Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

166 Zweiter Teil. Lande!. VIII. Der Wettbewerb im Lande! re. 
so, daß es Sieger und Ausgeschlossene gibt, mindestens so, daß eine Lierarchie von 
viel und wenig Erreichenden entsteht. Die Art der Entscheidung der Kämpfe ist die 
allerverschiedenste: bald ist es der brutale Kampf, bald der Ausspruch eines Schieds 
gerichts oder der öffentlichen Meinung, bald sind es freie Verträge, die erstrebt, 
abgeschlossen oder abgelehnt, günstig oder ungünstig gestaltet werden. 
Die Konkurrenz ist nichts anderes als der Kampf ums Dasein; die Individuen, 
die Stämme, die Völker haben nie ohne Reibung und Wettbewerb, ohne Kampf 
gelebt, fo sehr Moral, Sitte und Recht, gemeinschaftliche Gefühle und Interessen den 
Stteit da und dort ausgeschlossen oder gemildert haben. Der Trieb nach Anerkennung, 
nach Tätigkeit, nach Erfolg hat, wie das menschliche Selbstgefühl bei etwas höherer 
Kultur, den Rivalitätstrieb erzeugt. Er hängt mit den selbstischen Gefühlen, der 
Eigenliebe, dem Lochmut, dem Bessersein- und Befferwissenwollen zusammen; er kann 
zum Anrecht, zur Gemeinheit, zur Angerechtigkeit, zur Gewalttat führen; aber er ist 
zugleich die Schule der Tatkraft, der Energie, des Fortschritts. Ohne Rivalität und 
Konkurrenz tritt Stillstand ein. Das Leben entwickelt sich nur durch Kraftproben, 
durch Kräftemessung. 
Die Völker konkurrieren um die Weltherrschaft und den Weltmartt, die poliüschen 
Parteien und sozialen Klassen um Einfluß und Macht in der Staats- und Kommunal 
verwaltung, die Provinzen, Kreise und Gemeinden um Eisenbahnen und Sttaßen, um 
Förderung aller Art. In jedem gesellschaftlichen Kreise konkurrieren die Glieder um 
Ansehen und Ehre, in jedem Beamtenkörper die einzelnen um Beförderung, Gehalt 
und Auszeichnung, in jeder Schule die Schüler um die höheren Plätze und Prädikate. 
Die wirtschaftliche Konkurrenz setzt einen Markt mit Käufern und Verkäufern 
voraus. Die Anfänge desselben entstanden mit dem ersten Verkehr. Aber er war 
lange so beschränkt, alle Wirtschaft war lange so überwiegend Eigenwirtschaft der 
Familie für den eigenen Verbrauch, daß mit dem geringen und engen Marktverkehr 
auch die Konkurrenz sehr gering war. Soweit Überschüsse erzeugt wurden, übrige 
Arbeitskraft vorhanden war, forderte sie der Grundherr, die Gemeinde, die öffentliche 
Gewalt nach Sitte und fester Rechtssatzung. Auch soweit Gemeinde- und Stammes 
mitglieder auf dem Markte tauschten, betrachteten sie sich lange mehr als Freunde, die 
sich Gefälligkeiten erwiesen; nur soweit Fremde mit Fremden tauschten, entstand 
eigentliche Konkurrenz, freilich auch nicht ohne Schranken und Ordnungen aller Art. 
Erst wo die Geldwirtschaft siegte, die Märtte größer, aller Verkehr unpersönlich wurde, 
erst als in den vergrößerten Staaten ein freier, innerer Verkehr sich ausbildete, zwischen 
den Staaten das Völkerrecht Ähnliches erlaubte, entstand die gesellschaftliche und wirt 
schaftliche Bewegung und Reibung, an die wir heute vor allem denken, wenn wir 
von der wirtschaftlichen Konkurrenz reden. 
Wir sehen alle am wirtschaftlichen Verkehr Beteiligten in gewisse größere und 
kleinere Gruppen zerfallen: Käufer und Verkäufer, Konsumenten und Ladeninhaber, 
Groß- und Kleinhändler, Anternehmer und Arbeiter zeigen sich uns als Gesamtgruppen 
und in sich gegliedert nach bestimmten Berufszweigen; in jeder Gruppe konkurrieren 
die direkt nach dem gleichen wirtschaftlichen Zwecke Strebenden unter sich: die Anter 
nehmer der Baumwollindustrie unter sich und dann bis auf einen gewissen Grad mit 
den Anternehmern anderer Gewerbszweige, sofern sie und die anderen Wasserkräfte, 
Maschinen, Techniker, Arbeiter suchen. Jede Gruppe steht nun aber auch noch mit 
einer oder mehreren anderen Gruppen in einem Konkurrenzverhältnis: die Konsumenten 
mit den Verkäufern auf dem Wochenmarkt und in den Läden; die Anternehmer mit 
den Arbeitern einerseits, den Großhändlern und Exporteuren, welche ihnen ihre Ware 
abnehmen, andererseits; die Arbeiter stehen den Fabrikanten und dann den Wohnungs 
vermietern und Kleinhändlern als Gruppen von Konkurrenten gegenüber. Es handelt 
sich bei dieser Gruppenkonkurrenz um die Verteilung gewisser Gewinne und Vorteile,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Greek War Debt. Stat. Off., 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.