Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges
  • Title page
  • Contents

Full text

Beschwerden über schlechte Beköstigung und ungeeignete Unter 
bringung müssen demnach zurückgewiesen werden. Klagen, die nament 
lich im Anfang laut und von den Revierbeamten untersucht wurden, 
haben sich als unbegründet herausgestellt. Meistens war den Leuten 
die Kost ungewohnt oder es handelte sich um Personen, die in einem 
sehr ausgehungerten Zustande eine solche Ehlust zeigten, daß diese mit 
den üblichen Nahrungsmengen nicht zu stillen war, oder auch um 
Juden, die rituell geschlachtetes Fleisch verlangten. 
Ebenso sind Beschwerden über die Nichtannahme der Kündigung 
und Aushändigung der Papiere seitens der Zechenverwaltungen, sowi? 
die Verwehrung der Rückkehr in die Heimat zu Unrecht erhoben. Da 
die angeworbenen Arbeiter als Staatsbürger feindlicher Länder unter 
besonderer polizeilicher Aufsicht stehen, dürfen sie ohne Genehmigung 
des stellvertretenden Generalkommandos zu Münster, der Königlichen 
Regierungen bezw. der zuständigen Ortspolizeibehörden nicht willkür 
lich ihren Aufenthaltsort wechseln, was ihnen bei Abschluß des Arbeits 
vertrages bekannt gegeben worden ist. Dazu haben sic sich in dem 
Vertrag auf längere Zeit, teils drei und sechs Monate, teils für die 
Dauer des Krieges zur Arbeit auf dem betreffenden Bergwerk ver 
pflichtet. Kündigen sie daher, wie es schon sehr oft vorgekommen ist, 
alsbald, weil ihnen die Arbeit mißfällt, oder verweigern sie die Weiter 
arbeit, so haben sie vielmehr sich in Widerspruch mit dem eingegangenen 
Vertrag gesetzt und Kontraktbruch begangen. Wenn manche Zechen die 
Annahme der Kündigung verweigerten, so waren sie demnach dazu 
durchaus berechtigt. Jedoch haben die meisten Zechen trotzdem und trotz 
Forderungen, die sie aus den vorgestreckten Reisekosten und Vorschüssen 
an die Aufkündiger hatten, die Kündigung angenommen. Ohne Ge 
nehmigung der genannten Behörden den Ausländern die Papiere aus 
zuhändigen oder sie vor Ablauf der vertraglich festgelegten Zeit in die 
Heimat zurückzubringen, dazu waren die Zechen infolge der diesbezüg 
lichen ministeriellen Vorschriften nicht in der Lage. 
Die Erfahrungen, die die einzelnen Zechen mit den russisch-pol 
nischen Arbeitern gemacht haben, sind verschieden. Die Revierbeamten 
haben im allgemeinen den Eindruck gewonnen, daß die Ausländer im 
großen ganzen hinter unseren einheimischen Arbeitern in Leistung, 
Ordnung und Pünktlichkeit zurückstehen. Es! mag dies zum Teil daran 
liegen, daß die Leute plötzlich aus den altgewohnten Verhältnissen 
herausgerissen sind und sich in der ersten Zeit nicht zurechtfinden kön 
nen. Auch Mag anfangs die verhältnismäßig schlechte körperliche Lei 
stungsfähigkeit der an leichtere Arbeiten gewohnten Leute schuld sein, 
daß die Leute der immerhin schweren Bergarbeit nicht gewachsen 
waren, wenigstens kann bei vielen Arbeitern infolge guter Verpflegung 
durch die Zeche eine Besserung und ein Hineinfinden in die bergmän 
nische Beschäftigung festgestellt werden. Zurzeit beteiligen sich die 
russisch-polnischen Arbeiter bereits in ausgedehntem Maße an dem
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.