Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

108 Zweiter Teil. Landet. V. Landelsunternehmung rc. 
Eine große Zahl von Aktiengesellschaften entsteht aus Einzelunternehmungen 
mäßigen Amfangs, welche namentlich in Zeiten aufsteigender Konjunktur in dieser Form 
sich zu günstigen Bedingungen veräußern lassen. Das anlagesuchende Kapital ist so 
erheblich, der Reiz des möglichen Gewinnes bei begrenztem Risiko ohne Anternehmer- 
tätigkeit so groß, daß auch kleinere Gesellschaften Teilnehmer finden, obgleich derartige 
Aktien naturgemäß nicht so leicht wiederveräußert werden können. Daher das Be 
streben, die Gründung kleiner Gesellschaften und die Zulassung der Aktien zum Börsen 
handel zu erschweren. An der Berliner Börse waren schon nur solche Aktien zum 
Verkehr zugelassen, von denen mindestens für 1 Million Mark nominell ausgegeben 
waren. And weitere Erschwerungen hat das Börsengesetz gebracht. 
Aktiengesellschaften, welche wesentlich zu dem Zwecke geschaffen werden, in den 
Aktien Spekulationsobjekte zu schaffen, müssen also schon eine gewisse Größe haben. 
So mißbräuchliche Gründungen dieser Art in Zeiten der Äberspekulation vorgekommen 
sind (die abschreckendsten Beispiele dürften bei den Baugesellschaften sich finden), so sehr 
wird dies Moment doch von manchen grundsätzlichen Gegnern der Aktiengesellschafts 
form übertrieben. Richtiger wäre, zu sagen, daß zahlreiche Aktiengesellschaften errichtet 
werden des Gründungsgewinns wegen, und daß dies möglich ist, weil die Aktie ein 
Spekulationsobjekt ist. 
Der Grund für die Errichtung einer immer wachsenden Zahl von Aktiengesell 
schaften liegt zum großen Teil im Wachsen des Kapitalbesitzes überhaupt und in der 
Scheu der Kapitalbesitzer vor eigener verantwortlicher wirtschaftlicher Tätigkeit. Das 
hängt aufs engste zusammen mit der wachsenden Bedeutung des Leihkapitals überhaupt 
im modernen Wirtschaftsleben (wenn auch natürlich, juristisch betrachtet, der Aktionär 
nicht leiht, sondern an einem Anternehmen sich beteiligt). Es hängt aber auch damit 
zusammen, daß die Großbetriebe zunehmen und zunehmen müssen, und daß in steigendem 
Maße die Leitung größerer wirtschaftlicher Betriebe an Leistungen und Fähigkeiten ihrer 
Leiter wachsende Anforderungen stellt. Die Leitung größerer Betriebe wird ein Beruf, 
zu dem die Kapitalsbesiher sich vielfach nicht eignen, oder dem die Kapitalsbesitzer sich 
nicht hingeben, weil sie einen anderen Berus haben. Wie der Kredit, so ermöglicht 
die Aktiengesellschaft, daß die Kapitalbesitzer und die Leiter der wirtschaftlichen Tätigkeit 
verschiedene Personen sein können. Der Kapitalist verzichtet auf einen Teil des Anter- 
nehmergewinns, indem er die leitende Tätigkeit von Beamten besorgen läßt. Seiner 
verminderten Tätigkeit entspricht in der Aktiengesellschaft das verminderte Risiko, aber 
auch der verminderte Anternehmergewinn. Bei einer sicheren Aktiengesellschaft wird der 
Kurs der Aktie nicht wesentlich unter dem Kurse gleich sicherer Rentenpapiere stehen. 
Lohe Dividende bei niedrigem Kurs bedeutet eine starke Risikoprämie, nicht hohen 
Anternehmergewinn, abgesehen von den Fällen vorübergehender hoher Vorzugsrenten. 
Gelegentliche hohe Dividenden können sogar die Wirkung haben, daß der Kurs im 
Vergleich zum Risiko unverhältnismäßig hoch ist wegen der Loffnung auf Wiederholung 
ähnlicher Dividenden (Bergwerksaktien!). In derartigen Fällen, wie in solchen, bei 
denen das Anternehmen auch ohne oder mit ganz geringem Gewinn fortgeführt wird, 
eben weil cs die Form der Aktiengesellschaften hat, kann die Dividende oft langezeit 
geringer sein als Zins plus Risikoprämie, mit anderen Worten der Anternehmergewinn 
ganz verschwinden. Die Aktiengesellschaft bedeutet also eine Verminderung 
der Übermacht des bloßen Kapitalbcsitzes im Produktionsprozeß. 
Die Aktiengesellschaft geht heute nicht mehr ausschließlich aus dem Bedürfnis 
hervor, große Kapitalien znsammenzubringen. Wohl aber dient sie der Tendenz zur 
Bildung kapitalstarker Großbetriebe, wie ein Blick auf die großen Berg- und 
Lüttenwerke, Fabriken, Transport- und Versicherungsanstalten, Banken, Lotels rc. zeigt. 
Selbst im Warenhandel, der sich im ganzen wenig zum Betriebe auf Aktien eignet.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Antwerpener Hafen Und Die Pariser Wirtschaftskonferenz. Verlag von Georg Stilke, 1917.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.