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Die Technik des wirtschaftlichen Verkehrs

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Bibliographic data

Full text: Die Technik des wirtschaftlichen Verkehrs

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Technik des wirtschaftlichen Verkehrs
  • Title page
  • Contents
  • Einführung
  • I. Mass- und Wertfeststellung im Warenverkehr
  • II. Die Instrumente des kaufmännischen Kreditverkehrs
  • III. Der kaufmännische Nachrichten- und Güterverkehr
  • IV. Die Währungen and Devisennotierungen
  • V. Die Subjekte des wirtschaftlichen Verkehrs
  • VI. Das Warengeschäft
  • VII. Die Organisation des Überseegeschäftes
  • VIII. Das Bankgeschäft
  • IX. Marktorganisationen
  • Sachregister

Full text

68 DIE TECHNIK DES WIRTSCHAFTLICHEN VERKEHRS 
zelnen südamerikanischen Staaten. Auch sie sammelten einen Gold- 
vorrat an, der einerseits als Deckung für die ausgegebenen Noten 
bestimmt war, anderseits — und das ist die vornehmste Aufgabe 
— die Mittel zur Stabilisierung des Devisenkurses durch Beeinflus- 
sung des Devisenmarktes, Regulierung der Nachfrage und des An- 
gebotes bot. — Ein anderes Mittel, die Entwertung des Währungs- 
geldes namentlich im Auslande zu verhindern, besteht darin, daß 
der Staat im Auslande durch Banken Kursstützungen vornehmen 
läßt, oder sie veranlaßt, ihre ausländischen Guthaben einzuziehen 
und ihre Kredite im Auslande zu verwerten. — Man bezeichnet 
solche Bestrebungen nach Stabilisierung der Devisenkurse als De- 
visenpolitik und die damit erzielten Währungsverhältnisse als 
manipulierte Währung (managed currency). Sie laufen, wie aus 
dem Vorstehenden entnommen werden kann, darauf hinaus, mit 
entsprechenden Geldmitteln und Devisenbeständen den Devisenmarkt 
zu beherrschen und dadurch die Kursbildung zu regulieren. Sie er- 
reichen ihren Zweck bei einigermaßen geordneten Währungsverhält- 
nissen (Metalldeckung, begrenzte Notenausgabe) und nicht andauernd 
ungünstiger Gesamtzahlungsbilanz (s. unten). In neuerer Zeit hat 
die Devisenpolitik vielfach zu einschränkenden Maßnahmen gegrif- 
fen, um die Devisenspekulation auszuschalten; so die Konzentration 
des Devisenmarktes in Devisenzentralen oder bei der Notenbank 
behufs besseren Überblickes, die Einführung eines Legitimations- 
zwanges für Käufer und Verkäufer, Einführung eines unmittelbaren 
Devisenaustausches (Usancenhandel), Beschränkung des Devisenhan- 
dels auf bestimmte Firmen (Devisenkommissionäre) u. ä.3). 
Das Ausmaß der Schwankungen, denen die Devisenkurse unter- 
worfen sind, hängt vom Zustande der Währungen der in Betracht 
kommenden Länder ab. Zwischen Ländern mit Goldwährung, in 
denen Gold durch Einlöslichkeit der Noten oder durch Abgabe von 
Gold zu einem festen Preis frei verfügbar ist, werden die Devisen- 
kurse nur wenig von der Münzparität der betreffenden ausländischen 
Währung abweichen. 
So ist z. .B. die Münzparität, da 2790 M oder 34444/, Fr. aus 1 kg 
feinen Goldes geprägt werden, für 1 Fr. = ra M, für 100 Fr. sohin 
M 81:—; theoretisch könnte man daher 100 Fr. Schuld mit M 81:— in Gold 
bezahlen; tatsächlich kommen aber noch die Versendungsspesen für Gold 
hinzu, die in normalen Zeiten mit 2 bis 3% 0 (im Luftverkehr unter 
20/00) angenommen werden, so daß sich der Begleich für 100 Fr. auf 
M 81243 erhöht. Umgekehrt würde eine Forderung von 100 Fr. nach Abzug 
dieser Versendungsspesen M 80757 ergeben. 
Für Zahlungen im ausländischen Verkehr werden aus Gründen 
3) In Italien ist der gesamte Handel in Devisen dem nationalen Institut 
für Wechselkurse vorbehalten.
	        

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Ernährungswirtschaftliche Gegenwartsprobleme in Österreich. Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung, 1919.
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