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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

180 Zweiter Teil. Lande!. VIII. Der Wettbewerb im Lande! rc. 
Gemüse u. dgl. vorzunehmen. Obwohl diese Zölle nicht als Konsumbesteuerung gedacht 
sind, haben sie doch die gleiche Folge, nämlich eine Verteuerung des Lebensunterhaltes. 
In der Regel bekämpfen die Vertreter der Industriearbeiter solche Zölle ohne jede 
Einschränkung. Diese Laltung ist aber nur dort im wirklichen Interesse der Arbeiter 
gelegen, wo die Zölle oder deren Erhöhung zur Erhaltung der Landwirtschaft nicht 
unbedingt erforderlich sind. Daß eine ihrem Ruin entgegengehende Landwirtschaft auch 
die Lage der Industtiearbeitcr ungünstig beeinflussen würde, kann nicht bezweifelt werden. 
Ob Zölle überhaupt, in welcher Löhe und auf welche Artikel sie namentlich im Interesse 
der Bauernschaft eine Notwendigkeit darstellen, das sind aber so eifrig umstrittene agrar 
politische Fragen, daß eine Erledigung in diesem Zusammenhange nicht stattfinden kann. 
Fällt die Entscheidung zugunsten der Agrarzölle, so ist es jedenfalls geboten, die ein 
tretende Verteuerung des Lebensunterhaltes der Arbeiter durch Verminderung oder 
Beseitigung anderer Konsumsteuern, die nicht aus schuhzöllnerischen Moüven aufrecht 
erhalten werden müssen, möglichst auszugleichen. 
So wichtig die Art der Konsumbesteuerung sein mag, so bieten niedrige oder 
fehlende Konsumsteuern noch keine Garantie für billige Lebensmittelpreise. An Stelle 
der letzteren können hohe Gewinnaufschläge des Landels, insbesondere des Detailhandels 
treten. Es ist die Aufgabe der Konsumvereine, dadurch, daß sie selbst die Funktion 
des Detailhandels übernehmen, ihre Mitglieder von dieser Verteuerung möglichst zu 
befreien. An sich stellt der Konsumverein eine Organisation dar, die nicht nur im 
Interesse der Arbeiter, sondern aller Konsumenten liegt. Aber es ist begreiflich, daß 
das Interesse an der billigeren Beschaffung der Bedarfsartikel in dem Grade wächst, 
als das Einkommen abnimmt. So erscheinen dann die Arbeiter oft als die eifrigsten 
Parteigänger der Konsumvereinsbewegung. 
Während die Gewerkvereine danach streben, das Einkommen des Arbeiters zu 
erhöhen, und die freien Lilfskassen den Bezug eines Einkommens zu sichern trachten, 
steigern die Konsumvereine durch Verbilligung der Güter, deren der Arbeiter vorzugs 
weise zur Lebensführung bedarf, die Kaufkraft seines Einkommens. Die Begründung 
von Konsumvereinen geht insofern leichter vonstatten, als sie einen augenblicklich ein 
tretenden, unmittelbaren Vorteil gewähren. Lier werden nicht, wie bei Gewerkvereinen 
und Lilfskassen, Beittäge verlangt, die vielleicht erst nach langer Zeit einmal dem 
jenigen, der sie geleistet hat, eine Gegenleistung verschaffen. Der Konsumverein ver 
langt keine Opfer der Gegenwart für die Zukunft. Es genügt, daß das Mitglied 
dem Vereine seine Kundschaft zuwendet und die entnommenen Waren sofort bezahlt. 
Fast alle Konsumvereine haben heute den ihrer Ausdehnung so förderlichen Grundsatz 
angenommen, die Geschäftsanteile zwar zu dem landesüblichen Zinsfüße zu verzinsen, 
aber den Gewinn nur nach Maßgabe der bewirkten Einkäufe unter die Kunden zu 
verteilen. Je eifriger ein Mitglied im Vereinsladen kauft, desto größer sein Gewinn. 
Es hieße die Bedeutung der Konsumvereine verkennen, wenn man sie nur als 
Einrichtungen zur billigeren Beschaffung der Lebensmittel gelten lassen wollte. Der 
Konsumverein leistet mehr. Er erzieht die Arbeiter zu wirtschaftlicher Lebensführung, 
da er Barzahlung verlangt. Er befreit von den unwürdigen Abhängigkeitsverhältnissen, 
in denen die Arbeiter sich dem kreditierenden Krämer gegenüber oft befinden. Er 
befähigt die Arbeiter zur Verwaltung und bietet auch manche wertvolle Landhabe, 
um auf die Gestaltung des Arbeitsverhältnisses selbst einzuwirken. Bei der Wahl 
der Geschäfte, denen die Konsumvereine ihre Aufträge erteilen, kann auf die Stellung 
der Arbeiter in diesen Geschäften Rücksicht genommen werden. 
Laben die Konsumvereine eine größere Ausbreitung erlangt, so ist es zweck 
mäßig, wenn die Vereine zu einer Großhandelsgenossenschaft zusammentreten. Wie 
der einzelne Konsumverein seine Mitglieder von den Diensten und Preisaufschlägen 
des kleinen Detailhändlers befreit, so macht die Großhandelsgenossenschaft die Vereine
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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