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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
877673926
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-2249
Document type:
Monograph
Author:
Rüger, Otto
Title:
Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Verbandes deutscher Chokolade-Fabrikanten
Place of publication:
Dresden
Publisher:
Druck von C. Heinrich
Year of publication:
1901
Scope:
1 Online-Ressource (47 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Bestrebungen des Verbandes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

19 — 
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in Mingrekien, d. hd. nördlid vom Rion gewonnen. Die Gefjamtproduk- 
tion des Kaukafus befjhäftigte vor dem Kriege etwa 10000 Arbeiter, 
Ungeachtet der brafialinijdhen und indijden Konkurrenz Hatten die fau- 
fafijden Kupfergruben bei geringen Unkoften an Arbeitslöhnen ujw. 
eine glänzende Zukunft. Mit der YWusbeutung des Kupfers befakten 
ih im Kaufajus außer einer Anzahl rujfijdher, aud) eine ganze Reihe 
ausländijher Gejelljdhaften. Kupfer wurde im Kaukajus mehr gewon- 
nen als im Ural, und die Kkaukalijhe Kupferausbeute betrug ungefähr 
die Hälfte der in ganz Rußland (mit Sibirien) gewonnenen Mengen. 
über die Bedeutung Sibiriens in bezug auf die BodenjdHäge und Berg- 
baugebiete gibt unjer Kapitel „Sibirien“ AWufjdhluk. Hier mögen nur 
die Oberläufe des Ob- und Iriyjh, fowie das Tal der Lena mit 
bedeutenden Goldfeldern erwähnt fein. 
Sm Norden der Kaukalijden Höhenkette, in Baku (am Kafpifdhen 
Meer), ferner in der Gegend von Maikop, im Kubangebiet und in 
Srofny find die bekannten Naphthaquellen. Während die von Maikop 
verhältnismähig unproduktiv waren, gaben die Quellen von Baku 
tielige Erträge, weniger bedeutend als leBtere, jedod) aud) redt pro- 
duktiv waren die Quellen von Grofnyj. Naphtha jpielte bekanntlich 
in der ruflilden Indufjtrie eine fehr wichtige Rolle und war Gegen- 
jtand eines lebhaften Handels auf der Wolga. Das ruflijhe Naphtha 
unter[heidet fi von dem amerikanijdhen bzw. penjilvanijden Petroleum 
inJofern, als fein Ipezifildhes Gewicht ein höheres ijt, dabei enthält 
es weniger Benzin und Ejjenzen. Die Dejtillation von Naphtha, welde 
in Bakıu vonftatten geht, ergibt gutes Schhmieröl, VBalelin und Fett. 
Die nad) der Deftillation verbleibenden Rüdjtände, Mazut genannt, 
jind eine braune Flüjjigieit, die ausfohlieklidh zum Heizen von Dampf- 
feljeln und Diejelmotoren benugt wurde. Man ftellte ferner aus Naph- 
Iha Petroleum zu Beleucdhtungszweden her. 20 Werft nördlid von 
Batu liegen noch die Petroleumbdijtriite von Baladany und Suradhany. 
Neben der Metallurgik und medanijhHen Konftruktion fand man 
in Rukland no) die [Hon fehr alte Fabrikation von blanken (Hiebs 
und Stok-) Waffen und einiger rein rufjijdher Artikel. Lehtere Hatte 
ihren Ur]prung im Ural, dejfen Eijenerze von jeher einen guten Ruf 
hatten. EChenjo fand man in Tula, einer füdliH von Moskau gelegenen 
und vor dem Kriege zirka 130000 Einwohner zählenden Stadt, eine 
Induftrie, deren Erzeugnifje berühmt waren. Die Tulaer Artikel wur- 
den jJowohl aus Eijen, wie au) aus Stahl, Neufilber und verfdhie- 
denen Metallverbindungen hHergejtellt, Zu den bekfanntejten und ver- 
breitetjten Ddiejer Artikel gehört der Samowar, eine in feinem rujli- 
Iden Haushalt fehlende Teemaldhine. Außerdem. lag in Tula eine 
itaatlihe Waffenfabrik, weldhe rund 12000 Arbeiter befhäftigte, 
Außer den bisher erwähnten Yudultriezweigen war für Rukland 
D*
	        

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Festschrift Zum 25jährigen Bestehen Des Verbandes Deutscher Chokolade-Fabrikanten. Druck von C. Heinrich, 1901.
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