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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

88 Zweiter Teil. Lande!. III. Zur Geschichte von Lande! und Industrie. 
durch Gründung von Steuervereinen das Äbel zu mildern. Aber die Gebiete derselben, 
auch in ihrer Vereinigung, waren zu klein, um dem Lande! Luft zu verschaffen. Erst der 
preußische Zollverein beseitigte in seiner allmählichen Ausdehnung diesen heillosen Zustand. 
Am längsten leistete ihm der norddeutsche Steuerverein Widerstand. Bis zum Jahre 1851 
bestand zwischen Kassel und dem nahegelegenen hannoverschen Münden noch die 
trennende Zollstätte. Lind wenn wir Göttinger Studenten auf der Ferienreise unsern 
Eltern einige Göttinger Würste mitbrachten, — was für ein Gebot kindlicher Pietät 
gehalten wurde — so hatten wir unsre liebe Not, dieselben — was nicht minder für 
eine Menschenpflicht galt — an der Grenze durchzuschmuggeln. 
- Als einen Vorzug der damaligen Zeit kann man bezeichnen, daß das Spekulations 
fieber nicht in gleicher Weise bestand, wie es im Laufe der letzten Jahrzehnte um sich 
gegriffen hat. Zwar konnte man auch damals schon in Staatspapieren spekulieren. 
Lind das verderbliche Mautsystem drängte gewissermaßen darauf hin, da die Brief 
tasche noch das einzige war, was der Untersuchung und Aufsicht der Steuererheber 
nicht unterworfen wurde. Gleichwohl kam es um jene Zeit nicht vor, daß man von 
jemanden gehört hätte, er habe durch Spekulation sich zugrunde gerichtet. Erst die 
Schaffung zahlreicher Aktien, namentlich der Eisenbahnaktien mit ihren schwankenden 
Werten, hat diese Krankheit mehr und mehr verbreitet. Dagegen enthalten die da 
maligen Blätter ständig die Angebote von Losen der Staatslotterien, woraus man 
schließen darf, daß die Spekulation in diesen schon reichlich geblüht habe. Nirgends 
aber begegnen wir um jene Zeit dem heutzutage herrschenden Anfüge, daß man aller 
orten, Gott weiß für welche Zwecke, „mit obrigkeitlicher Erlaubnis" eine Lotterie ver 
anstalten darf. 
Es fehlten auch um jene Zeit die jetzt fo zahlreich bestehenden öffentlichen Anstalten, 
bei denen man mühelos sein Geld verzinslich anlegen kann. öffentliche Sparkassen 
waren erst eben im Entstehen. Wer nicht Staatspapiere kaufen wollte, war deshalb 
genötigt, sein Geld auf privatem Wege, womöglich gegen Lypothek, auszuleihen. Dazu 
boten zahlreiche Darlehnsmäkler, welche dein Kapitalisten die Schwelle abliefen, hilf 
reiche Land. 
Endlich fehlten auch noch gänzlich die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, 
welche jetzt für die verschiedensten Zwecke so zahlreich in unseren Städten bestehen, 
und zu deren Schaffung angeregt zu haben, das Verdienst von Schulze-Delitzsch ist. 
Welchen mächtigen Aufschwung der Verkehr heute im Innern unseres Vater 
landes genommen hat, bedarf keiner Ausführung. Aber doch wird dieser Aufschwung 
noch überholt durch die Bedeutung, die der deutsche Lande! im Auslande gewonnen 
hat. Aber die ganze Erde hat derselbe seine Netze gespannt. Nach allen Weltteilen 
sendet die deutsche Industrie ihre Erzeugnisse und tritt mit den besten Kulturvölkern 
in oft jiegreichen Wettbewerb. Allerorten trifft man deutsche Kaufleute in eifrigem 
und rühmlichem Geschäftsbetriebe. And manches, was selbst der deutschen Diplomatie 
unzugänglich ist, erkundet und erreicht heute der deutsche Kaufmann durch seine weit 
hinreichenden Verbindungen. Von alledem wußte man früher nichts.
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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