewähren sich 
jedoch nicht bei grossen Wasserzuflüssen oder bei schwimmen 
dem Gebirge. Sind diese beiden Zustände nur in geringem Masse 
vorhanden, so wendet man wohl die sog. Getriebezimmerung oder 
Abtreibearbeit an. Sie besteht darin, dass man Pfähle oder auch 
ein aus dicht zusammenschliessenden Brettern verfertigtes Schacht 
modell in die lockeren oder nassen Massen vorantreibt und diese 
dann daraus entfernt. Bei festem Gebirge mit grossen Wasser 
mengen aber verwendet man Bohrschächte, bei grösseren Schich 
ten schwimmenden Gebirges Senkschächte oder auch das Gefrier 
verfahren. Es sind dies vom Standpunkte der Technik aus stau 
nenswerte Methoden, auf deren technische Einzelheiten wir je 
doch nur ganz kurz eingehen können. 
Das Schachtbohren 1 2 ) besteht darin, dass man mit einem 
1) Vgl. allgemein Köhler, Kat. 192 ff. 
2) Gl.A. 1S99. 1000: Die Bohrtechnik in ihrer historischen Entwicklung bis zu
	        

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Der Steinkohlenbergbau in Preussen Und Das Gesetz Des Abnehmenden Ertrages. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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